Nach Pegida-Angriffen: Verbände und Medien fordern mehr Sicherheit für Journalisten

Pegida-Demonstranten
Pegida-Demonstranten

Nach den tätlichen Angriffen und Bedrohungen von Journalisten bei Demonstrationen der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung haben Verbände und Medien mehr Sicherheit für die Kollegen eingefordert. Die Aufputschung von "teilweise tausenden Anhängern der Bewegungen mit den Rufen 'Lügenpresse'" sei unerträglich.

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In einem gemeinsamen Schreiben protestierten am Montag der Mitteldeutsche Rundfunk, der Zeitungsverlegerverband und die DJV-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Deutscher Journalisten-Verband) gegen die Ausweitung der Hetze und Gewalt, die bei den Pegida- und Legida-Aufmärschen in Dresden und Leipzig besonders augenfällig ist.

Sie beschädigt die Demokratie, schafft eine Stimmung der Verunsicherung in der Bevölkerung und provoziert Handlungen bis hin zum Einsatz von Gewalt“, hieß es. Diesem Spuk sei entschieden entgegenzutreten. Die Medien seien trotz permanenter Verbalangriffe durch Demonstranten stets um sachliche und objektive Berichterstattung bemüht. Die andauernden „Lügenpresse“-Rufe sorgten jedoch für eine Vergiftung des Klimas, die nicht mehr hinnehmbar sei. Man erwarte von den Innenministerien und der Polizei, dass sie Angriffe auf Journalisten unterbinden.

(Dpa)

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Alle Kommentare

  1. Niemand muss Pegida oder AfD mögen. Aber auch über die muss fair und wahrheitgetreu berichtet werden. Welche Gesinnung die Journalisten privat haben, interessiert nicht. Denn wer als Journalist einmal lügt oder faked, dem glaubt man auch dann nicht mehr, wenn er mal die Wahrheit berichtet.

    Deutscher „Qualitätsjournalismus“ (hier ein TAZ-Rechercheur bei einer AfD-Veranstaltung). Achten Sie auf den Herrn in Rot mit der Lenin-Mütze:

    https://www.youtube.com/watch?v=GY4c63jnRTA

    Halt Pech, wenn die anderen eine Kamera haben. Da sieht man, wie hinterlistig diese „Nazis“ doch sind – wehren sich gegen die „Lügenpresse“. Ein Skandal.

    Ob der angebliche „Angriff“ auf Journalisten in Dresden ein Fake von Hass-Journalisten ist, wird wohl nie geklärt. Es war ein Täter und mehrere Reporter mir mehreren (Video-) Kameras. Leider hat niemand den Auslöser gefunden, obwohl sie alle doch da waren, um die Missetaten des bösen „Packs“ (O-Ton Bundesregierung für Oppositionelle) endlich auf frischer Tat zu dokumentieren. Unabhängige Zeugen gibt es nicht. Die Polizei war sofort zur Stelle und fand – niemanden. Das nennt man wohl eine Verkettung unglücklicher Umstände. Böse Absicht kann es nicht gewesen sein, weil böse nur die anderen sind.

    Vor einiger Zeit hat es einen Besuch aller (!) ÖR-Intendanten bei Kanzlerin Merkel gegeben. Wie sagt man im (Kölner) Klüngel: Man kennt sich, man hilft sich. Der MDR ist nie etwas anderes als Staatsrundfunk gewesen. Und die „DNN“ ist gehört der SPD. Noch Fragen?

  2. ich möchte darauf hinweisen, dass ein ähnlicher vorfall sich vor etwa 5 monaten ereignet hat. da fühlte sich ein journalist angegriffen und er hat auch irgendetwas in ein mikrofon geredet. schlussendlich stellte sich heraus, dass er weder journalist noch sonst was war sondern ein provokateur, der die bewegung schlecht machen wollte. an mehr details kann ich mich nicht erinnern, aber vieleicht gibt es noch andere die sich genauer daran erinnern.

  3. Hat sich keines der Mietmäuler gewagt seinen Namen unter diesen Mist zu setzen? Es ist nun mal eine Lügenpresse.

  4. Die offensichtlich gleichgeschaltete Presse, die sich in den Händen einiger weniger Medien Mogule befindet, und das sich immer weiter radikalisierende System, offensichtlich fremdgesteuert und schädlich für das Land und seine Bürger, haben selbst im obrigkeitstreuen Deutschland jegliches Vertrauen fahrlässig verspielt. Es ist geradezu krotesk, wenn die Presse, die in schamlosester Weise die Bürger fehlinformiert, das Land gemeinsam mit einer gewissenlosen Politik versucht in Bürgerkrieg und Krieg gegen Russland zu hetzen, ja wenn diese Presse davon spricht die „Demokratie“ werde beschädigt. Falls die edlen Herren ihre Ziele erreichen solten, wird von Deutschland nichts bis wenig zurückbleiben, am allerwenigsten Demokratie.

