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Apples Zukunft: Tim Cooks ungelöstes Multimilliarden-Dollar-Puzzle

Die Welt ist nicht genug für Apple CEO Tim Cook (Foto: dpa)
Die Welt ist nicht genug für Apple CEO Tim Cook (Foto: dpa)

Es war ein solider Abschluss eines historischen Geschäftsjahres: Nie hat ein Unternehmen mehr verdient als Apple in den vergangenen zwölf Monaten bis Ende September. Dafür gebührt dem Techpionier und seinem Konzernchef Tim Cook Respekt. Doch von nun an steht der 54-Jährige vor der Jahrhundertaufgabe, aus dem iPhone weiter Wachstum herauszuquetschen – denn alles andere bedeutet für Apple den Abschwung.

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Ehre, wem Ehre gebührt:  Was Apple im Fiskaljahr 2014/15 abgeliefert hat, war – um es in den Worten von Apple-Gründer Steve Jobs zu sagen – „insanely great“. Es war im Wortsinne ein Geschäftsjahr für die Geschichtsbücher: 53 Milliarden Dollar in 12 Monaten verdient, das ist mehr als eine Milliarde pro Woche – netto, nach Steuern, verzinst in den Geldspeichern von Cupertino.

Tim Cook hat damit einen sieben Jahre alten Rekord pulverisiert: Ölmulti Exxon Mobil, mit dem sich Apple zu Beginn des Jahrzehnts ein spektakuläres Duell um den Börsenthron geliefert hat, hat der iKonzern mal eben so um 8 Milliarden Dollar distanziert. Historische Zeiten fürwahr!

Aktie reflektiert das historische Geschäftsjahr nicht

Trotzdem bekommt Tim Cook von der Wall Street für seine Heldentat nur einen lauwarmen Applaus. Lediglich um 4 Prozent legte die Apple-Aktie nach dem mit Abstand üppigsten Gewinn der Berichtssaison zu und liegt damit nur auf dem Kursniveau vom vergangenen Freitag. Google dagegen schoss letzte Woche nach Bilanzverkündung um 6 Prozent, Amazon um 7 Prozent, der frühere Rivale Microsoft sogar um 10 Prozent nach oben.

Noch ernüchternder: Selbst nach der Erleichterungsrally von gestern notiert Apple bei 119 Dollar gerade um 8 Prozent höher als zu Jahresbeginn, gleichzeitig aber noch immer zweistellig unter den Allzeithochs – und das in dem erfolgreichsten Jahr, das die Wirtschaftsgeschichte je gesehen hat und in dem Apple seine Gewinne um spektakuläre 38 Prozent steigern konnte.  Irgendetwas scheint da nicht zusammenzugehen: Ist die Wall Street schlicht stur – oder weiß sie mehr?

Apples 2015er-Wachstum ist nicht wiederholbar

Das von Apple-Fans gerne ausgeblendete Stück Wahrheit lautet: Der Applaus wird für Leistungen in der Vergangenheit verteilt. Es wird aber nicht nur ganz schwer, die Rekorde zu wiederholen, sondern auch ein Ding der Unmöglichkeit, in einer vergleichbaren Dynamik weiter zu wachsen.

Apples Fiskaljahr 2016 läuft bereits seit fünf Wochen. Ja, der Ausblick bekräftigt, dass Apple irgendwie noch wachsen kann – aber das Wachstum, mit dem sich Anleger anfreunden müssen, ist ein müder Abklatsch gegen das, was erfolgsverwöhnte Aktionäre in den vergangenen 12 bis 24 Monaten bzw. im ganzen letzten Jahrzehnt erlebt haben. Das Wachstum läuft aus – und es wird niemals in dem Maße des letzten Jahre zurückkehren. Das ist die Lehre der großen Zahlen.

Ausblick: Stagnation im Weihnachtsgeschäft 

Was Tim Cook der Wall Street 2016 anzubieten hat, ist ein Umsatzausblick auf das wichtigste Quartal des Jahres von  75,5 bis 77,5 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Umsatzwachstum von gerade noch 1 bis 4 Prozent. Im Vorjahr lag das Plus noch bei 30 Prozent. Das Gewinnwachstum könnte unterdessen fast zum Erliegen kommen, wie BTGI-Analyst Walter Pieczyk herausstellt.

