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Magazin-Promotion im KaDeWe: Schlange stehen für ein Foto mit der echten Babara

Großer Andrang beim „Live-Cover“-Termin für die neue G+J-Zeitschrift
Großer Andrang beim "Live-Cover"-Termin für die neue G+J-Zeitschrift Foto: Franziska Krug für G+J

Ein Foto mit Barbara, bitte: Zum Verkaufsstart von Gruner + Jahrs neuer Wunderwaffe unter den Frauenmagazinen trat Namensgeberin Barbara Schöneberger im KaDeWe in Berlin auf. Fans und künftige Leserinnen hatten die Möglichkeit, mit ihr aufs Cover zu kommen. Nur erscheinen wird keine der Titelseiten.

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Von Tatjana Kerschbaumer

BarbaraSchoeneberger_Copyright FranziskaKrug

Barbara Schöneberger mit Barbara beim Foto-Shooting im Kaufhaus des Westens

Barbara am Erscheinungstag in Berlin zu promoten, war für G+J ein simpler Entschluss. Der Verlag sitzt zwar in Hamburg, Schöneberger aber ist ein echtes Berliner Kindl und dementsprechend bekannt und begehrt in der Stadt. KaDeWe, sechster Stock, die Feinkostabteilung des Kaufhauses, gerne auch „Fressmeile“ genannt: Eine Stunde lang war der Auftritt von Schöneberger am Donnerstag Mittag dort angesetzt. Wie, Feinkostabteilung? Naja: Außer den engagierten Bratern und Brutzlern der obersten Etage befindet sich dort auch ein gut sortierter Zeitschriftenkiosk, in dem G+J eine rosa Bühne aufgebaut hatte – passend zum rosa Cover der Erstausgabe.

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Schöneberger nahm’s mit Humor: „Ich wollte schon immer mal neben der Käsetheke auftreten“. Jetzt aber flott anfangen mit der Knipserei – sie habe sich zwar nichts anderes vorgenommen für heute, aber eigentlich sei ihr noch die Eröffnung eines Autobahnabschnittes angeboten worden. Schöneberger, das hat G+J ganz richtig erkannt, ist eine sympathische, quirlige Rampensau, die den Umstehenden sofort das Gefühl gibt, „eine von ihnen“ zu sein. Auch im feinen KaDeWe. Aber Schöneberger wirkt vor allem live. Ob sie als Figur ein Magazin tragen kann, steht auf einem anderen Blatt. Ein bisschen prophylaktische Werbung konnte deshalb nicht schaden: „Wir wären schon mal sehr
beruhigt, wenn Sie diese Ausgabe kaufen würden. Und vielleicht auch die nächste und die übernächste.“ Im gesamten Kaufhaus waren junge Frauen unterwegs, die bei Kunden nachfragten, ob Interesse an einem Foto mit Barbara Schöneberger bestehe. Es bestand, vermutlich hätten die Promoterinnen gar nicht so viel Akquise betreiben müssen.

Im Minutentakt, manchmal noch schneller, durfte jeder, der wollte mit Barbara aufs Podium. Drei Fotos, zack, der oder die Nächste: Viel Zeit für Smalltalk blieb zwar nicht, Schöneberger schaffte es trotzdem bei fast jedem, ihm ein nettes Wort zu widmen. Nur einmal stutzte sie: Als ein sehr hartgesottener, männlicher Verehrer aus seiner Aktentasche mehrere Bilder zu Signaturzwecken zauberte. „Bin ich da schwanger?“ Stirnrunzeln. Sie signierte trotzdem. Erwartungsgemäß wollten vor allem Frauen mit ihr auf das Cover-Foto. Ihrer Einschätzung nach ein Erfolg: „Das waren doch viele, die zu unserer Zielgruppe gehören.“ Anschließend konnten sich die Fans ihr Bild an einem Drucker abholen, der allerdings etwas überlastet war. Er druckte zwar, aber nicht so schnell, wie fotografiert wurde. 50 Barbara-Models standen zeitweise in der Schlange und warteten auf ihren Ausdruck. Kurzer Foto-Stop. Da die Fotos aber vor der aktuellen November-Titelseite geschossen wurden, bleibt es bei einer schönen Erinnerung. Aufs Cover kommt niemand, der im KaDeWe neben Schönberger posierte. Wobei manche Personen durchaus Potential gehabt hätten: Etwa die Oma in flauschigen, weißen Winterstiefeln oder die KaDeWe-Angestellte „Frau Behnke“, die sich samt Namensschild und Uniform für Barbara kurz von ihrer Schicht gelöst hatte.

Die folgenden Cover ziert dennoch wieder Barbara Schöneberger alleine. Das zweite ist bereits geschossen, für die dritte Ausgabe ist der Fototermin im Dezember. Nur nicht in der Feinkostabteilung.

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Alle Kommentare

  1. So ein Foto mit Barbara Schöneberger ist natürlich viel besser als ein Foto mit einem langweiligen Geo- oder stern-Redakteur… Jäkels Boulevard-Strategie scheint (kurzfristig) aufzugehen.

  2. nur.zur Kenntnis.B.Schoenberger ist kein Berliner Kindl.Sie wohnt nur dort.Es geht doch nix ueber ne gute Recherche.Gruss

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