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Rheinische Post macht künftig Politik für Rhein-Main-Medien – und bekommt eine Kinderzeitung

Die Rheinische Post macht Politik für andere Medien
Die Rheinische Post macht Politik für andere Medien

Medienkonzentration in Berlin: Die Rheinische Post zieht im Dienstleister-Wettbewerb mit Politik-Inhalten nach und erweitert den Kreis ihrer Abnehmer. Nach MEEDIA-Informationen wird das Hauptstadt-Büro der RP ab dem 1. Dezember auch die Medien der Verlagsgruppe Rhein Main (u.a. Allgemeine Zeitung, Wiesbadener Kurier) beliefern.

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In der Hauptstadt bauen regionale Medienhäuser ihre Dependancen mehr und mehr zu Dienstleistern aus. In diesem Wettbewerb zieht nun die Rheinische Post nach. Die Hauptstadtredakteure, die neben dem eigenen Blatt bisher schon die Aachener Zeitung und die Rhein-Zeitung aus Koblenz mit Inhalten versorgen, beliefern künftig auch die Medien der Allgemeinen Zeitung (Mainz) und des Wiesbadener Kuriers, die zur Verlagsgruppe Rhein Main gehören. Das Team von RP-Chefredakteur Michael Bröcker soll zudem auch die Darmstädter-Echo-Medien mit Politikinhalten versorgen. Die Verlagsgruppe Rhein Main ist derzeit dabei, die Echo-Medien übernehmen.

Hauptstadtdeals sind ziemlich beliebt und haben für beide Seiten Vorteile. Die Dienstleistungsempfänger profitieren von einer organisierten Redaktion und erhalten in der Regel mehr Inhalte als zuvor, weil der Betrieb einer eigenen Dependance oder die Beschäftigung eines Korrespondenten zu teuer ist. Im Gegenzug, so heißt es fast immer, wolle man sich stärker auf die lokale und regionale Berichterstattung als Kernkompetenzen konzentrieren. Ob bei kleineren Verlagshäusern oder auch Verlagen mit Zentralredaktionen (beispielsweise Madsack und Funke) dies dann auch immer der Fall ist, steht auf einem anderen Blatt. Für die Dienstleistenden bringen solche Deals nicht nur neue Umsätze, sondern auch eine höhere Reichweite. Eigenen Angaben zufolge steigere die Rheinische Post mit den neuen Kunden die Auflage der Politik-Berichterstattung auf über eine Million Exemplare.

Mit rund einer Handvoll Kunden ist die Rheinische Post einer der kleinen Mitspieler im Markt. Die Mediengruppe Madsack beliefert mit ihrer Zentralredaktion über die Politikseiten hinaus mittlerweile Dutzende Partner, hat jüngst erst einen Vertrag mit der Neuen Westfälischen für Politik-Inhalte geschlossen. Als Dienstleiter treten ebenfalls die DuMont Mediengruppe oder auch die NOZ auf.

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Wie DuMont: Auch RP macht mit Allgemeine Zeitung gemeinsames Kinderblatt

Mit der Allgemeinen Zeitung aus Mainz hat die Rheinische Post einen weiteren Deal geschlossen. Wie der Kölner Stadt-Anzeiger aus dem Hause DuMont wird die Rheinische Post künftig den Mantelteil einer Kinderzeitung beziehen und mit eigenen Inhalten aus der Region anreichern. In Köln läuft das Projekt seit etwa zwei Monaten und hört auf den Namen Duda. Die Rheinische Post wird die Publikation als „Kruschel-Post“ herausbringen.

 

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