Nach diesem TV-Interview muss man froh sein, dass Sigmar Gabriel nicht Bundeskanzler ist

Mit einer Extra-Ladung Testosteron: Journalistinnen-Schreck Sigmar Gabriel
Mit einer Extra-Ladung Testosteron: Journalistinnen-Schreck Sigmar Gabriel

Fernsehen Er hat es wieder getan. SPD-Chef, Wirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel hat erneut eine Top-Journalistin des ZDF in einem TV-Interview unangenehm arrogant runtergeputzt. Zielscheibe von Gabriels neuer Arroganz-Attacke war diesmal Bettina Schausten in “Berlin direkt”. Das Interview wies Parallelen auf zu seinem Auftritt gegenüber Marietta Slomka vor zwei Jahren.

Werbeanzeige

Damals befragte Marietta Slomka den SPD-Chef zum Mitglieder-Entscheid über den Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU. Das denkwürdige Gespräch ging als Krawall-Interview in die jüngere Medienhistorie ein. Sigmar Gabriel, zugeschaltet von einer SPD-Regionalkonferenz im hessischen Hofheim, gab sich herablassend, unverschämt und provozierend. Fragen nach verfassungsrechtlichen Bedenken gegen den Mitgliederentscheid bügelte er als “Quatsch” ab. Nachfragen von Marietta Slomka waren für ihn “Blödsinn”. Und schließlich unterstellte er ihr noch, SPD-Politiker in Interviews schlecht zu behandeln, dabei war er es, der sich als Interview-Rüpel aufblies.

In der Rezeption des Slomka-Interviews kam Sigmar Gabriel dann leider ganz gut weg. Vielleicht auch, weil Frau Slomka sichtlich um ihre Fassung ringen musste und Gabriel scheinbar souverän in seiner Selbstgefälligkeit ruhte. Für einen wie Gabriel scheint dies ein Ansporn gewesen zu sein, so weiterzumachen. Das Setting war aktuell ähnlich. Sigmar Gabriel war zugeschaltet, diesmal von der SPD-Regionalkonferenz aus Mainz. Mit Bettina Schausten wurde er von einer ZDF-Frau interviewt, die als politisch konservativ gilt und in der strikten Links-Rechts-Arithmetik des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gemeinhin der CDU-Seite zugeordnet wird. Sigmar Gabriel ist offenbar einer, der in solchen Schemata denkt und handelt.

Und wenn er sich auf einer SPD-Provinz-Versammlung gerade mit Testosteron vollgepumpt hat, dann macht er so eine CDU-Schnepfe vom ZDF halt ganz gerne mal rund. So oder so ähnlich könnte es im System Gabriel ticken. Andere Erklärungen für seine Ausraster vor laufender Kamera fallen einem jedenfalls nicht ein. Schausten begann das Interview mit der naheliegenden Frage, ob die SPD und er als Vizekanzler in der Flüchtlingsfrage nicht länger an der Seite der Kanzlerin stehen.

Hintergrund ist natürlich, dass Angela Merkel ihren offenen Kurs in der Flüchtlingsfrage jüngst im Interview mit Anne Will im Ersten noch einmal bekräftigt und erklärt hat. Gabriel dagegen mäandert seit Tagen einer gefühlten Volksmeinung hinterher. Mal hier, mal dorthin. Zuerst reiste er ins sächsische Heidenau und bezeichnete rechte Krawallmacher als “Pack”. Später erläuterte er in Interviews, es dürfe “keine falschen Tabus” geben und Flüchtlinge müssten lernen, dass das Leben in Deutschland anstrengend sein kann. Andererseits redete er davon, man könne an den Grenzen keine “Zugbrücke” hochziehen und Bundeswehr Soldaten könnten die Flüchtlinge nicht mit “aufgepflanztem Bajonett” abwehren. Ein Sprachbild, das Gabriel so gut gefällt, dass er es im Gespräch mit Bettina Schausten gleich noch einmal hervorholte. Anders als die Kanzlerin ist er dafür, eine Obergrenze für Flüchtlinge zu definieren. Eine Million pro Jahr. Oder so. Irgendwie. Genau bekommt man das aus ihm nicht heraus, denn es könnte ja sein, dass ihm die Demoskopie morgen sagt, dass er wieder was anderes meinen muss.

