Gewalt in Flüchtlingsheimen: N24 und der vorschnelle Lügenpresse-Vorwurf bei Facebook

Das Video mit den umstrittenen Aussagen von Rainer Wendt soll angeblich aus der Mediathek verschwunden sein
Das Video mit den umstrittenen Aussagen von Rainer Wendt soll angeblich aus der Mediathek verschwunden sein

Fernsehen "In unseren Flüchtlingsheimen ist der Teufel los!" Rainer Wendt, Chef der Polizeigewerkschaft, machte der deutschen Politik im Gespräch mit N24 schwere Vorwürfe und sprach von massiver Gewalt in den Asylunterkünften. Bei Facebook verbreitete sich schnell das Gerücht, der Nachrichtensender habe die brisanten Aussagen aus seiner Mediathek gelöscht. Doch im Gespräch mit MEEDIA erklärt eine Sendersprecherin: Das Video war niemals in der Mediathek.

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„Es muss erst immer überall lichterloh brennen, bis die mal was auf die Reihe bekommen“, sagte Rainer Wendt in dem Interview. Die ersten Anzeichen für diese Entwicklungen seien schon vor einem Jahr deutlich geworden und jetzt werde so getan, als sei die Politik überrascht. Es sei außerdem zu befürchten, dass die Gewalt in Zukunft noch weiter ansteige, so Wendt. Zum einen gebe es vermehrt Anschläge auf Asylunterkünfte, zum anderen würde aber eben auch die Kriminalität in den Unterkünften selber ansteigen: „Vergewaltigungen von Frauen und von Kindern, massive Gewaltanwendung, Ausbeutung, Versklavung. Das alles sehen wir dort“, betonte der Polizeichef. Und das seien nicht nur Rangeleien wegen des Platzmangels, sondern Verteidigungs- und Dominanzkämpfe unter den einzelnen religiösen Gruppen.

Die Flüchtlinge könnten tun und lassen, was sie wollen, ohne dass der Staat darauf reagiere. Man müsse den Menschen jedoch von Anfang an klarmachen, dass nicht die Scharia oder irgendeine andere Religion gelte, sondern die deutschen Strafgesetze. Wenn man vom Verfolgten zum Verfolger wird, müsse der Rechtsstaat reagieren. „Es ist auch durchaus möglich, das Asylverfahren in einer Haftanstalt abzuwarten“, sagt Wendt.

N24 soll Inhalte gelöscht haben

Dass derart brisante Aussagen in der angespannten aktuellen Lage starke Reaktionen herbeirufen würden, war vorauszusehen. Tatsächlich berichteten zahlreiche Medien, wie zum Beispiel Welt und Focus Online über die Äußerungen von Rainer Wendt.

In den sozialen Netzwerken hingegen kam schnell der Vorwurf der Verschleierung auf: N24 habe das Video aus der Mediathek gelöscht, hieß es unter unterem bei Anonymous und auf der Facebook-Seite „Gegen den Mainstream“. Auch bei YouTube soll das Video angeblich immer wieder gelöscht werden, obwohl „aufmerksame Zuschauer“ es dort hochgeladen hätten. Die Betreiber der Seite fordern ihre Follower auf: „Wenn Ihr die Möglichkeit habt, ladet Euch das Video runter und verbreitet es weiter.“ Schließlich sage Wendt hier „die Wahrheit“.

„Das Video war niemals in der Mediathek“

Über zwei Millionen mal wurde der Ausschnitt auf der Seite bereits angesehen und über 100.000 mal geteilt. N24 hingegen stellt im Gespräch mit MEEDIA klar: „Dieses Video war niemals in der Mediathek und wurde dementsprechend auch niemals gelöscht.“ Das Interview sei im N24-Livestream gelaufen und für 24 Stunden abrufbar gewesen. „Wir verwehren uns dagegen, dass man im Netz solche Behauptungen aufstellt, ohne bei uns nachzufragen“, sagt die N24-Pressesprecherin Kristina Faßler. „Sorgfaltspflicht gilt auch für kleinere Blogs.“

