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Microsoft bläst zum Generalangriff auf Apple: neues Edel-Laptop Surface Book

Microsoft ist wieder cool: neues Laptop Surface Book im Apple-Look
Microsoft ist wieder cool: neues Laptop Surface Book im Apple-Look

Nach Apple und Google lässt nun auch Microsoft die Muskeln spielen und bietet einen Vorgeschmack aufs Weihnachtsgeschäft. In einem vollgepackten Presse-Event bot der wertvollste Softwarekonzern der Welt eine erstaunliche Leistungsschau seines neuen Hardware-Angebots: Neue Lumia-Smartphones wurden ebenso präsentiert wie ein neues Surface-Tablet und ein Wearable. Als As zauberte Microsoft-Manager Panos Panay zusätzlich das erste Laptop der Firmengeschichte aus dem Ärmel – das super-edle Surface Book.

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Es hat ein bisschen gedauert, doch spätestens seit gestern kann sich Microsofts neuer CEO Satya Nadella über einen Meilenstein freuen, an dem sich der glücklose Vorgänger Steve Ballmer jahrelang die Zähne ausgebissen hat: Plötzlich ist Microsoft wieder cool. Das ist der einhellige Tenor der Techpresse nach dem gestrigen Presse-Event in Seattle.

Zunächst einmal war alles wie immer: Der nach Apple und Google drittwertvollste Konzern der Welt präsentierte aus den Überresten von Nokias Handysparte mit dem Lumia 950 und 950 XL zwei neue Flagship-Phablets in 5,2 und 5,7 Zoll mit stolzen 20 Megapixeln für allerdings auch recht stattliche 549 bzw. 649 Dollar. Für den kleinen Geldbeutel spendierte Microsoft noch das Lumia 550, das mit nur 139 Dollar zu Buche schlägt.

Surface Pro 4: Spitzen gegen Apples iPad Pro

Auch seinem im Vorjahr gestarteten Wearable, dem Microsoft Band, verordnete der Redmonder Software Riese in einer neuen Version eine Generalüberholung, die ab 249 Dollar zu haben ist. Das Fitness-Band mit gekrümmtem Display kommt nun wie die Apple Watch mit Apps von Drittanbietern wie Twitter, Uber, Starbucks oder Subway daher und ist auch mit Android und iOS-Geräten kompatibel.

Am meisten erwartet wurde indes die nächste Version des Business-Tablets aus Redmond: Das 12,3 Zoll große Surface Pro 4, das in Techkreisen als Vorbild für Apples iPad Pro gesehen wird und bereits in der vierten Generation für 899 Dollar angeboten wird. Microsoft-Manager Panos Panay sparte nicht mit Spitzen gegen Apples neues Maxi-Tablet und stellte heraus, in wie vielen Belangen Microsofts Pen Apples Pencil überlegen ist.

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Das Surface Book: Überraschungsangriff auf den Laptop-Markt

Doch dann hatte auch Microsoft überraschenderweise noch ein „One more Thing“ parat, mit dem kaum einer gerechnet hatte: Der weltgrößte Software-Hersteller, der sich jahrzehntelang damit begnügt hatte, der Computerindustrie Windows auszuliefern, bietet künftig mit dem Surface Book auch ein waschechtes Laptop an, das von der Tastatur  getrennt werden und auch als Tablet verwendet werden kann.

Microsoft folgt damit weiter dem Vorbild Apples und wandelt sich immer mehr  zum All-In-One-Techkonzern, der Soft- und Hardware aus einer Hand anbietet. Das 13,5 Zoll große und 1,6 kg schwere Surface Book, auf dem natürlich das neue Betriebssystem Windows 1o vorinstalliert ist, tritt gegen Apples äußerst erfolgreiche MacBook-Unit an, die dem wertvollsten Konzern der Welt – anders als die schrumpfende iPad-Sparte – weiter solide Zuwächse beschert.

Techpresse feiert Microsoft

Doppelt so viel Power wie das MacBook Pro habe das Surface Book, verspricht Microsoft.  Mit 1.499 Dollar ist Redmonds erstes Laptop ist das Surface Book auch alles andere als ein Schnäppchen und unterstreicht den neuen Premium-Anspruch.

So euphorisch die Branchenpresse reagierte (The Verge: „Microsoft hat mein kaltes, zynisches Herz mit neuer, heißer Hardware erwärmt“), so empathielos blieb die Wall Street: Die Microsoft Aktie notierte nach der größten Produktvorschau seit Jahren unverändert bei knapp 47 Dollar.

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Alle Kommentare

  1. Schöne Präsentation. Mir haben alle Sachen gut gefallen und das Surface Book hat alle überrascht. Ich wäre bereit den Preis auszugeben, bin aber unsicher ob ich gleich die erste Generation des ersten Microsoft-Notebooks möchte. Beim Surface RT war ich auch sofort dabei und das Ende der Geschichte kennt jeder. Abgesehen von der eher mäßigen Schlussrede habe ich von Anfang bis Ende alles verfolgt. Bei Apple und Google musste ich mich zuletzt teilweise zur Aufmerksamkeit zwingen.

  2. Lieber Herr Jacobsen,

    Panos Panay verglich in seiner Präsentation das neue Surface Bookmarks mit dem aktuellen MacBook Pro. In ihrem Artikel schreiben Sie jedoch MacBook Air!

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