Für was steht Sigmar Gabriel? Man hat den Eindruck, er weiß es selbst nicht so genau. Außer natürlich, dass er sich selbst und die SPD immer und prinzipiell ganz dufte findet. Wer etwas andere sagt, der fragt “merkwürdig”, wie er Bettina Schausten jetzt vorwarf oder redet “Blödsinn”, wie er Marietta Slomka vorhielt. Beide Male erklärte Gabriel kategorisch, dass nur er allein recht haben könne. “Nichts von dem, was sie sagen, ist richtig, Frau Schausten”, blaffte er. Zu Marietta Slomka sagte er: “Das ist völlig falsch, was sie sagen.” Immer schön mit arrogantem Augenaufschlag und mühsam zurückgehaltenen Lachen, weil die Fragen der Journalistinnen für ihn ja so himmelschreiend doof sind, dass er kaum an sich halten kann.

Sigmar Gabriel ist offenbar dem Irrglauben verfallen, wenn er nur aggressiv und bestimmt genug auftritt und immer wiederholt, dass er und die SPD recht haben und alles richtig machen, dass das dann irgendwann auch wahr wird. So ist das aber nicht. Während Sigmar Gabriel mal hier und da in der Gegend herummeint und sich von der Bild-Zeitung für deren “Wir helfen”-Kampagne einspannen lässt, zeigt die Bundeskanzlerin die berühmte klare Kante, von der Leute wie Gabriel nur reden.

Die aufgeblasene Ego-Show, die der SPD-Chef in dem TV-Interview mit Bettina Schausten erneut abgezogen hat zeigt in allererster Linie nur eines: Sigmar Gabriel ist für den Kanzlerjob ungeeignet. Gewogen und für zu leicht befunden. Wenn er der beste Mann ist, den die SPD zu bieten hat, dann hat diese Partei ein gewaltiges Personalproblem. So wie die CDU auch eines hätte, wenn nicht zufällig Angela Merkel bei ihr Mitglied wäre.

Werbeanzeige

Mehr zum Thema

Alle Kommentare

  1. Harzer Roller schmeckt nicht jedem. Muss auch nicht.

    Immerhin versucht er dann und wann Kommunikation mit Dunkeldeutschland aufzunehmen. Etwas was dem schäbigen Rest schon lange nicht mehr gelingt.

    Irgendwann wird es auch im Elbenthal und Auenland BUNT werden.

  2. Sorry, das Interview von Frau Schausten war einfach schlecht. Sie hörte nicht zu und wollte unbedingt, dass Herr Gabriel sich auf eine Zahl festlegte, auch wenn er mehrfach betont hatte, dass das nicht richtig sei. Das ist kein guter Journalismus, aber bei Berlin direkt Methode, weil auch Herr Walde gern so fragt.

    1. Dem kann ich zustimmen, schlechtes Interview, nicht Gabriel ist das Problem, er hat recht, inhaltlich wie qualitativ

    2. Dem kann ich nur zustimmen. Auch Frau Slomka war damals bemüht, Gabriel zu von ihr gewünschten Aussagen zu bewegen. Das ist krottenschlechter Journalismus.

      Ich möchte betonen, dass ich Herrn Gabriel nicht mag, weder persönlich noch politisch. Er ist einer der Verteidiger des verheerenden H.IV-Konzepts.

      Noch weniger mag ich allerdings „Journalisten“ vom Schlage Schausten oder Slomka.

  3. Das Gabriel es nicht drauf hat, in dem ein oder anderen Interview die Haltung zu bewahren ist klar und zu verurteilen. Aber „Arroganter Augenaufschlag“ und „aufgeblasene Ego-Show“ gefolgt von klaren Meinungsaussagen, der Mann sei nicht für diesen oder jenen Posten geeignet und Angela Merkel sei ja viel besser, haben in einem journalistischen Artikel in der Form absolut nichts verloren. Die Meinung des Autors wird dadurch so überdeutlich, dass ich den ganzen Artikel nicht mehr ernst nehmen kann. Muss das sein?

