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Q3-Bilanz: eBay verblüfft Wall Street nach PayPal-Abspaltung

ebay-Chef Devin Wenig
ebay-Chef Devin Wenig

Es läuft auch allein ganz gut: Im ersten Quartal nach der Abspaltung von der Bezahltochter PayPal konnte eBay die Wall Street fast wie in alten Tagen begeistern. Die Aktie legte nach Handelsschluss um mehr als 8 Prozent zu. Auch wenn die Geschäfte leicht schrumpfen, verdient der Online-Auktionator immer noch mehr als eine habe Milliarde Dollar pro Quartal.

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3,2,1: Neustart! Im ersten Quartal nach der Trennung von der Bezahltochter PayPal, die im Juli als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht wurde, konnte eBay ein besseres Zahlenwerk als von der Wall Street erwartet vorlegen.

Statt der erwarteten Umsätze von 2,09 Milliarden Dollar erlöste das weltgrößte Online-Auktionshaus zwischen Anfang Juli und Ende September 2,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie entwickelte sich mit 43 Cent je Anteilsschein ebenfalls besser als von Analysten erwartet, die noch mit 40 Cent je Aktie gerechnet hatten.

„Wir haben solide Ergebnisse in einem Quartal eingefahren, in dem wir eine komplexe Trennung hinter uns haben“, kommentierte der neue CEO Devin Wenig, der dem langjährigen Konzernchef Donahoe nachfolgte, die Konzernbilanz nach der Unternehmensaufteilung.

eBay ohne Paypal auf Schrumpfkurs
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Unterm Strich verdiente eBay im abgelaufenen Quartal immer noch 529 Millionen Dollar – und damit ein Vielfaches von Einzelhandelsrivale Amazon. Allerdings: Die Geschäfte entwickeln sich rückläufig. Der Nettogewinn schrumpfte im Vergleich zum Konzernergebnis im Vorjahr um immerhin 50 Millionen Dollar oder neun Prozent. Auch die Umsätze befinden sich inzwischen um zwei Prozent im Rückwärtsgang.

Anleger störten sich daran allerdings nicht und schickten die eBay-Aktie nachbörslich um mehr als acht Prozent nach oben. Ein Grund für die Börseneuphorie: eBay hob seine Prognose für das Gesamtjahr an und rechnet nun damit, 2015 einen Gewinn je Aktie zwischen 1,80 und 1,82 Dollar einzufahren.

Trotzdem spielt der Internet-Dino im Vergleich zur abgespalteten Bezahltochter an der Börse inzwischen eine untergeordnete Rolle: eBays Börsenwert von 32 Milliarden Dollar liegt deutlich hinter PayPal, das mit knapp 43 Milliarden Dollar bewertet wird. Paypal vermeldet in einer Woche seine erste Konzernbilanz als eigenständiges Unternehmen.

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