stern stürzt am Kiosk mit „25 Jahre Einheit“ ab, Spiegel und Focus mit VW-Skandal halbwegs solide

Die Hefte 40/2015 von stern, Spiegel und Focus
Die Hefte 40/2015 von stern, Spiegel und Focus

Keine schöne Woche für den stern. Wie die neuesten IVW-Heftauflagen zeigen, war Ausgabe 40 mit dem Titel zu "25 Jahre Einheit" mit 189.330 Einzelverkäufen eins der zehn schwächsten stern-Hefte der Geschichte. Etwas besser, aber nicht richtig gut lief es für die VW-Titel von Spiegel und Focus.

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Zahlreiche Medien begleiteten den 25. Geburtstag des wiedervereinten Deutschlands mit Sondersendungen, Titelgeschichten, Aufmachern und großen Specials. Der stern gehörte dazu: „25 Jahre Einheit: Deutschland, wie geht es Dir?“ stand auf dem Cover der Ausgabe 40 – und darunter „Eine Reise in Bildern. stern-Fotografen unterwegs in einem Land der Veränderungen“. Interessiert haben sich für die Reise im Einzelhandel, also Kiosken, Supermärkten, Tankstellen, etc. nur 189.330 Leute – so viele griffen zu. Für den stern ist das der drittschwächste Wert des Jahres – und einer der zehn schwächsten überhaupt. Logischerweise wurden auch die Durchschnittszahlen von 211.800 (12 Monate), bzw. 215.300 (3 Monate) klar unterschritten. Insgesamt, also inklusive Abos, Lesezirkeln, Bordexemplaren, etc. wechselte die Ausgabe 716.214 mal den Besitzer, darunter 14.239 mal als ePaper.

Spiegel und Focus griffen unterdessen den VW-Skandal auf – mit den an die VW-Werbekampagne erinnernden Zeilen „Der Selbstmord.“ und „Das Drama.“. Auf dem Spiegel wurde dabei ein VW zu Grabe getragen, auf dem Focus hatte das VW-Logo lediglich ein paar Kratzer und Dellen abbekommen. Beide Magazine kamen ihrem Normalniveau mit den VW-Titeln näher als der stern mit seinem Einheits-Cover – erreicht haben aber auch Spiegel und Focus dieses Normalniveau nicht.

Der Spiegel kam mit „Der Selbstmord.“ auf 242.031 Einzelverkäufe, rund 2.000 weniger als im 12-Durchschnitt und fast 8.000 weniger als im 3-Monats-Durchschnitt. Der Focus landete mit „Das Drama.“ bei 73.781 Einzelverkäufen – 6.000 weniger als im Mittel der jüngsten 12 Monate und 5.000 weniger als in den jüngsten drei Monaten. Auch hier Blick auf die Gesamtverkaufszahlen: Der Spiegel landete bei 823.626 Exemplaren, darunter 53.617 ePaper, der Focus kam auf 496.921, bzw. 27.339 ePaper.

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Alle Kommentare

  1. Ist doch klar. Jetzt wo unser Land wieder zweigeteilt wird, interessiert sich doch kaum einer noch für die üblichen Homestories über Ost und West. Schnee von gestern. Die selbe Lügenpresse hat doch die Ossis in die Naziecke geschrieben, ist viel interessanter. Da können sich die linksalternativen Oberlehrer, die typische Sternklientel, doch viel besser in ihrem Gutmenschentum ausbreiten und bestätigen.
    Hell- und Dunkeldeutschland sind die Themen und unsere Eliten arbeiten schwer daran, Dunkeldeutschland extrem schnell wachsen zu lassen.
    Jetzt wo die DDR 2.0 en vogue wird, ist die Vorgängerversion out.

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