    Und das sage ich, obwohl ich die Meinung des Autors sogar größtenteils nachvollziehen kann.

  4. Ich habe mir beide Videos angeschaut und kann mich der Meinung des Autors nicht anschließen: Gabriel reagiert gereizt und genervt und das ist nachvollziehbar in seiner Situation, in der ihm, egal was er sagt und was er tut, grundsätzlich alles angekreidet wird.
    Die einzige Alternative für ihn wäre, alles an sich abperlen zu lassen und nichtssagende Allgemeinplätze von sich zu geben – so wie es Angela Merkel und viele andere Politiker machen – worüber sich dann auch wieder beklagt wird.

    Mir persönlich ist ein genervter Politiker, der Schwäche zeigt, deutlich lieber als ein aalglatter, der alles an sich abperlen lässt.

  5. Lächerlicher Artikel, macht den Laden dicht ihr – mit testosteron vollgestopften – Pappnasen. Hab eure Seite gemocht, aber so ein Drecks-Hetzartikel muss wirklich nicht sein.

  6. Gabriel sagt doch -wie Merkel- dass man keine „Obergrenze“ definieren kann. Wie soll es denn funktionieren, wenn eine solche erreicht werden würde: Zugbrücken, die man hochziehen könnte gibt es nicht. NATO-Soldaten an der Grenze stationieren und die Menschen mit Waffengewalt hindern ist auch keine Option. Also bleibt nur das, was Gabriel (Merkel und einige andere) eben sagen: So schnell es geht (es wird Winter, auch in der Türkei) die Bedingungen für die Menschen vor Ort verbessern. Die bereits nach Europa geflüchteten integrieren usw. Was ist daran zu schwer zu verstehen, bzw weshalb sind einige Leute erst glücklich, wenn man ihnen eine völlig sinnlose „Obergrenze“ nennt? Warum müssen Journalisten generell vorhandene Differenzen zu richtigen Konflikten aufbauschen, insbesondere durch kleinkarierte Haarspalterei? (Hier Merkel sagt: keine Obergrenzen, Gabriel sagt: Obergrenzen?)
    Ich verstehs nicht so recht!

  7. Ich habe mir beide Videos angeschaut und kann mich der Meinung des Autors nicht anschließen: Gabriel reagiert gereizt und genervt und das ist nachvollziehbar in seiner Situation, in der ihm, egal was er sagt und was er tut, grundsätzlich alles angekreidet wird.
    Die einzige Alternative für ihn wäre, das an sich abperlen zu lassen und nichtssagende Allgemeinplätze von sich zu geben – so wie es Angela Merkel und viele andere Politiker machen – worüber sich dann auch wieder beklagt wird.

  8. Wo, bitte, ist denn der Gabriel hier arrogant. Nachdem er das vierte Mal unterbrochen wurde, hat er lediglich mit etwas mehr Nachdruck versucht, seine Sätze zu beenden. Offensichtlich sind bei ÖR-Journalisten die einfachsten Höflichkeitsformen nicht bekannt. Und zum Ende hin wurde er regelrecht abgekanzelt. Die hochbezahlten TV-Macher haben immer noch nicht verstanden, dass sie Nachrichten übermitteln und nicht selbst Teil der Nachricht sein sollen.

  9. Leider falsche Analyse: Eigentlich müsste man Gabriel dankbar sein – weder Frau Slomka vor einiger Zeit, noch Frau Schausten am Sonntag stellten Fragen, sondern Behauptungen auf. Top-Journalistinnen? Die eine modelt eine Nachrichtensendung um zur persönlich politisch gefärbten Magazin-Retorte, die andere glaubt, eine scharf formulierte Meinung sei eine kritische Frage – wie bitte? Wie wiederholt dargelegt: Journalistinnen und Journalisten sollten sich des Kerns ihres Berufes erinnern – und der ist nicht, die eigene persönliche Ansicht in Frageform zu verbreiten

  10. Lieber Herr Winterbauer,

    ich meine es nicht böse, aber ich frage mich, was Sie beide Top-Journalisten abhält, das zu verstehen, was Gabriel sagt. Mir scheint, es muss eine aktive Blockade sein, des ist doch leicht verständlich.

