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„Schlimme Dorfdisko“: der peinliche Hamburg-Olympia-Song „Feuer und Flamme“

Saskia Leppin ist „Feuer und Flamme“
Saskia Leppin ist "Feuer und Flamme"

Die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele ist nich unumstritten. Jetzt will die Hamburger Sängerin Saskia Leppin mit einem Song de Werbetrommel für Olympia in der Hansestadt rühren. Aber der Schuss geht nach hinten los.

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Die peinliche Träller-Nummer „Feuer und Flamme“ reiht sich nahtlos ein in unzählige verkorkste Promo-Songs zuvor. Die Hamburger Morgenpost notiert einigermaßen entsetzt:

Billigster Synthie-Beat, billigste Soundeffekte und eine Melodie, die so beliebig ist, dass hoffentlich schon bald jemand Klage wegen Ideendiebstahls einreicht.

Es schmerzt fast: Im Text wird Weltoffenheit und Modernität beschworen – der Song klingt jedoch nach Dorfdisko der ganz schlimmen Sorte.

„Feuer und Flamme“ ist allerdings kein offizieller Song der Stadt Hamburg. Das Liedchen wird aber unterstützt vom Hamburger Sportbund und dem Team Hamburg, einer Initiative, die Sport in olympischen Disziplinen in Hamburg fördert.

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Alle Kommentare

  1. Feuer und Flamme für Hamburg? Na super! Der doch „eher einfach gestrickte Promo-Song“ reiht sich nahtlos in alle Werbemaßnahmen für Milliarden-Gräber ein, mit denen Vereine wie die IHK und andere Institutionen, die von öffentlichen Aufträgen (= Steuergeldern!) leben, sich um Arbeit bemühen… Gleich daran an schließt z. B. die IHK-Promotion für die Autobahn A 39 – auch da bemüht man neben „eher einfach gestrickten“ Kino-Werbefilmchen für 400.000 Euro Budget ja inzwischen „Olympia in Hamburg“ als Argument. Dabei haben wir wirklich auf der Welt inzwischen andere Probleme zu lösen, als immer wieder immer neue (!) Spielstätten für Olympia zu errichten. Nicht, dass diese Spiele nicht stattfinden sollen – aber nicht SO. Die armen Griechen z. B. – die haben beim letzten Mal MILLIARDEN für inzwischen nutzlose Sportstätten in den Sand gesetzt, die ihnen jetzt in der Staatskasse vermutlich fehlen dürften… Und auch Hamburg weiß schon jetzt, dass Olympia ohne Bundes-Subventionen gar nicht zu schaffen ist. Aber ganz ehrlich: Ich kann mir für mein Steuergeld eine bessere Verwendung vorstellen! Bei „Olympia“ kassieren doch am Ende immer nur die gleichen… Und die Sportler sind es nicht! Deshalb: Bitte Nolympia in Hamburg!

  2. Ich finde das Lied und das Video gar nicht so schlecht. Es ist vermutlich einfach „gestrickt“, da es ja jeder mitsingen soll. Shakira hat bei ihrem „Waka Waka“ Song auch nicht auf die große Kunst geachtet. Jedes Lied sollte Freude verbreiten und ich glaube, das tut es.

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