„Tatort“ zurück in Dresden: „Es wird blutig gestorben“

v.l.: Henni Sieland (Alwara Höfels), Peter Michael Schnabel (Martin Brambach), Karin Gorniak (Karin Hanczewski)
v.l.: Henni Sieland (Alwara Höfels), Peter Michael Schnabel (Martin Brambach), Karin Gorniak (Karin Hanczewski)

Zwischen ernstem Krimi und Ironie pendelt der neue sächsische "Tatort", der künftig aus Dresden kommt. Dafür sorgt Drehbuchautor Ralf Husmann, bekannt aus "Stromberg". Für den Tatort "Auf einen Schlag" ermittelt damit erstmals in der Geschichte der ARD-Krimireihe ein reines Frauenteam. Noch bis Dienstag dreht das Filmteam in der Landeshauptstadt.

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Die Kommissarinnen Karin Gorniak (Karin Hanczewski) und Henni Sieland (Alwara Höfels) lösen gemeinsam mit Polizeianwärterin Maria Mohr (Jella Haase) ihren ersten Fall. Trio muss gemeinsam mit Kommissariatsleiter Peter Michael Schnabel (Martin Brambach) den Tod eines Schlagerstars vom Gesangsduo „Toni und Tina“ aufklären – dabei gerät die junge Polizeianwärterin selbst in Gefahr. Haase, die als Chantal in „Fack ju Göhte“ ihren Durchbruch feierte, mimt eine junge Frau, die immer alles richtig machen will – und damit bei ihren Kolleginnen aneckt.

Der Dresdner „Tatort“ ist laut Drehbuchautor Ralf Husmann – bekannt als Autor und Produzent von „Stromberg“ – „eine Mischung aus ernstem Krimi mit je einer Portion Brutalität und Ironie. Es wird auch blutig gestorben.“, sagt Husmann.

Mit der Entscheidung für Dresden kehrt der „Tatort“ nun an die Elbe zurück: Bis 1999 ermittelten Peter Sodann und Bernd Michael Lade in der sächsischen Landeshauptstadt, bevor sie nach Leipzig wechselten. Seit 2008 ermittelten dann Simone Thomalla und Martin Wuttke in Leipzig, mussten jedoch ihren Dienst quittieren.

Martin Brambach („Barfuß bis zum Hals“) spielt den Chef des Dresdner Ermittlerinnenteams und gibt sich beim Dreh in der Fabrik begeistert von so viel „geballter Frauenpower“. Auch von der Offenheit der Dresdner ist er überrascht, viele sprechen ihn als „Herr Kommissar“ an und freuen sich, dass der Kult-Krimi nun wieder an der Elbe spielt. Im Vorfeld hatte er Zweifel, räumt Brambach mit Blick auf die Pegida-Bewegung und die Stimmung in der Stadt ein. „Das hat mich sehr beschäftigt.“ Der „Tatort“ sei immer auch ein wenig Aushängeschild einer Stadt, daher müsse das Thema auf irgendeine Weise vorkommen, ohne allzu politisch zu sein. „Wir versuchen das über eine gewisse Widersprüchlichkeit meiner Figur.“

Zwei Mal jährlich soll das Team in Dresden ermitteln. Produziert wird der neue Dresden-Tatort von Wiedemann & Berg Television GmbH & Co. KG im Auftrag des MDR für Das Erste. Ausgestrahlt wird der Krimi 2016.

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