    Gabriel hat niemals (!) etwas von einer „Obergrenzen“ gesagt, erst recht nicht über irgendeine Begrenzung. Er hat gesagt, und er wiederholt das auch, dass Deutschland nicht mehr als eine Million Flüchtlinge pro Jahr bewältigen kann.

    Das ist doch keine „Obergrenze“, die er festlegt, sondern einfach eine Feststellung. Wenn ich sage, dass in einen Maßkrug nicht mehr als 1,15 Liter reingehen, lege ich doch keine Obergrenze fest. Ich weise nur darauf hin, dass der Krug dann überlaufen wird, wenn man mehr reinschüttet.

    Da aber – auch das wiederholt er ständig – niemanden den Zufluss kontrollieren kann, können man nur alles tun, um die Ursachen einzudämmen, vor allem vor Ort helfen, damit weniger Menschen gezwungen sind, ihre Heimat oder die Flüchtlingsheime in den umliegenden Ländern zu verlassen. Und damit liegt er aber voll auf der Linie von Merkel.

    Was ist denn daran nicht zu verstehen? Und was bildet sich Frau Schausten ein, im ZDF einfach die Botschaft zu verbreiten, er rücke von Merkel ab und das auch noch rechthaberisch zu verteidigen, obwohl er es lange aufgeklärt hat?

  11. Fremdschämen
    Der Kommentar von Herrn Winterbauer spricht mir völlig aus der Seele!
    Dass ein solch aufgeblasener arroganter Politiker es geschafft hat Vizekanzler zu werden, finde ich erschreckend. Schon des öfteren ist Herr Gabriel mir in dieser Art absolut unanagenehm aufgefallen, z.B wie er in einer Talkrunde einen slowakischen Europolitiker in gleicher arroganter überheblicher Art total runtergemacht hat. So benimmt man sich einfach nicht, und ist in meinen Augen eine Schande für die SPD, für die deutsche Politik und auch für Deutschland. überhaupt.

  12. Wer diesen Bericht verfasst hat, hat nichts verstanden!
    S. Gabriel ist einer der wenigen Politiker, die sich von Journalisten nicht alles bieten lassen; Gott sei dank!
    Fr. Schausten hatte, bei einem nun wirklich wichtigen Thema, nichts anderes im Sinn, als Zoff und Streit zwischen den Koalitionsparteien herbeizureden; so, wie das ihr Kollege Herr Walde in Perfektion beherrscht.
    Mit allem was Herr Gabriel sagte, hatte er Recht, die Fragen von Fr. Schausten waren unsinnig.

  13. Gewichtet man die hier veröffentlichten Kommentare, stellt man fest: Winterbauer hält zu den sogenannten Top-Journalistinnen – aber er wird dafür mehrheitlich zerfetzt. So schlecht sind die Beobachter der Szene offenbar nicht. Kaum eine Klasse ist so kritikresistenz wie die der Journalistinnen und Journalisten. Etwas Demut wäre nicht schlecht.

  14. Es war in der Tat ein seltsames Interview: Frau Schausten stellte immer wieder die gleichen Fragen und Herr Gabriel gab demzufolge immer wieder die gleichen Antworten.

