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Spiegel erneut auf Platz 1 der Blendle-Charts – aber nicht mit dem DFB, sondern mit Rocket Internet

Oliver Samwer: Protagonist der Spiegel-Story „In der Fabrik“ über die Methoden von Rocket Internet
Oliver Samwer: Protagonist der Spiegel-Story "In der Fabrik" über die Methoden von Rocket Internet

Zum zweiten Mal in Folge stammt der meistverkaufte Text im Journalismus-Shop Blendle vom Spiegel. Doch nicht der Nachklapp zur WM-2006-Story war der Bestseller der Woche, sondern die Berichte von Rocket-Internet-Aussteigern über die Methoden des Samwer-Startups. Der DFB-Text folgt auf Rang 5 der Charts.

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Womöglich hat der Preis eine höhere Platzierung der zweiten DFB-Story über die Vergabe der WM 2006 verhindert. 1,99 Euro verlangt Der Spiegel bei Blendle für seine großen Geschichten – deutlich mehr als das, was die anderen Verlage für ihre Texte aufrufen. Für „Schuld und Schein“, den Folge-Artikel zur DFB-Affäre, hat es damit nicht zu Platz 1, sondern nur zu Rang 5 gereicht. Die Titelstory der Vorwoche, die für so hitzige Diskussionen gesorgt hatte und Ausgangspunkt für viele weitere Recherchen war, sprang noch auf Platz 1.

Häufiger verkauft hat Der Spiegel hingegen seine Story „In der Fabrik“ über Rocket-Internet-Aussteiger, die über „cholerische Chefs, frustrierte Teams und den geplatzten Traum vom Gründersein“ berichten. Der Text von Ann-Kathrin Nezik ist damit die dritte Nummer 1 der deutschen Blendle-Verkaufs-Charts, die MEEDIA exklusiv jeweils mittwochs veröffentlicht.

Die beiden weiteren Plätze auf dem Siegertreppchen gehen diesmal an Die Zeit und die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Die Zeit erkämpfte sich mit dem Dossier „Sie nennen es Sterbehaus“ über die Krise der Deutschen Bank den zweiten Platz – mit fast 6.000 Wörtern ist der Text gleichzeitig der längste innerhalb der Top Ten. „Die Fitten und die Fetten“ heißt die Nummer 3 der Woche – ein F.A.S.-Text über die Gewichts-Schere in der Gesellschaft, die auseinander geht.

Weitere Medien in der Top Ten: die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, das Handelsblatt, der Economist und erneut Cicero. Die komplette Top Ten mit dem Hinweis, das eingeloggte Blendle-Nutzer (wie immer bei blendle.com-Links) den entsprechenden Artikel direkt mit dem Klick kaufen. Sie können ihn aber bekanntlich bei Nichtgefallen oder versehentlichem Klicken „zurück geben“ und bekommen das Geld wieder gut geschrieben.

Blendle-Top-Ten der meistverkauften deutschen Artikel vom 21. bis 27. Oktober 2015:

1. „In der Fabrik“ – Der Spiegel, Ann-Kathrin Nezik, 75 Cent
Einblicke in die schonungslose Arbeitswelt bei Start-ups von Rocket Internet

2. „Sie nennen es Sterbehaus“ – Die Zeit, Marc Brost und Andreas Veiel, 89 Cent
Ex-Vorstände der Deutschen Bank zu den Ursprüngen der Krise des Hauses

3. „Die Fitten und die Fetten“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Florentine Fritzen, 45 Cent
Wie beim Einkommen geht auch beim Gewicht die Schere immer weiter auseinander

4. „Beim ‚Sturmtrupp‘ des IS“ – Süddeutsche Zeitung, Lena Kampf und Georg Mascolo, 79 Cent
Der Deutsche Nils D., ehemaliger Kämpfer für den Islamischen Staat, im Verhör

5. „Schuld und Schein“ – Der Spiegel, Rafael Buschmann, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch, Udo Ludwig, Jörg Schmitt und Jens Weinreich, 1,99 Euro
Teil zwei der Blockbuster-Recherche zu Schmiergeldern bei der WM 2006

6. „Neues vom Hetzer“ – Der Tagesspiegel, Armin Lehmann, 25 Cent
In der Gedankenwelt eines Radikalen, dem Hassredner Akif Pirinçci

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7. „Krieg in den Browsern“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Frank Rieger, 45 Cent
Der bemerkenswerte Aufstieg von Werbeblockern, und was ihn erst möglich machte

8. „Der Leser ist schlauer, als viele denken“ – Handelsblatt, Catrin Bialek und Kathrin Witsch, 45 Cent
Mitschrift der Düsseldorfer Terrassengespräche zu Qualitätsjournalismus

9. „German Flexibility“ – The Economist, 25 Cent
Die Herausforderung und ökonomische Chance der Flüchtlingskrise für Deutschland

10. „Die Sklaven-Halterin“ – Cicero, Petra Sorge, 35 Cent
Leni Riefenstahl holte für einen Film Sinti aus einem KZ – und schickte sie wieder dorthin zurück

(Quelle des Rankings und der Artikel-Beschreibungen: Blendle)

Die Top 3 der meistverkauften Artikel aus den Ressorts Medien und Tech führt der F.A.S.-Text über Ad-Blocker an, der sich im Gesamt-Ranking auf Platz 7 findet. Zum zweiten Mal dabei: die Mitschrift des Terrassengesprächs der Verlagsgruppe Handelsblatt mit den Chefredakteuren des Handelsblatts, der Wirtschaftswoche und der Zeit zum Thema Qualitätsjournalismus:

1. „Krieg in den Browsern“ – Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Frank Rieger, 45 Cent
Der bemerkenswerte Aufstieg von Werbeblockern, und was ihn erst möglich machte

2. „Der Leser ist schlauer, als viele denken“ – Handelsblatt, Catrin Bialek und Kathrin Witsch, 45 Cent
Mitschrift der Düsseldorfer Terrassengespräche zu Qualitätsjournalismus

3. „Das Internet ruiniert unsere Gesundheit“ – Bild am Sonntag, Marie Sophie Krone und Katharina Windmaisser, 25 Cent
Kontroverses Interview mit Psychiater Manfred Spitzer zur Internetnutzung

Die nächsten Charts gibt es am kommenden Mittwoch bei MEEDIA.

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Alle Kommentare

  1. Nur zur Info: Das Startup-Magazin Berlin Valley News hat soeben ein 40-seitiges Special zu Rocket Internet veröffentlicht. Mit vielen Insights und Interviews mit Vorstand und CTO und einer Weltkarte mit Statistiken. Wer Rocket Internet detailliert kennenlernen möchte, sollte sich das Special runterladen. Es ist kostenlos.

  2. Bei der DFB Geschichte bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob dies nicht auch negativ ausgehen könnte. Mit dem Artikel hat man sich schon sehr weit aus dem Fenster gelehnt. Naja, Leser hat es jedenfalls gebracht!

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