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Business Insider auf Expansionskurs: jedes Jahr bis zu 200 neue Redakteure

Bringt sein Portal nun auch nach Südafrika: Business-Insider-CEO und Chefredakteur Henry Blodget
Bringt sein Portal nun auch nach Südafrika: Business-Insider-CEO und Chefredakteur Henry Blodget

Business Insider lässt keine Zweifel daran, den Markt international aufmischen zu wollen und geht weiter auf Expansionskurs: Wie COO Julie Hansen gegenüber Politico erklärt, will das Wirtschaftsportal bis 2020 auf bis zu 1300 Mitarbeiter wachsen – jedes Jahr sollen 100 bis 200 Angestellte hinzukommen. Die Finanzierung soll durch ein Paid-Content-Modell gestärkt werden, das BI für das kommende Jahr plant.

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Derzeit beschäftigt das US-Unternehmen, das kürzlich vom Medienhaus Axel Springer fast komplett übernommen worden ist, rund 350 fest angestellte Mitarbeiter, 200 davon in der Redaktion. Sollten Hansens Pläne in die Tat umgesetzt werden, könnte Business Insider bis 2020 rund 1300 Festangestellte beschäftigen.

„Wir wären gerne in Hong Kong vertreten“

Das Personal wird nicht nur in den USA gebraucht, sondern weltweit. Das Wirtschaftsportal verhandele neben den bereits angekündigten Expansionen derzeit über den Aufbau internationaler Ausgaben in vier weiteren Ländern, erklärt Hansen gegenüber Politico weiter. Um welche Staaten es geht, verriet Hansen nicht, gab jedoch einen Hinweis in Richtung Asien: „Wir wären gerne in Hong Kong vertreten.“ Das Unternehmen ist zurzeit neben den USA in sieben weiteren Ländern mit eigenen Ausgaben oder über Lizenzen präsent. Die deutsche Ausgabe, die von Axel Springers Finanzen.net-Team gemacht wird, soll im November dieses Jahres an den Start gehen. Bisher testete das Team unter Leitung von Chefredakteurin Christin Martens Social-Media-Strategien.

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Business Insider arbeitet intensiv an der Weiterentwicklung des digitalen Wirtschaftsjournalismus. Acht Jahre nach dem Start erreicht die Seite nach Comscore-Angaben monatlich rund 76 Millionen Besucher. Hansen, zuvor Managerin bei Condé Nast, erklärte im April bei einem Besuch von MEEDIA in New York, Business Insider wolle die „nächste Generation von Business-Entscheidern“ erreichen. Bereits 42 Prozent der Leser seien die so beliebten Millennials.

Für das kommende Jahr steht beim Business Insider zudem ein weiteres Großprojekt an: die Einführung eines Paid-Content-Modells. Derzeit mache BI rund 85 Prozent seines Umsatzes im Anzeigenschäft, so Politico. Hansen und Business-Insider-CEO Henry Blodget wollten zwar auch mehr Kapital aus anderen Segmenten, wie beispielsweise Veranstaltungen schlagen, jedoch sollen Nutzer – ganz im Sinne von Springer-CEO Mathias Döpfner – auch für den Content bezahlen. Wie genau das Business-Insider-Modell aussehen werde, sei noch nicht entschieden.

Auf die Attraktivität des Produkts soll auch eine Weiterentwicklung der Inhalte einzahlen. Wie es weiter heißt, will Business Insider neben der bestehenden Listicle-Strategie vermehrt auf Investigativjournalismus setzen, auf der darstellerischen Seite wollen Hansen und Blodget ihr Portal um größere Bewegtbild-Angebote ergänzen. So kündigt Business Insider bei Politico an, demnächst die erste Dokumentation mit 65 Minuten Länge auf die Seite zu stellen. Darin wird es um das Phänomen des professionellen E-Gamings gehen.

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