Ein paar Prozent Wachstum? Das ist die neue Realität von Apple – wenn es gut läuft. Und selbst dafür muss sich Tim Cook eines Taschenspielertricks bedienen, wie wir bereits mehrfach herausgearbeitet haben. Der iPhone 6s-Verkauf wurde um eine Woche nach hinten verschoben und damit ins Weihnachtsquartal gelegt. Lagen beim iPhone 6-Launch noch die ersten neun Verkaufstage im September-Quartal, waren es beim iPhone 6s-Launch nur zwei.

iPhone 6s-Verkaufsstart verschoben, um das Weihnachtsquartal zu retten 

Bedeutet: Sieben der verkaufsreichsten Tage und damit viele Millionen neue iPhones wurden damit ins Weihnachtsquartal verschoben – alles, um die bösen Schlagzeilen vom Ende des Wachstums zu vermeiden. Dieselbe Motivation liegt auch dem früheren China-Start des iPhone 6s zugrunde, das diesmal einen Monat eher in den Handel kam. Doch die Rechnung für die Maximierung des Weihnachtsquartals kommt. Drei Monate später dürften Cook nach Adam Riese die verschobenen iPhones fehlen. Für das März-Quartal, das 2015 ebenfalls bombastisch gut ausgefallen ist, wird es Tim Cook noch schwerer haben, der Wall Street Wachstum zu präsentieren. Das haben  natürlich auch Analysten gewittert: Die Nachfrage von Sanford Bernstein-Analyst Toni Sacconaghi nach dem März-Quartal bügelte der hörbar genervte Apple-CEO barsch ab.

Die Wall Street bewertet Apple mit einem erheblichen Abschlag 

Mit dieser Bürde, gegen die Fabelwerte von 2015 anzukämpfen, wird sich Apple das ganze Jahr 2016 herumschlagen müssen. Die erste iPhone-Enttäuschung scheint nur eine Frage der Zeit. Ja, der Kultkonzern aus Cupertino besitzt die enormen finanziellen Mittel, um sich Gewinnwachstum im Maßen selbst zu kaufen. Um 5 Prozent reduziert  Apple aktuell durch seine Rückkäufe der eigenen Aktien aktuell den Freefloat und kann sich im gleichen Maße damit also das Gewinnwachstum selbst kaufen.

Doch dass Apple im Kern längst einen bedenklichen Reifegrad erreicht hat, merkt die Wall Street seit Längerem – ansonsten würde sich die Apple-Aktie in den Dimensionen von Großinvestor Carl Icahn bewegen, der ja nach der Fundamentalanalyse nicht mal abwegige Kursziele jenseits der 200 Dollar nennt.

Wenn Apple nur nach dem Marktdurchschnitt bewertet werden würde, der aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 18 liegt, müsste das Papier bei 165 Dollar notieren (Gewinn je Aktie von 9,20 Dollar x 18 = 165,60 Dollar). Viele Kursziele von Banken liegen in der Größenordnung. Und dann ist da noch der enorme Cashanteil, der selbst nach erheblichen Verbindlichkeiten für Anleihen noch bei 140 Milliarden liegt und damit  allein 20 Prozent des Börsenwertes ausmacht. Den Bargeldanteil herausgerechnet, müsste Apple bei einem KGV von 18 also bei 199 Dollar notieren – und damit in der Nähe von Carl Icahns Kursziel. Doch die Wall Street bewilligt gerade mal 119 Dollar.

Die Lehren aus dem Krisenjahr 2013

Die Geschichte lehrt: Die Wall Street hat nicht nur einen mikroskopischen Sinn für das, was kommt – sie hat vor allem immer recht. Rückblende zum Herbst 2012: Drei Jahre ist es her, dass sich die Apple-Aktie von der Performance des Gesamtmarktes abkoppelte und niemand zu fassen schien, wie der König der Börsenwelt nach dem iPhone 5-Launch von 100 Dollar auf unter 80 Dollar durchgereicht wurde.

Kaufen, kaufen, kaufen, donnerten die Analysten. Doch wer zugegriffen hat, sollte es bitter bereuen. Monate später stürzte Apple bis auf 55 Dollar ab. Die Begründung wurde in den Quartalsbilanzen alle drei Monate später nachgereicht: Apples Wachstum versiegte zunächst, stagnierte dann und ging schließlich in zweistellige Gewinneinbrüche über.

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Die Blaupause von 2013 ähnelte dem heutigen Szenario auffällig. Gerade mal um 7 Prozent konnte Apple mit dem iPhone 5s im Weihnachtsquartal noch gegenüber dem iPhone 5 wachsen. Anno 2016 wäre die Absatzsteigerung des iPhone 6s gegenüber dem iPhone 6 schon ein großer Erfolg. Zahlreiche Analysten rechnen mit Negativwachstum, Cook bestreitet das.

