Neuer Rekord für den Dortmunder „Tatort“, Jauch mit den meisten Zuschauern seit Februar

Die „Tatort“-Ermittler aus Dortmund
Die "Tatort"-Ermittler aus Dortmund

So viele Menschen sahen den Dortmunder "Tatort" noch nie: 9,69 Mio. waren es beim "Kollaps" am Sonntagabend. Direkt danach punktete auch "Günther Jauch". Seine Show zum Thema "Pöbeln, hetzen, drohen - wird der Hass gesellschaftsfähig?" sahen 5,54 Mio. - so viele wie seit Februar nicht mehr. Grandiose Zahlen gab es am späten Abend für die NFL auf ProSieben Maxx.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Sonntag wissen müssen:

1. Rekord für den Dortmunder „Tatort“, 10-Monats-Hoch für Jauch

Das Thema Ausländerkriminalität und Ausländerhass traf am Sonntagabend offenbar den Nerv vieler Zuschauer. Der „Tatort: Kollaps“ lockte um 20.15 Uhr 9,69 Mio. Leute an – so viele wie nie seit dem Start des Dortmunder Teams im September 2012. Der Marktanteil lag bei grandiosen 27,0% und auch im jungen Publikum war der Krimi die klare Nummer 1 – mit 2,95 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 22,3%. Im Anschluss war auch „Günther Jauch“ extrem stark: Mit dem Thema „Pöbeln, hetzen, drohen – wird der Hass gesellschaftsfähig?“ und u.a. dem AfD-Mann Björn Höcke als Gast erreichte Jauch 5,54 Mio. Menschen – so viele wie seit Februar nicht mehr. Der Marktanteil lag bei 18,8%.

2. Herausragende Zahlen für die NFL auf ProSieben Maxx

Als grandios stellt sich immer mehr die Idee heraus, den gesamten Sonntagabend von ProSieben Maxx mit NFL-Football zu füllen. Schon am Vorabend und in der Prime Time lief es mit dem Spiel Cincinnati Bengals vs. Buffalo Bills hervorragend: 300.000 14- bis 49-Jährige sahen z.B. im zweiten Quarter zu – 2,5%. Am späten Abend ging es dann aber extrem nach oben – auf Marktanteile, die eher auf Sat.1- oder ProSieben-Niveau liegen als auf ProSieben-Maxx-Niveau. Noch 300.000 14- bis 49-Jährige waren nach Mitternacht im letzten Viertel der Partie Carolina Panthers vs. Seattle Seahawks dabei – unglaubliche 8,7%. Zum Vergleich: Normal waren für ProSieben Maxx in den jüngsten Monaten 1,1% bis 1,2%.

3. Free-TV-Premieren von RTL und ProSieben klar unter Soll

Zu den Verlierern des Abends gehören die Hollywood-Filme auf RTL und ProSieben. Obwohl beide Sender mit „After Earth“ und „Parker“ Free-TV-Premieren im Programm hatten, waren sie selbst im jungen Publikum völlig chancenlos gegen den „Tatort“. Nut 1,54 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen „After Earth“ bei RTL, 1,28 Mio. „Parker“ bei ProSieben. Die Marktanteile von 11,9% und 10,2% sind unbefriedigend. Sat.1 kam mit „Navy CIS“ um 20.15 Uhr unterdessen auf 10,3%, mit „Navy CIS: L.A.“ danach auf 9,6% und mit „Scorpion“ um 22.15 Uhr auf 9,7%.

4. Toller Staffelstart für „Grill den Henssler“, RTL II punktet mit „Zurück in die Zukunft“

Während RTL und ProSieben unter dem Soll blieben, gibt es bei Vox und RTL II Grund für Jubel. So liefen bei Vox die neuen Folgen von „Grill den Henssler“ mit tollen Marktanteilen an. 2,16 Mio. Gesamt-Zuschauer entsprachen 7,2%, 1,05 Mio. 14- bis 49-Jährige sogar 9,4%. Damit startet die neue Staffel so stark wie die vorige endete. Ähnlich erfolgreich war RTL II am Sonntagabend – mit dem mittlerweile 30 Jahre alten Klassiker „Zurück in die Zukunft“: 1,06 Mio. 14- bis 49-Jährige sahen zu – stolze 8,5%. Unter die Räder kam hingegen der „Knochenbrecher“ Tamme Hanken bei kabel eins: 490.000 junge Zuschauer reichten nur für 3,8%, der Doku-Soap geht nach guten Quoten vor einigen Wochen nun offenbar etwas die Luft aus.

5. Julia Leischik besiegt „Schwiegertochter gesucht“-Finale

Am Vorabend hieß der Sonntags-Sieger unterdessen Sat.1. 3,65 Mio. Leute entschieden sich um 18.55 Uhr für „Julia Leischik sucht: Bitte melde dich“ – ein Marktanteil von 12,5%. Selbst das Finale von „Schwiegertochter gesucht“ landete dahinter – mit 3,48 Mio. und 11,5%. In der jungen Zielgruppe gewann RTL gegen Sat.1: mit 15,5% zu 13,1%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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Alle Kommentare

  1. Vielen Dank für Ihren Versuch, darauf hinzuweisen, dass auch die Demokratie hier nicht zu kurz kommen darf, auch wenn mir (vielleicht) die Meinung des Anderen nicht passt.
    Als (ehemaliger) Hamburger habe ich da ganz anderes in Erinnerung: Wenn sich wieder einmal der linke Pöbel zu Ostern und zum 1. Mai zu Tausenden auf die Socken machte (Bambulle), war es an der Tagesordnung, dass zahlreiche Polizisten und Unbeteiligte verletzt wurden.
    Wenn es jetzt umgekehrt bei der Pegida läuft. können es die Linken und Grünen kaum abwarten, wieder einmal „tatkräftig“ mitzumischen und teilweise auch vor Gewalt nicht „einzuschreiten“.

    Das habe ich in Hamburg seinerzeit nicht erlebt. Ganz im Gegenteil: Teilweise kam es zu Verbrüderungen und Solidarisierungen – und die jeweilige Regierungspartei sparte hinterher nicht mit Vorwürfen an den polizeilichen Maßnahmen.

    Es sollten sich alle Demonstranten (ob links oder rechts) darauf beschränken, sachlich aufzutreten.
    Dann klappt’s auch mit den (neuen) Nachbarn! Den Einheitsbrei (speziell der Grünen…) kennen wir ja zur Genüge, die sollte sich wieder mit ihrer Veggi-Politik befassen. Zu mehr reicht es bei denen ja ohnehin schon seit langer Zeit nicht mehr.

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