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Dreister Content-Klau: Fake-Seite stellt Bild-Plus-Inhalte gratis online

Bild-Online-Chef Julian Reichelt und die Piratenseite.
Bild-Online-Chef Julian Reichelt und die Piratenseite.

Wenn Focus-Online-Chef Daniel Steil ein "digitaler Hühnerdieb" ist, weil er – wie Bild-Online-Chef Julian Reichelt ihm regelmäßig vorwirft – Bezahl-Inhalte von Bild für die eigene Berichterstattung stehle, dann wurde Bild.de nun der ganze Hühnerstall geklaut. Ein Blogger entdeckte eine Seite, die nicht nur Bilds Bezahlinhalte 1:1 übernimmt, sondern sich auch an Logo und Bildern bedient – ein Fall für die Springer-Juristen.

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Die Paid-Content-Verfechter der Bild dürften außer sich sein: Wie das Blog toptestsieger.de entdeckt hat, bedient sich ein unbekannter Seitenbetreiber an den Inhalten des Bezahlangebots von Bild.de. Auf einer Fakeseite veröffentlicht der Klon unter dem Original-Logo von Bild Plus die originalen Artikel samt Fotos – lediglich das Layout der Springer-Marke hat der Abklatsch nicht übernommen.

Laut Domain sitzen die Betreiber des Bild-Plus-Klons offenbar in den USA. Die genauen Beweggründe sind unbekannt. Um eine Protestaktion, weil Bild seit jüngster Zeit Adblocker-Nutzer aussperrt, handele es sich offenbar nicht, so toptestsieger, weil die Domain bereits vor einigen Monaten registriert worden sei. Die Seite, die eine gute Sichtbarkeit bei Google haben soll, wirbt damit, die kostenpflichtigen Inhalte gratis anzubieten.

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Es liegt auf der Hand, dass sich Axel Springer den dreisten Content-Diebstahl nicht gefallen lassen will. So heißt es aus der Springer-Zentrale: „Wir wehren uns juristisch gegen den Diebstahl unserer Inhalte. Journalismus ist wertvoll und kostet Geld. Wer die Ergebnisse unserer journalistischen Arbeit stiehlt, muss mit juristischen Konsequenzen rechnen.“

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Alle Kommentare

  1. „Journalismus ist wertvoll und kostet Geld. Wer die Ergebnisse unserer journalistischen Arbeit stiehlt, muss mit juristischen Konsequenzen rechnen.“ Wer einmal die vier Seiten AGB durchgelesen hat, die Friede Springer mit jeder Honorarabrechnung an freie Journalisten verschickt und mit denen sie geltendes Urheberrecht schlicht ignoriert, weiß, dass das Bleichgesicht mit gespaltener Zunge spricht

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