    Der tiefere Grund liegt nach meiner Auffassung wohl darin, dass Frau Dr. Merkel – zum wiederholten Mal – die Koalition vor vollendete Tatsachen stellte und unter Druck setzte (gibt es wieder einmal nach ihrer Meinung keine Alternativen?) und jenen Fehler machte, dass sie offenbar wohl auch nicht mit den Innenministern der EU ihre Absicht diskutierte und damit wohl alle vorhergehenden Vereinbarungen in Sachen Aufnahmemodalitäten (nach dem Schengener Abkommen) verwarf. Eine merkwürdige Auffassung von Demokratie!
    Frau Dr. Merkel hatte ja am vergangenen Mittwoch mehrfach darauf hingewiesen, dass sie als Kanzlerin so entscheiden musste, um den Druck von den Asylanten zu nehmen (wieso dann erst so spät???). Da stellt sich einem schon die Frage, wozu wir überhaupt noch unsere Abgeordneten wählen, wenn es ohnehin nur eine Entscheiderin bzw. einen Entscheider in dieser Frage gibt. Wir kennen das ja noch zur Genüge aus den vergangenen Jahren (Verlängerung der Atomkraftlaufzeiten, dann wieder Verkürzung wegen der Katastrophe in Japan / die Finanziellen Hilfen für die Griechen (ein Fass ohne Boden, weil es ja wieder keine Alternativen gab?) und wer zahlt: natürlich die Wähler!

    Was konnte Herr Gabriel also tun, um die vorhandenen Spannungen zwischen der CDU und CSU (nicht die SPD!) nicht auf die Spitze zu treiben?
    Eben genau das, was passierte: Die gleichen Fragen auch mit gleichen Worten zu beantworten.
    Wenn Frau Schausten die Antworten nicht gefallen haben, ist das ganz allein ihr Problem und nicht das von Herrn Gabriel! Vielleicht hätte Frau Schausten einen der „Kampfhähne“ und nicht einen „Zuschauer“ DIREKT fragen sollen, dann hätten wir vielleicht eine Antwort bekommen (wenn es denn eine Alternative gäbe…)

    Mich ärgert schon seit Langem, dass vermehrt die Interviewer (wie z.B. Herr Walde) die Interviewten teilweise barsch in die Parade fallen, als wären sie zu jeder Auskunft verpflichtet.

    Mir haben die Antworten von Herrn Gabriel gefallen; der Mann hat Format!

  15. Gott sei Dank hat er das Rückrad zu einer eigenen Meinung und läßt sich nicht
    in eine Ecke abschieben die Frau Schausten vorher für Ihn ausgesucht hatte
    Gut so Herr Gabriel

  16. Ist es nicht schön, einen Vizekanzler zu haben, der jeden Tag seine Meinung wechselt und ungehalten wird, wenn man ihm sein Gerede von gestern vorhält?

  17. Werter Herr Winterbauer,
    bitte gestatten Sie meine zweite Einlassung zu Ihrem Text Gabriel – Schausten: Welche Qualifikation legitimiert Sie zu diesem grandiosen Verriss Gabriels? Den muss man nicht mögen, aber die Fragen der sogannten Top-Journalistinnen sind – nichts anderes als ein journalistisches trojanisches Pferd: in Frageform verkleidete Polit-Propaganda. Wie kommt es, dass Sie das nicht bemerken?

  18. Die beiden genannten Redakteurinnen Schausten und Slomka sind ebenfalls an Arroganz und Überheblichkeit kaum zu überbieten. In die gleiche Kategorie fallen übrigens auch Maischberger, Will, Illner, Plasberg und Jauch.

    Ich vermisse hier stets die Gelassenheit eines Erich Böhme (u.a. Talk im Turm).

    Inzwischen schalte ich ab, wenn diese Talk- u. Interview-Gesichter auf dem Bildschirm auftauchen!

    In diesem Fall stehe ich voll hinter Vizekanzler Gabriel. Man muss sich nicht jede Frage in der oft frechen und arroganten Form bieten lassen!

    Wer Politik betreiben will, sollte dies in der Politik machen und nicht vom hohen Podest des „unangreifbaren“ Journalismus tun! Dort fällt es einfach den Gutmenschen zu spielen und Moral zu predigen.

    Wo kommen wir hin, wenn wir bestimmte Journalisten zu unangreifbaren „Göttern“ erklären, die wir nicht kritisieren dürfen !?

    Demokratie sieht anders aus!!

