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DuMont-Vorstand: Robert von Heusinger geht, Hütwohl und Lindemann rücken nach

DuMont-CEO Christoph Bauer (m.) mit seinen neuen Vorstandskollegen Otto ChristianLindemann (l.) und Stefan Hütwohl
DuMont-CEO Christoph Bauer (m.) mit seinen neuen Vorstandskollegen Otto ChristianLindemann (l.) und Stefan Hütwohl

Ein halbes Jahr nach dem Tod des Verlegers Alfred Neven DuMont stellt sich die Mediengruppe neu auf: Publizistik-Vorstand Robert von Heusinger wird das Haus verlassen. Für ihn rückt Interims-Manager Otto Christian Lindemann als Vorstand für "Organisation und Beteiligungen" in die Führungsriege, Stefan Hütwohl wird die Position des bereits ausgeschiedenen Finanzchefs Eberhard Klein übernehmen.

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Mit Hütwohl holt sich DuMont-CEO Christoph Bauer auf den ersten Blick einen Branchenfremden in die Führungsriege. Der Manager war zuletzt in der Agrarbranche tätig und verantwortete als CFO das Finanzgeschäft des Düngemittelherstellers Compo, zudem arbeitete er in früheren Jahren für die Deutsche Bank. Allerdings dürfte Hütwohl die Medienbranche noch aus Vermarktersicht in Erinnerung haben. Noch vor wenigen Jahren war der 50-Jährige Finance Director bei der Ströer Media AG. Bei DuMont wird er am 15. November einsteigen und zusätzlich zu seinen Aufgaben als Finanzchef auch die Unternehmensbereiche DuMont Management-Service und DuMont Druck führen.

Mit dem Antritt Hütwohls endet die Zeit von Interims-Manager Otto Christian Lindemann, der dem Vorstand aber als neues Mitglied für „Organisation und Beteiligungen“ erhalten bleiben soll. Ab dem kommenden Jahr soll der Manager, der seit 2013 Partner bei der Unternehmensberatung Ebner Stolz ist, für das Geschäftsfeld Business Information, den neu geschaffenen Verlagsdienstleister DuMont Medien-Services sowie für Sonderprojekte im Vorstandsauftrag verantwortlich zeichnen. Lindemann kennt DuMont nicht nur aus Zeiten als zwischenzeitlicher Finanz-Verantwortlicher gut. Seine Beratungsfirma ist bereits seit einiger Zeit für DuMont tätig, dort wird als Tätigkeitsschwerpunkt die „Restrukturierung von Unternehmen“ genannt. In seiner bisherigen Laufbahn ist Lindemann vor allem als Vorstandsvorsitzender der Erotikkette Beate Uhse in Erscheinung getreten. Obwohl beide Branchen nicht viel miteinander gemein haben, teilen sie sich die Hauptherausforderung: Damals wie heute zählt die Strategie für die Digitalisierung zu den wichtigsten Aufgaben beider Unternehmen.

Von Heusinger geht: Vorstandsbereich Publizistik wird aufgelöst
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Im Zuge des Vorstand-Umbaus wird Robert von Heusinger, noch einziger Journalist in der Führungsriege, das Unternehmen verlassen. DuMont und der publizistische Kopf im Vorstand würden sich „im gegenseitigen Einvernehmen“ zum Jahresende trennen, heißt es. Bis dahin soll das Redaktionsprojekt „Digitale Transformation“ abgeschlossen sein. Von Heusinger wurde erst zum November vergangenen Jahres in den Vorstand berufen. Der Wirtschaftsjournalist war zuvor Chefredakteur der Berliner Redaktionsgemeinschaft.

Als Ersatz für die Wahrung der publizistischen Werte sollen sich die beiden Herausgeber Christian DuMont Schütte und Isabella Neven DuMont vermehrt um die Tageszeitungen (u.a Berliner Zeitung, Express, Hamburger Morgenpost, Kölner Stadt-Anzeiger) kümmern.

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