Generell würden nicht alle Inhalte in der Mediathek veröffentlicht, sondern nur ungefähr 70 Prozent. Auf die Nachfrage, warum ausgerechnet ein Interview mit derart brisanten Äußerungen nicht in der Mediathek erscheine, obwohl dieses Thema viele Menschen besonders stark interessiert, erklärt Kristina Faßler: „Es landen einfach nicht alle Inhalte online und wir haben jeden Tag bei uns Aussagen und Meinungen von Einzelpersonen, die stark polarisieren. Gerade Rainer Wendt ist sehr oft bei uns im Studio.“ Da habe man nicht gezielt eine Meinung hervorheben wollen. Kristina Faßler: „Und das Thema jetzt im Nachhinein noch zu hypen, wäre unjournalistisch.“

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Alle Kommentare

  1. Als deutscher lebt man in Deutschland und kommt sich von Tag zu Tag im eigenem Land immer fremder vor. Wir müssen uns in fremden Ländern auch entsprechend anpassen doch hier wird so vieles zugelassen was nicht mehr normal ist!
    Ist doch kein Wunder das der Hass Pegel immer stärker wird!

  2. Was sollen diese Artikel. Leben Leute wie die Autorin in Nimmerland? Das LKA und die Kripo sprechen von unglaublichen Zuständen. Es gibt eine Nachrichtensperre über negative Nachrichten zum Asylthema weil die Kriminalität vollends aus dem Ruder läuft.

  3. N24 ist Axel-Springer-Konzern. Und Springer ist für mich schon lange ganz automatisch L. (Gegenteil von Wahrheitspresse). Frei nach dem Motto: „Wer laufend lügt, dem glaubt man nicht …“.

  4. Sorry, aber warum ist das Video jetzt doch online bei N24. Verarscht ihr uns hier jetzt oder N24 die ja nicht polarisieren wollen?

  5. Typen wie Torsten sind die schlimmsten. Torsten: Woher hast DU denn deine Weisheiten. Oder wirst du auch bezahlt vom Agitation/ Propaganda Apparat???
    Du bist der wahre Faschist

  6. Hier wird die ganze Zeit von Deutscher Politik gesprochen….. Nicht nur diese …. Wo ist Europa welches Deutschland gerade nett im Stich lässt … Wo ist der Zusammenhalt i d nicht alles auf Merkel schieben

  7. Das Asyl-suchende von Justiz und Polizei genauso behandelt und deren Straftaten genauso verfolgt werden müssen wie bei jedem Bundesbürger ist keine Frage und der normale Menschenverstand gebietet das.

    Das die Strafverfolgung von Straftaten in Flüchtlingsheimen und den damit verbundenen 1,5 Millionen zusätzlichen Menschen in Deutschland (oder 800.000, je nachdem, welcher Quelle man nun Glauben schenken möchte) bei der Planung der Stärke und Ausstattung der Polizei bisher nicht vorgesehen waren ist genauso verständlich.

    So mag es vielleicht sein, dass die Flüchtlinge nicht mehr Straftaten begehen als Bundesbürger, aber eine Über Auslastung der Polizei ist trotzdem vorprogrammiert.

    Nur, wenn es eine einheitliche Lösung und eine gleichmäßige Verteilung der Flüchtlinge in der gesamten EU gibt, ist diese Krise zu bewältigen. Länder, die sich hier nicht Beteiligen (Selbst starke Länder wie Groß-Brittanien, die genügend Kapazitäten zur Entlastung Deutschlands schaffen könnten) gehören meiner Meinung nicht zur Gemeinschaft der EU und sollten aus dieser ausgeschlossen werden. Hier muss die Politik in Deutschland mal mit Kritik gegen solche Länder vorgehen und im Zweifel die wirtschaftlichen Folgen eines Ausschlusses eines EU-Landes für das Wohl der Gemeinschaft hinnehmen.

    Schließlich wird Politik für die Menschen gemacht. Und zwar für alle.

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