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Twitter: Wall Street nach Ende der CEO-Suche wieder optimistisch

Twitter-CEO Jack Dorsey
Twitter-CEO Jack Dorsey

Es ist offiziell: Gestern verkündete Twitter die Bestellung von Jack Dorsey zum dauerhaften Twitter-CEO. Vorausgegangen war eine viermonatige Hängepartie, in der Dorsey als Interims-CEO fungierte, dabei aber bislang nicht das schwindende Vertrauen der Wall Street zurückgewinnen konnte. Das scheint nun nach und nach zurückzukehren: Twitter-Aktien legten gestern um 7 Prozent zu, obwohl Dorsey auch Chef des von ihm gegründeten Bezahldienstes Square bleibt.

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Das Warten hat ein Ende:  Interims-CEO Jack Dorsey, der am 11. Juni zum Interims-CEO bestellt wurde, wird auch dauerhaft die Geschäfte von Twitter als Vorstandsvorsitzender führen. Das verkündete Twitter gestern selbst, nachdem vergangene Woche Kara Swisher vom Techblog re/code bereits die Personalie vermeldet hatte.

Wie es sich für den amtierenden und zukünftigen Vorstandschef des 140-Zeichen-Dienstes gehört, verbreitete Mitbegründer Jack Dorsey die frohe Kunde gleich selbst – natürlich in diversen Tweets:

Dorsey erklärte, dass er mit Dringlichkeit den Turnaround schaffen wolle: 

Dorsey betonte abermals die Bedeutung des 140-Zeichen-Dienstes. Auf Twitter verfolge man die Breaking News 10 bis 15 Minuten, bevor man sie irgendwo anders lese:

Die Arbeit bestehe nun darin, Twitter jedem in der Welt begreifbar zu machen, legt Dorsey die Latte hoch:

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Analysten stufen Twitter wieder hoch

Die Wall Street traut dem 38-Jährigen offenbar zu, die Aufgabe meistern zu können. In Reaktion auf Dorseys offizielle Ernennung stuften die Investmentbanken Axiom Capital und Topeka Capital Markets die Aktie von „Halten“ auf „Kaufen“ hoch und nannten als Kursziele 37 bzw. 35 Dollar.

Anleger ließen sich von den Kaufempfehlungen anstecken und schickte die heruntergeprügelte Twitter-Aktie, die 2015 bereits mehr als 25 Prozent an Wert verloren hat und gar über 60 Prozent unter den Allzeithochs notiert, nach der Personalie um 7 Prozent auf über 28 Dollar nach oben.

CEO zweier Unternehmen: Dorsey macht es Steve Jobs nach

Vorausgegangen war ein turbulenter Einstand Dorseys als Interims-CEO, der die Twitter-Aktie nach einer unterirdischen Telefonkonferenz zur Bekanntgabe der Quartalsbilanz Ende Juli erstmal auf Talfahrt schickte. Trotzdem galt Dorsey als Favorit auf die permanente Nachfolge Costolos.

Das starke Engagement für Produktneuheiten wie das Projekt „140 Plus“ hatte zuletzt Dorseys Bereitschaft angedeutet, den Vorstandsvorsitz auch langfristig ausfüllen zu wollen. Hinausgezögert wurde die Entscheidung des Aufsichtsrats zu einer permanente Verpflichtung von Dorseys gleichzeitigem Engagement des von ihm gegründeten mobilen Bezahldienstes Square, den er als CEO führt. Die Aufgabe will Dorsey auch weiterhin wahrnehmen.

In anderen Worten: Dorsey ist künftig dauerhaft Vorstandschef von zwei Tech-Unternehmen und folgt damit der Blaupause seines Vorbilds Steve Jobs, der nach seiner Rückkehr zu Apple 1997, die ebenfalls zunächst auf Interims-Basis erfolgte,  zeitgleich über Jahre das von ihm aufgebaute Animationsstudio Pixar führte.

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