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Springer zieht Bilanz und startet den deutschen Business Insider am 16. November

Mathias Döpfner, CEO Axel Springer
Springer-CEO Mathias Döpfner Foto: dpa

Die Axel Springer SE zieht eine Bilanz der ersten neun Monate 2015. Für CEO Mathias Döpfner waren es "auf angenehmste Weise arbeitsreiche Monate". Denn er bezeichnet den Konzern als "wirtschaftlich außerordentlich erfolgreich". Damit das so bleibt, soll weiter in digitale journalistische Angebote investiert werden.

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In diesem Bereich sieht Döpfner die Zukunft des Haues. Im Brustton der Überzeugung sagt er: „Wir sind ein digitaler Verlag“. Deshalb habe man sich auch frühzeitig in diesem Bereich positioniert. Prominentester Zukauf dabei ist natürlich die Übernahme von Business Insider.

Neben dem journalistischen Potenzial der US-Amerikaner weist der CEO allerdings auch darauf hin, dass man durch den Business Insider nun einer der reichweitenstärken Digitalverlage weltweit geworden sei. „Damit stoßen wir auch bei Werbekunden auch in einer völlig neue Liga vor“.

Noch scheint das Engagement eine Investition in die Zukunft zu sein. Denn beim Business Insider geht es erst einmal um eine Steigerung der Reichweite, dann erst folgt die Monetarisierung.

Damit die Leser auch hierzulande zunehmen, hat das deutsche Angebot mittlerweile einen Starttermin: Am 16. November soll es los gehen. In Aufmachung und der Themenauswahl will sich die Chefredakteurin Christin Martens klar am US-Angebot orientieren. Aber auch deutsche Akzente setzen. „Mit viel Start-Up-Mentalität wollen wir ein neuartiges Angebot für Wirtschaftsberichterstattung in Deutschland schaffen. Wir werden viel ausprobieren, eng mit Business Insider in den USA zusammenarbeiten und auch eigene Geschichten mit Fokus auf der deutschen Wirtschaft umsetzen.“

Grundsätzlich ist für Springer der Einstieg beim US-Portal ein wichtiger Meilenstein in der Erschließung des englischen Sprachraums.

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Ein weiterer Schwerpunkt der Springer-Aktivitäten bleibt das Rubrikenangebot. Dieses digitale Standbein ist längst das wohl wichtigste wirtschaftliche Rückgrat der Berliner.

Dank der elektronischen Kleinanzeigen erhöhten sich die Einnahmen in den ersten neun Monaten um 8,9 Prozent auf 2,37 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wuchs um 8,8 Prozent von 363,9 Millionen Euro auf 396,0 Millionen Euro. Der Konzern hielt die EBITDA-Rendite wie im Vorjahr auf einem hohen Niveau von 16,7 Prozent. Zu dem starken Anstieg des Konzernüberschusses im dritten Quartal um 68,2 Prozent auf 146,9 Millionen Euro trug vor allem der Verkauf von Runtastic bei.

In der Telefon-Pressekonferenz äußerte sich Döpfner auch zum Erfolg der Anti-AdBlocker-Initiative von Bild.de. So verriet der CEO, dass rund Zwei Drittel aller AdBlocker-Nutzer bei Bild.de die Werbesperren ausgeschaltet hätten.

Damit hätte Bild.de zwar leicht an Reichweite verloren, dafür aber ein erhebliches Plus an vermarktbaren Visits erreicht. Insgesamt sollen rund drei Millionen Nutzer ihre Werbe-Blocker – zumindest für das Springer-Portal – wieder ausgeschaltet haben.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Döpfners Priorität in diesem Jahr lautet Wachstum. „Mit den Rubrikenangeboten und journalistischen Marken in Europa und zunehmend auch im englischen Sprachraum sehen wir großes Potenzial“.

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