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Guter Einstand für „Schwarzach 23“ im ZDF, vorletztes „Schlag den Raab“ hinter RTL

„Schwarzach 23“ im ZDF
"Schwarzach 23" im ZDF

Samstagabend ist Krimizeit, darauf kann sich das ZDF selbst dann verlassen, wenn es den Zuschauern auf diesem Sendeplatz ein paar neue Gesichter zumutet. Zum Start war "Schwarzach 23" jedenfalls ein Erfolg bei Alt und Jung. Bei den Jüngeren duellierten sich "Supertalent" und "Schlag den Raab" – mit gewohntem Ausgang.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Samstag wissen müssen:

1. Über 5 Mio.: ZDF gelingt mit „Schwarzach 23“ der nächste Krimierfolg

Noch ’ne neue Krimiserie? Davon kann das deutsche Fernsehen nie genug haben, also sendet das ZDF seit diesem Samstag „Schwarzach 23“ mit Friedrich von Thun und Maximilian Brückner als Senior und Junior der Polizistenfamilie Germinger. Zum Auftakt waren 5,48 Mio. neugierig auf den „bayerischen Familienwestern“ mit all seinen „Irrungen und Wirrungen“ (ZDF-Selbstauskunft) – damit musste sich die neue Reihe lediglich der „Tagesschau“ im Ersten geschlagen geben (6,36 Mio.). Mit 17,9% hatte „Schwarzach 23“ im Gesamtpublikum außerdem einen klaren Vorsprung vor der Show-Konkurrenz. Und selbst im jungen Publikum kann sich der Auftakt sehen lassen (8,7% bei den 14- bis 49-Jährigen). Im Anschluss sahen ab 21.45 Uhr noch 3,67 Mio. „Der Staatsanwalt“ (Platz 6), 3,22 interessierten sich am Vorabend bereits für „Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen“ (Platz 8).

2. Stefan Raab blutet und gewinnt, aber nicht gegen „Das Supertalent“

Die 54. (und vorletzte) Ausgabe von „Schlag den Raab“ endete in der Nacht zum Sonntag mit einem Sieg für Stefan Raab, der sich beim Kampf mit seinem Herausforderer ein blutiges Kinn holte. Einmal mehr kam die Gesamtzuschauerzahl nicht über 3 Mio., sondern pendelte sich mit 2,63 Mio. ungefähr auf dem Niveau der vorigen Sendung im September ein. Im jungen Publikum lieferte sich „Schlag den Raab“ mit dem „Supertalent“ einen Wettkampf um den Tagessieg, den RTL aber letztlich für sich entschied (2,0 Mio. vs. 1,67 Mio.). In Sachen Marktanteil fällt die Bilanz wegen der unterschiedlichen Längen der Shows knapper aus: „Das Supertalent“ schaffte 20,5%, Raab kam auf 20,6%, weniger als zuletzt. Nach diesen Werten wird sich ProSieben aber trotzdem schon sehr bald zurücksehen. Noch eine Ausgabe „Schlag den Raab“ ist für den Dezember in Aussicht gestellt, in der geht es dann um 1,5 Millionen Euro.

3. „Das Supertalent“ setzt sich gegen „Verstehen Sie Spaß?“ durch, MDR punktet mit André Rieu

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Gegen das ZDF vermochten Dieter Bohlen, Bruce Darnell und Inka Bause nichts auszurichten, aber das Duell der Abendshows entschied die RTL-Jury auch im Gesamtpublikum für sich: Mit 4,43 Mio. Zuschauern ab 3 Jahren lief es wieder etwas besser als in der Vorwoche, „Verstehen Sie Spaß?“ kam im Ersten ziemlich nah ran an und schaffte 4,32 Mio. Die Marktanteile lagen bei 15,1% und 14,5%, Platz 4 und 5 waren den beiden Shows damit gewiss. Fast hätte „Verstehen Sie Spaß“ bei den 14- bis 49-Jährigen einen zweistelligen Marktanteil hingekriegt – 9,7% sind aber auch ein ziemlich guter Wert fürs Erste. Nur ganz knapp verfehlte am Abend der MDR die Top 20 mit „André Rieu – Das Sommernachtskonzert 2015“, für das sich zur Hauptsendezeit immerhin 1,73 Mio. entschieden. Um 20.15 Uhr folgte der MDR damit nach ZDF, RTL, Das Erste und ProSieben.

4. Fußball-Bundesliga erobert mit der „Sportschau“ Platz 3

Eine wesentliche Rolle spielte für viele Zuschauer am Samstag freilich die Fußball-Bundesliga, mit der das Erste dank 5,42 Mio. „Sportschau“-Fans ab halb sieben Platz 3 in der Tageswertung erklomm. Lediglich der ZDF-Krimi und die „Tagesschau“ hatten mehr Zuschauer. Der Marktanteil lag bei starken 23,5%, im jungen Publikum bei 16,8%. 1,16 Mio. 14- bis 49-Jährige bedeuten dort Platz 4. Bei Sky verfolgten am Nachmittag ab 15.30 Uhr 1,3 Mio. Zuschauer ab 3 Jahren die Konferenz (10,1%); abends hatten 470.000 das Topspiel der Woche Ingolstadt gegen Hertha BSC eingeschaltet.

5. Harry Potter kann Sat.1 auch nicht mehr helfen, RTL II schmiert ab mit „Autopsie spezial“

Sympathische Zauberlehrlinge sind auch nicht mehr die Quotengaranten, die sie früher mal waren. Zumindest gelang es Sat.1 mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban“ nur sehr mäßig, sich gegen die starke Konkurrenz zu stemmen. 880.000 Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sorgten für 9,0% Marktanteil – weniger als „Verstehen Sie Spaß?“ und nur knapp mehr als „Schwarzach 23“. „The Code“ stürzte nachher sogar auf 5,6%, wohingegen „Bülent und seine Freunde“ bei RTL mit ordentlich „Supertalent“-Schwung auf 15,1% kamen (1,15 Mio. junge Zuschauer und Platz 5). In der zweiten Liga der Privatsender sendete kabel eins unterhalb des Mittelmaßes vor sich hin: 3,7% und 4,0% für „Navy CIS“. Die Entscheidung von RTL II, drei Folgen „Autopsie spezial“ nacheinander zu senden, war ebenfalls nicht sonderlich gut (3,7%, 3,5%, 4,9%), zumal das auch „The Walking Dead“ geschadet haben dürfte (4,9%, 6,7%). Zum Auftakt der neuen Folgen war „Der V.I.P.-Hundeprofi“ mit 570.000 die meistgesehene Sendung im jungen Publikum bei Vox (7,5%), „Hitch – Der Date Doktor“ enttäuschte später mit 4,6%. Und Arte weiß Dinge über den Audience Flow, auf die sonst so schnell keiner kommen würde: Von 830.000 Zuschauern für „Die fantastische Reise der Vögel“ blieben in jedem Fall 640.000 für „Rammstein in Amerika“ und 520.000 für „Rammstein Live from Madison Square Garden“ übrig.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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