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„Hören Sie auf, Fotos Ihrer Kinder zu posten!“: Der Facebook-Coup der Polizei Hagen

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Panikmache funktioniert bei Facebook besonders gut. Das weiß spätestens jetzt auch die Polizei aus Hagen. Die Ordnungshüter posteten beim US-Netzwerk ein Kinderbild mit der klaren Botschaft: "Hören Sie auf, Fotos Ihrer Kinder zu posten!“. Die Folge ist ein Viral-Hit sondergleichen.

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Stand Donnerstagmorgen wurde das Bild über 185.000 mal geteilt, es sammelte über 108.000 Likes und mehr als 3.300 Kommentare. Zwei Artikel von Bild.de und Wunderweib über die Aktion der Polizei gehörten – laut 10.000 Flies –  am Dienstag zu den erfolgreichsten Stücken in den sozialen Netzwerken.

Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten! – Auch Ihre Kinder haben…

Posted by Polizei NRW Hagen on Dienstag, 13. Oktober 2015

In dem Text schreibt die Polizei unter anderem:

Auch ihre Kinder haben eine Privatsphäre. Kinderfotos haben in sozialen Netzwerken grundsätzlich nichts zu suchen. Denn das Internet „vergisst“ nichts.

Zeigen Sie die Bilder von Ihren Kleinsten der Oma, dem Opa, der Tante, dem Onkel, Freunden und Bekannten lieber persönlich. Es ist doch auch viel schöner, gemeinsam darüber zu sprechen und zu schmunzeln.

Tatsächlich machen es sich die Ordnungshüter mit dieser platten Botschaft sehr einfach. Differenziert geht anders. Das gesamte Posting ist nah an schlichter Panikmache.

Von ihrem Erfolg scheinen die Polizisten allerdings begeistert zu sein. So heißt es am Ende des Postings: „Das Thema scheint zu bewegen. Bisher konnten wir über 11 Millionen Menschen mit dieser Nachricht erreichen. Gut so!“

Die Hagener sind keine Facebook-Anfänger. Bereits im Juni gelang ihnen mit der Facebook-Botschaft, dass Eltern ihren Kinder nicht mit der Polizei drohen sollten, ein Viral-Hit.

Bei so viel Gespür für mega-erfolgreiche Facebook-Postings, müsste es – zumindest in Hagen – bald heißen: Die Polizei, Freund, Helfer und jetzt auch Viral-Schleuder.

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Alle Kommentare

  1. hat die Polizei diesen letzten Abschnitt im grauen Kasten tatsächlich gepostet? Oder ist das von euch und euer Layouter hat noch geschlafen.

  2. Wieso macht es sich die Polizei zu einfach? Ich kann jeden Satz darin unterschreiben – als Vater von zwei inzwischen großen Kindern!

  3. Was für ein unnötiger Artikel hier? Ist der Hass auf die Polizei so groß, dass ihr sogar eine absolut positive Botschaft, wie die in diesem Facebook Beitrag, als negativ abstempelt. Selten so einen Blödsinn gelesen wie diesen Artikel.

    Nicht nur, dass der Artikel völlig unnötigt ist, es wird der Beitrag der Polizei als platt abgestempelt, jedoch nicht einmal begründet wieso (?!) und dann noch der lächerliche Zusatz „Panikmache“ angehängt.

    Dass der „Journalist“ (haha..) noch nie eine Uni von innen gesehen hat dürfte wohl klar sein, dass so etwas aber von einem erwachsenen Menschen geschrieben und veröffentlicht wird, ist ein Armutszeugnis.

    Wenn ihr keine Argumente geben könnt, dann lasst den Artikel doch gleich bleiben, selten so etwas unprofessionelles gelesen. Ich schlage vor der Autor oder die Autorin lädt mal zehn eigene Kindernacktfotos hoch und überlegt dann wie er/sie sich fühlt wenn das die Runde macht und obendrein noch dazu in falsche Hände gelangt.

    Differenziertes Denken – bei MEEDIA unbekannt.

  4. „Tatsächlich machen es sich die Ordnungshüter mit dieser platten Botschaft sehr einfach. Differenziert geht anders. Das gesamte Posting ist nah an schlichter Panikmache.“

    Wo, bitte schön, bleibt Ihre Differenzierung? Einfach mal „platt“ und „sehr einfach“ einen deutlichen Hinweis zum Nachdenken niedermachen – das „geht anders“. Hier macht es sich Ihre Redaktion „sehr einfach“. Insbesondere, weil sie auch keine alternative Empfehlung parat hat. Etwas intensive Recherche zu dieser Thematik ist da sicher sehr hilfreich.

  5. das bei facebook kinder unter 13 jahren eigentlich nicht zugelassen sind, könnte ja darauf hinweisen, das facebook selber der meinung ist, das kinder mit unter nicht begreifen, welche auswirkungen diverse posts auf deren zukunft haben könnte.
    find ich; wenn von facebook auch bestimmt nicht bewusst eingeplant; gut.und dann kommen die eltern und preisen ihr „bestes stück“ mit all seinen vorlieben und nachteilen. wenn es geht noch mit anschrift und schulwegbeschreibung.
    hallo? wo ist das bitteschön panikmache?
    an hand der daten welche allein schon auf facebook großzügig angeboten werden und diversen suchen im netz, kann man sich komplette profile erstellen und; ich will mal nicht hoffen; eigene interessen mit diesen datenprofilen verfolgen.

    ich würde dies eher in die schublade „straftaten vorbeugen“ verfrachten. aber soweit können manche ja scheinbar nicht denken.

    LG

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