RTL freut sich über zuschauerstärkste EM-/WM-Quali seit 14 Jahren

RTL-Fußball-Team Jens Lehmann, Florian König und Marco Hagemann (v.l.n.r.)
RTL-Fußball-Team Jens Lehmann, Florian König und Marco Hagemann (v.l.n.r.)

Fernsehen Der Kauf der TV-Rechte für die EM- und WM-Qualifikationsspiele der deutschen Fußballnationalmannschaft hat sich für RTL quotentechnisch ausgezahlt. Die EM-Qualirunde 2014/15 hat dem Sender die höchsten Zuschauerzahlen aller Qualifikationswettbewerbe seit 2000/01 beschert. Fast 11 Mio. sahen die zehn Spiele insgesamt im Durchschnitt.

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Zum Schluss gab es die stärkste Zahl der gesamten zehn Spiele. 12,69 Mio. sahen am Sonntagabend den knappen Sieg gegen Georgien trotz „Tatort“-Konkurrenz. Die Tatsache, dass es bis zum Schluss knapp war und vor dem Georgien-Match noch nicht entschieden war, ob sich das deutsche Team direkt für die EM 2016 in Frankreich qualifiziert, hat der Quote sicher nicht geschadet.

Acht der zehn Spiele landeten zwischen September 2014 und Oktober 2015 über der 10-Mio.-Marke. Nicht geschafft haben das lediglich die beiden Matches gegen Gibraltar, hier war die Spannung offenbar ganz einfach zu gering. 9,64 Mio. und 8,64 Mio. Fans waren aber auch bei diesen beiden Partien dabei. Die größten Zahlen gab es abseits der 12,69 Mio. vom Georgien-Spiel für die Matches in Schottland (11,97 Mio.), in Georgien (11,62 Mio.), in Irland (11,24 Mio.) und gegen Irland (11,11 Mio.). Irland und Georgien waren also interessanterweise die publikumsstärksten Gegner, nicht Polen.

Mit einer Durchschnittszahl von 10,94 Mio. Fans erreichten die zehn Spiele also die besten Qualifikations-Quoten seit 14 Jahren. Zum Vergleich die Zahlen des deutschen Teams bei den Quali-Turnieren seit dem Jahr 2000:

EM 2014/15: 10,94 Mio.
WM 2012/13: 10,58 Mio.
EM 2010/11: 10,82 Mio.
WM 2008/09: 9,44 Mio.
EM 2006/07: 10,49 Mio.
EM 2002/03: 9,80 Mio.
WM 2000/01: 11,46 Mio.
Die WM-Qualifikation 2004/05 fand ohne deutsche Beteiligung statt, da Deutschland als Ausrichter der WM 2006 automatisch qualifiziert war.

Die WM-Qualifikation 2000/01 lag auch nur aus einem Grund vor der EM-Quali 2014/15: Damals musste das deutsche Team als Gruppenzweiter hinter England in zwei Entscheidungsspiele gegen die Ukraine, die 13,64 Mio. und 17,80 Mio. einschalteten. Ohne diese Playoffs läge auch diese Qualifikationsrunde hinter der aktuellen.

Natürlich beflügelte auch die Euphorie nach dem WM-Titel im Sommer 2014 die Quoten der jetzigen EM-Qualifikation. Für RTL war der Titel somit ein Glücksfall. So sahen 10,88 Mio. das erste Quali-Match gegen Schottland, vor zwei Jahren waren es beim ersten WM-Quali-Spiel gegen die Färöer Inseln noch 3 Mio. weniger. Da RTL ein jüngeres Publikum als Das Erste und das ZDF hat – die beiden Öffentlich-Rechtlichen zeigten bisher die Qualifikationsrunden -, ging es in der jungen Zielgruppen sogar noch stärker nach oben: Insgesamt sahen die zehn Spiele 360.000 Leute mehr als vor zwei Jahren, bei den 14- bis 49-Jährigen sogar 390.000. Hier gab es mit 4,07 Mio. Fans ebenfalls den besten Wert seit 14 Jahren.

Einziger Wermutstropfen für RTL: Bis zum Start der nächsten Qualifikationsrunde, der zur WM 2018, dauert es noch fast ein Jahr. Ein Jahr, in dem Zuschauerzahlen von mehr als 10 Mio. nun wieder Mangelware bei den Kölnern sein werden.

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