Bild.de sperrt AdBlocker-Nutzer aus: keine Werbung, kein Content

Die treibenden Kräfte hinter der AdBlocker-Initiative: Bild.de-Chefredakteur Julian Reichelt und Bild-Geschäftsführerin Donata Hopfen
Die treibenden Kräfte hinter der AdBlocker-Initiative: Bild.de-Chefredakteur Julian Reichelt und Bild-Geschäftsführerin Donata Hopfen

Konsequenter Schutz des Geschäftsmodells oder reiner Trotz? Bild.de startet ein Experiment, auf das die Branche mit höchstem Interesse blicken wird. Ab dem heutigen Dienstag verweigern die Berliner Nutzern von AdBlockern alle Inhalte. Wollen die Werbemuffel künftig eine Bild-Story lesen, müssen sie entweder ihren Blocker ausstellen, Bild.de „whitelisten“ oder ein neues, spezielles Abo abschließen. Kostenpunkt: 2,99 Euro pro Monat.

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Das neue Abo-Modell hört auf den Namen „Bildsmart“ und garantiert eine „nahezu werbefreie“ Seite, die zudem bis zu 50 Prozent schneller laden soll.

Klipp und klar erklären die Berliner sonst: „Wer den Adblocker nicht ausschaltet oder nicht zahlt, kann ab sofort keine Inhalte mehr auf Bild.de nutzen.“

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Alle Nutzer mit aktivierten Werbe-Blockern sehen nun beim Besuch von Bild.de die Aufforderung, das PlugIn auszuschalten oder das neue Abo abzuschließen. Dabei muss es aber auch nicht bleiben. Denn die Berliner können sich auch vorstellen, weitere Maßnahmen zu testen. Explizit meinen sie damit die Einbindung der sogenannten „Adblocker Wall“. Darunter verstehen sie ein Fenster, das Leser mit eingeschaltetem Adblocker an unterschiedlichen Einstiegsstellen auf dem Boulevard-Portal über die Bildsmart-Option informiert.

Die Anti-Adblocker-Kampagne ist erst einmal ein Test – allerdings ohne klar definiertes Ende.

„Auch im Netz müssen sich journalistische Angebote über die beiden bekannten Erlössäulen, nämlich Werbe- und Vertriebseinnahmen, finanzieren, um weiterhin unabhängigen Journalismus zu bieten“, erklärt Donata Hopfen, Vorsitzende der Verlagsgeschäftsführung Bild-Gruppe. Die Verlagsmanager sehen durch das zunehmende Adblocker-Angebot die Werbe-Erlöse für alle Anbieter von Online-Journalismus gefährdet.

Ganz ohne Vorwarnung kommt der Schritt von Springer nicht. Die Berliner hatten gerade erst eine Klage gegen den Adblocker-Anbieter Eyeo angestrengt und verloren. Gegen den Richterspruch des Kölner Landgerichts legten sie bereits Berufung ein. Tatsächlich hält der Verlag das Geschäftsmodell von Adblocker-Anbietern für rechtswidrig. „Dies gilt sowohl für das Unterdrücken von Werbung auf Verlagswebseiten als auch für das Angebot des ‚Whitelisting’, bei dem sich Publisher von der Werbeblockade freikaufen können, ein aus Sicht von Axel Springer erpresserisches Vorgehen“, heißt es in der Mitteilung des Verlages.

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Alle Kommentare

  1. War auch täglich bei BILD.de. Seit dem Adblocker denke ich aber: DANN HALT NICHT!!!
    Hab jetzt umgestellt auf Focus.de. Da erhalte ich die wesentlichen Ereignisse des Tages (ohne die flackernden seitenumspannenden Werbe-Einblendungen).
    Wenn BILD nicht will, dann wollen wir eben auch nicht mehr!

  2. Was für eine vera….. habe keinen Werbeblocker und kann die Seite trotzdem nicht öffnen. Na egal so schiesst man sich auch ins Abseits. Und nun hole Ich mir meine Nachrichten halt woanders janz einfach.-) Tschau Bildchen

  3. Alle beschimpfen Bild.de weil Sie nur Blödsinn schreiben. Mich würde Interessieren warum die meisten Bild.de oder Bild Zeitung lesen, hat schon mal einer gesehen das da Malware Seiten auftauchen wie zum beispiel cdn.adspirit.de

  4. Bei mir blockiert es weiterhin obwohl ich alle Adblocker deaktiviert habe.
    Finde ich eigentlich aber gut so denn auf Bild.de gibts eh nix wirklich interessantes ! Finde ich gut das die sich selber Absperren/Einsperren. So gehört sich das 😛

  5. Ich braucht Werbung zur Finanzierung obwohl ganz Deutschland und Teile von Europa die Bild Zeitung ließt ? Ich habe mich entschlossen, ich verzichte auf die Bildzeitung. Werbung ist bei mir Grundsätzlich verboten, weil ich meine Entscheidungen beim Einkauf selber treffe.

  6. Kein Bild Artikel mehr ? Da ist doch Toll. Es gibt genug seriöse Online Alternativen.
    Bei Bild gibt es doch nur Werbung. Alles andere ist erraten, gelogen, übertrieben usw.

  7. Ich habe das I-Pad da bekomme ich wenn ich will immer die Bildzeitung,
    Aber diese Zeitschrift brauch man wirklich nicht,Bid ist Richter über Deutschland

  8. in dem sinne.. mach kaputt was dich kaputt macht. am ende aber hat doch der nutzer den längeren hebel. das käsblatt hat ja ohnehin schon das niveau einer Bravo erreicht.

    Viel erfolg weiterhin und Leben sie wohl ‚Bild.de‘

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