Die Megatrends iPhone 6 und China Mobile sind verpufft 

Aus der Dürreperiode von 2013 konnte sich Apple mit dem Zusammentreffen zweier einzigartiger Trends retten: Dem Launch endlich großer iPhones und dem seit Jahren erwarteten China Mobile-Deal. Die explosive Wirkung dieser beiden Megatrends war in der beeindruckenden Geschäftsbilanz des Fiskaljahres 2015 zu besichtigen.

Allein: Das Bilanzfeuerwerk ist seit gestern Geschichte. China Mobile läuft als Vertriebskanal weiter, die starken Absätze, die Apple von Quartal zu Quartal im Reich der Mitte eine Umsatzverdopplung beschert haben, werden nun aber zur hohen Bürde, die es zu toppen gilt.

Und dann ist da die Sache mit großen iPhone-Updates, die in der Vergangenheit alle zwei Jahre für neue Euphorie sorgten. Natürlich: Das iPhone 7 wird wieder anders aussehen als das iPhone 6 – aber es wird wohl kaum merklich größer oder kleiner werden. Der Anreiz, vom 6s oder 6 upzugraden, dürfte kleiner ausfallen als noch für Käufer des iPhone des 5s, 4s und sogar 3s.

Wird das iPhone 7 zum Selbstläufer oder Stimmungsverderber?

Das iPhone 7 könnte damit nicht nur als Selbstläufer ausfallen, das es in den vergangenen großen Generation war, sondern möglicherweise gar zum beherrschenden Stimmungsverderber des Börsenjahres 2016 werden. Wenn die Wall Street irgendwann im nächsten Frühjahr nach einem schwächeren Märzquartal den großen iPhone 7-Upgrade-Zyklus in Frage stellt, kommt Tim Cook wieder in raues Fahrwasser.

Nicht zuletzt, weil keine anderen Konzernsparten in die Bresche springen können:

Das iPad? Ist in die Bedeutungslosigkeit zurückgefallen wie der iPod nach der Zeitenwende 2008/9. Das iPad Pro dürfte zu nicht mehr taugen als einem Beweis der eigenen Leistungsfähigkeit vergleichbar mit dem Mac Pro: Toll für die Basis, relativ unerheblich für die Bilanz.

Der Mac? Hat 31 Jahre treue Dienste geleistet und verdient besonders  in den  vergangenen Jahren mit Zuwächsen in einem sinkenden Markt Beachtung. Allein: Mehr als solide Stagnation ist nicht drin. Die Mac-Sparte wird in der Bilanz für keine großen Impulse sorgen.

Die Apple Watch? Der größte Produktlaunch seit 2010 wird weiter förmlich in der Konzernbilanz versteckt. Was um alles in der Welt hat die Apple Watch, die als Hoffnungsträger gedacht war, das iPhone, aber wenigstens das iPad zu beerben, bei „Anderen Produkten“ zu suchen? Die Antwort: Mutmaßlich 2 Millionen verkaufte Exemplare sind einfach zu peinlich, um sie gesondert auszuweisen.

Die Apple Watch weiter unter ‚ferner liefen‘

Vielleicht kann Apple zu Weihnachten über 4 oder 5 Millionen Einheiten verkaufen, aber auch das würde Absätzen von gerade mal 2 Milliarden Dollar entsprechen. Im ersten Gesamtjahr dürfte es Apple damit schwer haben, mit der Apple Watch überhaupt 5 Milliarden Dollar Umsatz zu generieren – ein himmelweiter Abstand zu den euphorischen Prognosen noch vor einem Jahr.

Wie sehr helfen Apple nun 5 Milliarden in der Bilanz?  5 Milliarden Dollar entsprechen bei einem Jahresumsatz von 234 Milliarden gerade mal 2 Prozent. Selbst wenn Tim Cook in den nächsten Jahren bessere Argumente für die Apple Watch findet als nach dem schwachen Start 2015 – es scheint bereits jetzt klar, wie wenig die Smartwatch ihre Spuren in Apples Bilanz hinterlassen kann.

Dasselbe gilt in noch größerem Umfang für das neue Apple TV, die vielleicht spannendste Innovation des Produktjahres, die aber eben nur 149 oder 199 Dollar pro Gerät in die Kassen spült. Selbst bei hoffnungslos optimistischen Schätzungen von 10  bis 20 Millionen verkauften  Einheiten generiert die Set-Top-Box für Apple nur Peanuts. Und Apple Music? Bei 10 Millionen zahlenden Kunden kommt Apple auf eine weitere Umsatzmilliarde. Fair enough.