  19. Die ganze Debatte um dieses Interview zeigt einmal mehr, was nicht nur in Deutschland die Politik bestimmt: Nicht die Richtigkeit von Aussagen oder Argumenten ist entscheidend. Politische Kompetenz (politischer Erfolg) hängt nicht von Inhalten ab – die kann die große Mehrheit der Wähler ohnehin nicht nachvollziehen. Wahlen gewinnt man mit dem Sympathie-Faktor und der Fähigkeit Kompetenz vorzugaukeln. Letzteres sollte man aber keinesfalls mit Überheblichkeit und Arroganz ausüben. Diesbezüglich haben die Gabriel-Gegner durchaus Recht. Mit dieser Galionsfigur wir die SPD niemals Frau Merkel ablösen können.

  20. Gabriel behauptet, man könne die Grenzen nur mit „aufgepflanztem Bajonett“ schützen. Das ist Unsinn, weil es die Aufgabe der staatlichen Souveränität als „unabänderlich“ und „moralisch geboten“ verklärt. Eine abenteuerliche Behauptung für die Inaktivität der Regierung. Zum Gerede um die Bekämpfung der Fluchtursachen in den Herkunftsländern: Wirkt nur mittel- bis langfristig, da hat Frau Schausten doch recht. Außerdem stehen in Afghanistan und Afrika die nächsten Millionen bereit. Mit Gabriel und Merkel an der Spitze werden die auch ins Land kommen.

  21. Herr Author Stefan Winterbauer,
    Ihr Artikel ist ein journalistischer „bullshit“.
    Ich habe gesamte Rede von Herrn S. Gabriel gehört.
    Frau Schausten hat sich mit Ihrem Interview selbst die Blöße gegeben.
    Stereotype Fragen, unsachliche Voreingenommenheit, zwanghafter Versuch zur Indoktrination für mögliche „Schlagzeilen“.
    Zu diesem Urteil komme ich leider immer häufiger in letzter Zeit. Besonders auffällig bei ARD und ZDF (Kleber, Slomka, Will)
    Falls die Damen und Herren glaube in dieser Art einen „investigativen“ Ausdruck in ihre Befragung zu bekommen, sage ich dazu – weit gefehlt!!!
    Nun, Herr Winterbauer, gehören Sie auch in die Riege der polemischen Empörer.
    Sie haben noch viel zu lernen, arbeiteten Sie daran? LG JK

  22. „Top-Journalisten“, aha. So widerwärtig ich Gabriel (Weniger wegen eines einzelnen Interviews, sondern ganz allgemein wegen seines opportunistischen politischen Kurses) finde: Mit Top-Journalisten haben wir es im deutschen Fernsehen nicht zu tun. Die schaffen es seit Wochen über die gar „erschröckliche Flutwelle von Flüchtlingen die uns alle hinwegfegen wird“ zu berichten, ohne die Hintergründe auch nur im entferntesten zu beleuchten. Oberflächlich, plakativ, schablonenhaft, an echter Aufklärung nicht interessiert. Aber „top“? Nein, wirklich nicht.

  23. Da haben sich die Unprofessionalität der journalistischen Klasse in Schausten und der Siegmal Gabriel mit der dünnen Haut getroffen. Zwei Versager die sich öffentlich streiten. Wenn es keine anderen Aufreger gibt, dann haben wir ja alles im Griff.

  24. Ach Gottchen, Gabriel und Schausten, „Spitzenpolitiker“ und „Top-Journalistin“. Wie „top“ und „spitze“ die beiden in ihren Rollen wirklich sind, soll jeder für sich selbst entscheiden. Aber warum muss immer über Befindlichkeiten und Empfindlichkeiten diskutiert werden. Was da vor den Kameras passiert ist doch ohnehin eher Laienschauspielerei als harter Schlagabtausch um Fakten. Wer findet, Gabriel hat Frau Schausten runtergeputzt, der soll mal alte Interview mit Strauss oder Wehner anschauen, auch mit Kohl und Schröder wird man da schnell wesentlich härteren Tobak finden.