    1. Mir ist das ganze Ausmaß der Manipulation durch die Lügenpresse in der Ukrainekrise erst ganz bewußt geworden. Allerdings hat es die Lügenpresse nicht geschafft uns Deutsche in einen Krieg gegen Rußland zu hetzen. Seither meide ich die offiziellen Lügenmedien konsequent. Ich informiere mich im Netz und bilde mir eine eigene Meinung. In manchen Kommentaren finde ich meine Meinung bestätigt und bin dankbar dafür. Klar, daß das der Lügenpresse nicht passt. Naja, sie werden sich etwas einfallen lassen. Mit dem Gejammer jetzt kommen sie nicht weiter.

  5. Ich bin entsetzt und enttäuscht über die Kommentare hier.
    Ist es zuviel verlangt, das der Staat bei solchen Situationen jeder Journalist_in ein oder zwei Polizisten als Leibwächter und Aufpasser zur Seite stellt ?

    So eine Eskorte würde auch sicher stellen das die Interviewten keine patzigen oder frechen Antworten geben, und volksverhetzende oder rechte Meinungsäußerungen könnten gleich strafrechtlich verfolgt werden.

    Wenn es darum geht Demonstranten zusammenzuknüppeln, die gegen den Klimawandel mit friedlichen Mitteln wie Blockaden und Besetzungen protestieren, ist unsere Polizei ja auch nicht zimperlich.

    Das allerdings ultrarechte Parteien wie CDU und CSU es mit der Pressefreiheit nicht so ernst nehmen und deswegen bedrohten Journalist_innen den nötigen Polizeischutz verweigern sollte jedem klar sein.

    1. Wofür halten sich diese Journalisten, dass sie auch noch Polizeischutz verlangen? Jahrelang haben sie ständig gegen die Polizei angeschrieben, Stellenabbau und Budgetkürzungen bejubelt und die Polizei schlecht gemacht. Jetzt müssen sie eben damit leben. Und überhaupt, einen Bildbeweis haben unsere Jualitätsjournalisten für diese angeblichen Übergriffe bis heute nicht geliefert.

  6. Wo sind denn die Bilder wo sonst jeder Pfurz gefilmt wird?

    Letztes Jahr gab es ja angeblich auch nen Angriff von 50 Hooligans nach einer Pegida Demo gegen Migrantenkinder/Jugendliche in einem Kaufhaus.Und was kam raus?Na berichten sie doch mal!Man hat nichts mehr davon gehört ausser das umdiese Zeit eigentlich schon Landenschluss war…

  7. Meine Erfahrungen nach diesen 25 Jahren im geeinten Deutschland : Diese sog.“Westliche Wertegemeinschaft“ ist arrogant ,heuchlerisch und überaus
    verlogen. Die Bevölkerung wird durch Politik und Medien schlimmer manipuliert und verblödet, als ich das jemals für möglich gehalten hätte. Der Begriff
    „Lügenmedien“ trifft voll zu, auch wenn darunter noch einige wenige „Aufrechte“
    sind. Für diese Frau Merkel und diesen Herrn Gauck habe ich als ehem. DDR-
    Bürger nur Verachtung übrig, für alles was sie als US-Vasallen getan, bzw.
    unterlassen haben. Deutsche Interessen haben sie jedenfalls nicht vertreten !

  8. Mein Tipp, aber leider zu spät:
    – Immer ehrlich & objektiv sein
    – Nie seine Landsleute hinters Licht führen (zum Schaden derer)
    – Keine Maidans oder sonstige U.S.Putsch-Aktivitäten positiv begleiten
    – Nicht 98% Wirtschaftsmigranten ohne Visum = „Flüchtlinge“ nennen
    – Die EU als das zeigen was sie ist: undemokratisch und schädlich für die Bürger
    Diese Punkte hätte man beachten sollen, wäre ein Anfang gewesen
    Aber diese Punkte liegen in der Vergangenheit, tja, der Drops ist gelutscht

