Streit um Forbes – das Wirtschaftsmagazin könnte bald schon wieder zum Verkauf stehen

Bald wieder zu haben? Springer-CEO soll schon einmal ein Auge auf Forbes geworfen haben
Bald wieder zu haben? Springer-CEO soll schon einmal ein Auge auf Forbes geworfen haben

Publishing Tut sich für Axel Springer-CEO Mathias Döpfner bald wieder eine Gelegenheit zum Geldausgeben auf? Wie die New York Times berichtet, kracht es gewaltig zwischen der Forbes-Familie und dem asiatischen Käufer-Konsortium der Wirtschafts-Medienmarke. Gut möglich, dass Forbes bald wieder zum Verkauf steht. Springer galt schon einmal als aussichtsreicher Käufer-Kandidat.

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Im vergangenen Jahr verkaufte die Forbes Familie die Mehrheit an der Mediengruppe Forbes (dazu gehört das bekannte Wirtschaftsmagazin, die Website Forbes.com sowie das Konferenzgeschäft) an das asiatische Konsortium Integrated Whale Media. Der Wert der Forbes-Gruppe wurde dabei auf insgesamt 475 Mio. US-Dollar taxiert. Integrated Whale übernahm 80 Prozent. Für 15 weitere Prozent lieh sich Integrated Whale laut Berichten 71 Mio. Dollar von der Forbes Familie.

Die Forbes Familie behielt fünf Prozent. Die Familie verklagt Integrated Whale laut New York Times nun, da der neue Besitzer seinen Zahlungs-Verpflichtungen nicht nachgekommen seien. So habe es Integrated Whale versäumt, Zinsen für den 71-Mio-Deal zu zahlen.

Außerdem sei Geld, das auf einem Treuhand-Konto abgelegt war, nicht vereinbarungsgemäß an die Forbes-Familie ausgezahlt worden. Integrated Whale bestreitet die Vorwürfe. Das Konsortium erklärte, Steve Forbes habe die Zahlungsausfälle mündlich vergeben. Die Forbes-Familie bestreitet dies.

Bekommt die Familie Forbes vor Gericht Recht, könnte der Deal rückabgewickelt und Forbes erneut zum Verkauf angeboten werden. Als ein Interessent galt im vergangenen Jahr auch Axel Springer. Springer-CEO Mathias Döpfner hat gerade für die Mehrheit am Business Insider 343 Mio. US-Dollar auf den Tisch gelegt. Beim Bieter-Wettkampf um die britische Financial Times unterlag Springer in letzter Minute der japanischen Nikkei-Group. Die FT war mit knapp 1,3 Mrd. Dollar allerdings ungleich teurer.

Bei Springer besteht also durchaus Interesse an einem Ausbau im Segment der Wirtschaftsmedien, vor allem wenn diese englischsprachig sind und ein globales Publikum erreichen. Forbes würde da gut ins Portfolio passen. Noch ist dies aber reine Spekulation.

(swi)

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