    Ich bin sicher kein Fan von Gabriel, ich halte ihn für einen rückratlosen Opportunisten. Aber die handzame Inszenierung in Talkshows und Interview im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ist nun wahrlich keine Errungenschaft. Regierungsnahe Jounralisten als brave Stichwortgeber und aalglatte Politiker, die ihre Plattitüden unters Volk bringen haben wir mehr als genug. Und Debatten, die nur selten dahin führen wo es wehtut und die sich eher in Nebensächlichkeiten und Äußerlichkeiten verbeißen auch. Der vorliegende Artikel und das Gespräch Schausten-Gabriel sind da keine Ausnahmenm.

  25. Der Artikelschreiber mag wohl keine SPD und keinen Sigmar Gabriel. Das muss ich dem-/derjenigen einfach unterstellen.
    Gabriel hat eine Eselgeduld mit dieser Dame bewiesen. Sie hört (oder wollte) ihm einfach nicht zuhören.
    Warum er deswegen nicht Kanzler werden könnte, wird in diesem Artikel nicht schlüssig erklärt.
    Setzen – 6.

  26. Dieses Interview sollte man vor allem unter rein journalistischen Gesichtspunkten analysieren. Frau Schausten unterstellt zu Anfang in ihrer Frage ihrem Gesprächspartner, er habe eine „Obergrenze“ von einer Million Flüchtlingen benannt (sprich: sich dafür stark gemacht). Dies ist schlichtweg falsch und so nicht haltbar. Gabriel hatte lediglich behauptet, er rechne mit einer Million Flüchtlingen, und hatte in Frage gestellt, ob dies zu schaffen sei. Das ist ein gewaltiger Unterschied zum Vorhalt, er hätte eine Obergrenze ins Spiel gebracht. Dies darf und muss Gabriel auch in aller Deutlichkeit richtigstellen. Dass Schausten dann hartnäckig bei ihrer Linie bleibt, macht das Interview nicht besser. Mich würde mal interessieren, wie das beim ZDF in der Nachbereitung intern diskutiert wurde und was Chefredakteur Frey dazu meinte.

  27. Gabriel zeigt doch nur was er ist: ein eitler, arroganter, inkompetenter, charakterloser und bei eventuellem Widerspruch sofort infantil beleidigter Phrasendrescher und Produzent von Worthülsen, an die er selbst nicht glaubt – ein Politiker eben, einer wie alle. Und die Interviewerin präsentiert ihn genau so in der Öffentlichkeit, well done Frau Schausten.
    Wenn Herrn Gabriel die Fähigkeit des Eigenschämens gegeben wäre ………. aber dazu bedürfte es der Intelligenz gepaart mit Charakter, also vergessen wir das. Er sollte gleich mit Frau Merkel gehen, um weiteren Kollateralschaden von Deutschland abzuwenden.

  28. Herr Gabriel hat so wie alle anderen Politiker der Volksparteien die Kontrolle über das Flüchtlingsproblem komplett verloren.
    Wie Herr Todenhöfer das schon vor ca. einem Jahr berichtet hat, ist die Islamisierung des Abendlandes durch die IS bereits voll im Gange und auch nicht mehr zu stoppen. Es werden weitere Millionen von Menschen nach Deutschland drängen bis alle Systeme kollabieren. Die einzige Alternative wäre, Deutschlands Grenzen auch für Bürger aus Nepal, Südamerika, China und Indien zu öffnen, um so wenigstens die Islamisierung und die dann folgende Intifada zu stoppen. Das wäre die richtige Botschaft von Herrn Gabriel, so weit möchten jedoch selbst die Grünen und Linken nicht gehen.

  29. Hier können wir Sigmar Gabriel in einem seiner lichteren Momente erleben und dennoch haben alle wieder etwas zu meckern.