Produktneuheiten Apple Watch, Apple TV und Apple Music ohne Relevanz in Bilanz 

All das bedeutet jedoch: Selbst wenn es optimal läuft und sich alle Produktneuerungen wie geschnitten Brot verkaufen, generieren die Apple Watch, Apple TV und Apple Music auf Jahressicht kaum 10 Milliarden Dollar. Welche Bedeutung haben nun 10 Milliarden Dollar als neue Erlösströme bei einem Gesamtvolumen von 234 Milliarden Dollar?

Es ist das Äquivalent von 15 Millionen mehr oder weniger verkauften iPhones  – auf Jahressicht. Pro Quartal also der Unterschied von 3 oder 4 Millionen iPhones mehr oder weniger. Deutlicher kann man Apples Abhängigkeit von seinem erfolgreichsten Produkt aller Zeiten kaum illustrieren.

Nicht neue Produkte, nicht mal der vage Hoffnungsträger des kommenden Jahrzehnts, das iCar, das sich aus dem Stand mindestens so gut verkaufen müsste wie ein Porsche, um überhaupt irgendeine Relevanz für Apples Bilanz zu besitzen, entscheiden über Apples Schicksal – sondern ein paar Millionen iPhones mehr oder weniger.

Apple weiter komplett vom iPhone abhängig

Es wird die alles entscheidende Aufgabe der zweiten Hälfte von Tim Cooks Amtszeit als Apple-CEO sein, diese paar Millionen iPhones von Quartal zum Quartal auszureizen. Nur davon hängt Apples Zukunft ab.

Es ist ein Kampf von Upgradeprogramm zu Upgradeprogramm, von Launchverschiebungen um ein paar Tage, von der immer weiteren Optimierung der Zuliefererkette, von Rückführung von Milliarden um Milliarden an gierige Aktionäre, von Rückkäufen zum richtigen Zeitpunkt, von Befriedigung aufsässiger Großaktionäre – mit einem Wort: ein erbitterter Kampf nach den letzten Prozentpunkten, um oben zu bleiben.

Wer sich stets gefragt hat, warum Steve Jobs als letzte Amtshandlung einen Mann zu seinem Nachfolger erkoren hat, der als MBA-Absolvent und früherer IBM-Manager so ganz anders tickt als er –  hier ist die Antwort.

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Alle Kommentare

  1. Hallo,

    ich in durch Google auf diese Seite gelangt, und dabei gleich zu einer zutreffenden Analyse.

    Hier geht es nicht darum Apple grundsätzlich mies zu machen, aber Apple´s größtes Problem ist nun mal die massive Abhängigkeit von I-Phone, daran ändert auch die letztes Jahr verkündete Partnerschaft mit IBM, oder die neu entwickelte Apple Watch nichts daran.

    Ich persönlich kann dem nur zustimmen was Herr Jacobsen geschrieben hat. Jeder der sich mal wirklich mit der Apple Situation unvoreingenommen auseinandersetzt, wird zum selben Ergebnis kommen.

