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Warum die TV-Zuschauerzahlen ab Januar steigen könnten – und warum das vor allem Kindersender freut

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Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erhöht ab 1. Januar die Grundgesamtheit für die Ermittlung der TV-Quoten. Dann zählen erstmals auch deutschsprachige Ausländer aus Nicht-EU-Ländern dazu - u.a. also Türken. Vor allem bei den Kindern steigt die Zahl der potenziellen Zuschauern - um datte 12,8%.

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„Ab dem 1.1.2016 gilt, dass der Haupteinkommensbezieher deutschsprachig ist – die Nationalität ist nicht mehr relevant. Damit repräsentiert das AGF-TV-Panel dieselbe Grundgesamtheit wie die Medienstudien der agma“, so die AGF in einer Mitteilung. In der Tat werden in den Media Analysen, also Print-MA, Radio-MA, etc. schon seit geraumer Zeit auch Ausländer aus Nicht-EU-Ländern mitgezählt, sofern sei deutschsprachig sind. Das gilt ab dem 1. Januar also auch für die GfK-Quoten.

Bereits jetzt werden auch Nicht-EU-Ausländer mitgezählt, allerdings nur dann, wenn sie in Haushalten leben, in denen der Haupteinkommensbezieher eine EU-Nationalität hat. Diese Einschränkung fällt nun weg. Durch die neue Definition der Grundgesamtheit steigt die Zahl der für die TV-Quoten gezählten Menschen natürlich – und zwar um 3,8%. Aus 72.359 Mio. Personen ab 3 Jahren werden ab Januar 75,079 Mio.

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Das Plus von 2,72 Mio. Leuten dürfte die Zuschauerzahlen einiger Sender und Formate nach oben schrauben. Man denke zum Beispiel an ein Fußballspiel zwischen Deutschland und der Türkei, bei dem die meisten Türken bisher nicht gezählt wurden. Da viele der neu hinzu kommenden Menschen aber Sender aus ihrer Heimat schauen dürften, könnten im Umkehrschluss die Marktanteile der deutschen Sender sinken. Freuen dürften sich auf jeden Fall die Kindersender, denn das größte Plus durch die neue Grundgesamtheit wird es bei den 3- bis 13-Jährigen geben: Diese Zielgruppe wächst um 12,8% auf 7,611 Mio. an:

Tabelle Grundgesamtheit

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