  30. Er hat viel vom Ex Kanzler Schröder abgeschaut. Ansonsten, haben viele in Deutschland die Ursachen nicht erkannt, oder ignorieren sie, sonst könnten sie nicht „Obergrenzen“ fordern? Wenn es für Menschen Obergrenzen gibt, dann muss es auch für Waren die aus Deutschland und dem gesamten Westen exportiert werden Obergrenzen geben. Da aber schweigt die Mehrheit in Deutschland, denn der Westen zerstört mit seinen hochsubventionierten Waren, (dank der erpressten einseitigen Freihandelsabkommen) die Existenzen vieler Menschen vor Ort? Die Waffenexporte müssten dann auch gestoppt werden, die wie viele Unschuldige bisher dort unten getötet haben? Dann müsste auch auf die Destabilisierung von Ländern gestoppt werden, die schmutzigen Geschäfte mit Despoten, die Drohnen Einsätze, das leer fischen der Meere, durch westliche Fangflotten, vor den Küsten von Afrika und anderswo, dann müssten auch die Völkerrechtswidrigen Kriege gestoppt werden und so weiter: Dann müsste auch gestoppt werden, dass noch immer täglich einhunderttausend Kinder an Hunger und deren Folgen von Hunger auf dieser Welt sterben? Die Liste ließe sich noch unendlich fortschreiben, aber würde das Forum sprengen. Der Westen für mich ein Imperium der Schande wie es Jean Ziegler in seinem Buch sehr treffend beschreibt.

  31. Ich kann ganz ehrlich nicht nachvollziehen warum man so einen Artikel schreibt.

    Bin kein Fan von Gabriel, aber der Artikel kommt mir vor wie Vorurteilgeballer und eine eigene politische Kampagne. Keine sinnvolle journalistische Arbeit.

    Wenn ich so interviewt werden würde, würde ich auch nicht easy bleiben können. Politiker sind auch nur Menschen. Keine Ahnung wie Merkel das mit der Ruhe so gut hinbekommt.

    Journalist schäm dich und häng am besten deinen Job an den Nagel. Ein mieses Portal, wenn es sole schwachsinnige Beiträge und Journalisten zulässt.

    Zeitverschwendung hoch10.

  32. Herr Winterbauer, ich weiß nicht, welches Interview Sie gesehen haben. Das oben auf dieser Seite kann es ja wohl nicht gewesen sein. Ich habe es mir angesehen NACHDEM ich Ihren Kommentar gelesen hatte. Meine Erwartungshaltung war entsprechend testosterongeladen, nach Ihrer Überschriftszeile. Leider habe ich dann in dem Video nicht das gefunden, was Sie versprochen haben. Zugegeben: das Interview war schräg. An Gabriel lag das aber nicht. Er hat mehrfach versucht, seinen Standpunkt klar zu machen und Schausten unternahm – davon unbeeindruckt – laufend den untauglichen Versuch, ihn auf ihre Talking Points festzunageln. Nicht Gabriel ist das Problem. Und auch nicht Merkel. Seehofer schon eher, als einer derjenigen, die all den Millionen, denen Angst und Hass näher liegen als Zuversicht und Empathie, nach dem Mund reden.

  33. Australien, USA, Kanada, Neuseeland, China, Russland……die schützen ihre Grenzen.

    Die Flüchtlingströme sind bewusst und gezielt nach Deutschland gesteuert……die Hintergründe und den Plan den die Eliten verfolgen kann ich nicht beurteilen….aber alles wurde befeuert…..NGOs, bestimmte organisationen….die üblichen Verdächtigen…die auch bei Farbrevolutionen eine Rolle spielen!

    Ich weiss natürlich auch wer seine Hand über die meisten Leitmedien hat…..aber deshalb gehe ich auch zu alternativen Medien…..Mainstream Medien sind 90% manipulativ meiner Meinung nach! Auch wenn es noch Lichtblicke ab und zu gibt…..aber das ist wohl das herrsche und Teile – Spiel!

  34. Ich bin nun auch nicht unbedingt ein Fan von Gabriel. Aber die Fragen dieser „Qualitätsjournalistin“ Schausten sind mehr als einseitig und tendenziös. Doch das ist man von dieser Dame ja gewöhnt (sonst wär sie auch nichts „geworden“ und hätte nicht ihren überbezahlten Job auf unsere Kosten. Es findet doch überall nur noch eine Negativauslese statt, Opportunisten erleben eine richtig gute Zeit). Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass den Bürgern für diesen selbsternannten „Qualitätsjournalismus“ Zwangsgebühen abgepresst werden…

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Werbeanzeige

Werbeanzeige