  2. Lieber Nils, natürlich steht unser Applepie kurz vor der Pleite und
    nur wenige wissen dies, gut dass Sie es tun, doch als alter und kritischer Äbbeluser, der schon in vielen Welten herumbaumelte (Apple 2, später umgebrannt zu 2E, Atarie 1040St, dann wieder Apple LCC, beruflich Windows NT, nebenher ein paar Jahre als Admin, desgleichen für die IBMAS400 und jetzt schnöder Ipaddler) sage ich, ich lann Sie ja verstehen manche Liebe endet on einer Enttäuschung und es gibt vieles, mit dem die Apfelheinis uns schlicht weg auf dem Zahn gehen, doch Ihre wortreiche Darstellung wirkt so einseitig tig, dass man sie nicht mehr ernst nehmen kann.
    Natürlich ist eine eine Katastrofe, dass Cupertino nur eine lächerliche Gewinnsteigerung von 31% hundert ngelegt hat und im ungeliebten 3.Q. wieder mal mehr Iphones verbimmelt hat, als Anno 2014,, natürlich ist es auch ein Skandal, dass sie nur die blamable Summe von über 200 Mrd. Döllerchen auf der hohen kannte habe, davon kann man ja kaum seine Briefmarken bezahlen, doch was soll’s, es ist halt nicht mehr.
    Mich frustet ja auch gewaltig, dass auch noch die dusselige Watch so ein Erfolg ist, sie werden rund 15-20 Mio. von diesen Handgelenkwürgern an den Arm bringen, was wird erst passieren, wenn 2016 die Watch 2 auf den Markt kommt, ci weiß, das werden sie nicht mögen, aber die würde auch den verdienstvollen Steven Jobd gefallen, der der beimder Watch I wohl noch tadelns den Kopf geschüttelt hätten, es drohen dann Verkäufe von rund 4 Mio. monatl..
    Aber ganz im Ernst Herr Jacobsen, der Börsenkurs ist eine Sache, die realen Unternehmenszahlen sind eine Andere und diese sind sensationell.
    Wenn sie wüßten, was börsianisch getrickst und geschoben wird von Giganten wie der amerikanischen Finanzindustrie, denen keiner das Wasser reichen kann, hinsichtlich des Geld olumens, dass diese bewegen.
    Goldman & Sachs und Konsorten sind auf eine Art mitreierend, jedenfalls in Kanada, den USA, GB und abgeschwächt auch in Europa.
    Was glauben sie z.B., wer die Mehrheit bei Siemesn hat.
    Im Falle von Apple wird fast jedes mal, wenn Zahlen vorgestellt wird, dieselbe Kiste gefahren, auf der einen Seite wird der Kurs mit Aktienverkäufen runtergewürgt, wobei man gar mächtig Gewinne realisiert und auf der anderen Seite, deckt man sich mit kurz- mitelfristig laufenden Optionen ein, so daa man die Aktien und einen Schnaps mehr zurück erhält.
    Hinsichtlich Ihrer Einlassungen möchte ich Ihnen anraten, „Schuster bleib bei Deinen Leisten“! Besser ist, Sie überspringen in einsichtsvoller Demut das Börsengeschehen und entsprechende Kommentare und bleiben zu Hause, bei der Hard und Softwareß. Im Falle von Apple empfehle ich das Ying-Yang Symbol intensiv zu studieren und warum ma die ausgeglichene Mitte suchen sollte.Also, lassen Sie sich endlich scheiden, damit Sie aus der Rolle des enttäuschten Liebhabers kommen und fangen von von vorne an, es gibt ja noch andere Computerkonzerne, die schöne Töchter haben 😉
    Viel Erfolg und Alles Gute wünscht Ihr Äbbel-Observer

    1. Lieber Äbbel Observer,

      ich lese Ihre nächtlichen Kommentare ja immer mit einer gewissen Erheiterung 😉

      In der Sache liegen Sie leider bei aller Ironie auch wieder einige Male daneben. Der Summe an Barreserven von 200 Mrd. Cash, die Sie anführen, stehen Verbindlichkeiten von 65 Mrd. Dollar am Anleihemarkt gegenüber. Die Barreserven liegen bei nunmehr 140 Mrd. – und schrumpfen damit. Vor einem Jahr waren es noch 155 Mrd. Und wie gut funktionieren die Aktienrückkäufe für Apple nun? Trotz der aufgewendeten 14 Mrd. in Q3 hat die Aktie 12 % an Wert eingebüßt.

      Überdies: Bei der Apple Watch werfen Sie mit ambitionierten Prognosen um sich, von den 15-20 Mio. verkauften Einheiten 2015 kann keine Rede sein. Fakt ist anno 2015: Die Apple Watch wird unter „Anderen Produkten“ versteckt und hat in den ersten beiden Verkaufsquartalen zusammen genommen max. $ 2 Mrd. erlöst und wohl kaum 5 Mio. Einheiten verkauft – nicht gerade das, was man sich vor einem Jahr vom neuen Hoffnungsträger vorgestellt hat, finden Sie nicht?

      Bzgl. der Börsenbeobachtung: Kennen Sie meine Arbeit? Schauen Sie: Hier sind 2000+ Artikel aus den letzten 7 Jahren – und in mind. jedem zweiten kommt die Börse vor:

      http://meedia.de/author/nils-jacobsen/

      Viel Spaß bei der Lektüre,

      Nils Jacobsen

  3. Sehr lesenswert! Allerdings werden wenige der Behauptungen mit Fakten unterlegt! Zum Glück ist das kein wissenschaftlicher Artikel. Von einem Journalist, der das wissenschaftliche Arbeiten an der Uni zumindest mal als Wahlfach besucht hat, erwarte ich da mehr, wenn man sich schon die Mühe macht und diesen Riesenartikel schreibt.

    1. Den 1800 Wörter langen Text haben Sie in den ersten 5 Minuten nach der Publikation sofort durchgelesen und kommen zu dem Urteil – oder stand Ihr Urteil nicht schon vorher fest? 😉 In jedem Fall: Nils Jacobsen = Apple-Analyse. Kein Bashing.

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