  9. Die weinerlichen Straftaten-Erfinder aus der Journalisten-Kaste sollten besser die Alltags-Gewalt der faschistoiden Linksaußen-Front, die sich traditionell durch unglaublich rücksichtsloses Demo-Gehabe auszeichnet, thematisieren. Warum habt ihr das stets unter den Tisch fallen lassen? Laut, verlogen, brutal und schmutzig genug sind diese Typen (wie etliche Male auch in Frankfurt, Bremen etc.) doch vorgegangen!
    Langsam, aber sicher ist ein Ende des verlogenen Verhaltens in Sicht. Selbst öffentliche Gelder sollen geflossen sein, wenn es in dem Kampf ging, um friedliche Demonstrationen aufzulösen…

  10. Das ist nun ein weiterer Tiefpunkt in dem Versuch Menschen zu kriminalisieren, die den Medien immer weiter mißtrauen. Sollen sie sich doch weiter selbst demontieren, bis die Staatsführung im nächsten Schritt die Zwangssubventionierung für alle verfügbaren Mainstream Medien anordnet. Dann zeigt sich das wahre Gesicht unserer Demokratie, das wäre aber ehrlicher als dieses erbärmliche Rumgezuchtel derjenigen,die sich durch die bloße Außerung der Wahrheit bedroht fühlt.

  11. Die „Lügenpresse“ würde sogar „unabhängige Zeugen“ finden, nur um den gewünschten Beweis zu liefern. Es tut mir nur leid um die seriösen Journalisten, von denen es noch relativ viele gibt, aber wenn ich das Motto der hier Protestierenden erleb: Haltet den Dieb, der hat mein Messer im Rücken…..

  12. Hetze, Gewalt, Aufmarsch, beschädigt die Demokratie, Klimavergiftung, Stimmung, provoziert, Verunsicherung, Spuk, nicht mehr hinnehmbar, man erwartet…

    Hat da jdm. beim „Stürmer“ abgeschrieben?

  13. Man sieht selten derart viel selbstreferentielle Ignoranz: Da fordern Medien und Journalistenverbände, denen die Leser und Mitglieder in Scharen davonlaufen und die offenbar den verlorenen Meinungsmacher-Paradiesen mit Reichsschrifttumskammer oder ZK der SED nachtrauern, ausgerechnet von Staat und Polizei, die sie zu kontrollieren vorgeben, „Schutz“ vor kritischem Gegenwind. So plump und dumm haben sich wohl nicht einmal die offenbar schwer nervigen „Lügenpresse“-Rufer die selbst nach SPD-Steinmeiers Votum gleichgeschaltete rot-grüne Kaste der Volkspädagogen vorgestellt.

    Jedenfalls dient das kollektive Jammern der Wahrheitsfindung: Das Tischtuch zwischen Medien und Journalisten auf der einen Seite und auf der anderen immerhin nicht geringen Teilen der Bevölkerung, ihrer (immer weniger) zahlenden Kundschaft, ist zerschnitten. Die – leider wenigen – Vernünftigen, denen noch an professionellen Journalismus ohne Durchseuchung mit Gesinnung und Belehrung liegt, warten nun gespannt auf die ersten „Lügenpresse“-Rufer, die vor laufenden Kameras niedergeknüppelt und ins Umerziehungslager gebracht werden.

    Der Auslöser, eine Demo in Dresden, wirft Fragen auf: Warum haben es die zahlreichen tapferen Journalisten von MDR und SPD-Zeitungen nicht geschafft, auch nur ein einziges Bild und einen einzigen O-Ton von dem „Angriff“ (eines einzelnen Täters!) zu liefern, dem sie ausgesetzt gewesen sein wollen? Warum klingen die nur verbalen Schilderungen so „gleichgeschaltet“? Warum gibt es keine neutralen Zeugen?

    Im Übrigen: Wer von Demokratie redet, aber vor der Meinungsfreiheit anderer „geschützt“ werden will, zeigt mehr von sich und seiner Ideologie als ihm lieb sein kann. Beim DJV kommt „Haltet den Dieb“ hinzu: Der „Jeder-gegen-jeden“-Verband (ab 2. November droht ein Chaos-Kongress in Fulda) ist offenbar Stasi-unterwandert gewesen – da ist jede Ablenkung willkommen.

    1. Es geht hier nicht um „Schutz vor kritischem Gegenwind“, sondern um Schutz vor Bedrohung und Körperverletzung. Es gab schon mehrfach Gewalt gegen Journalisten. Schläge, Prügel und Bedrohung gegen Menschen, finden Sie das etwa gut? Ist das für Sie eine normale Art des Miteinanders im Abendland? Wer Gewalt okay findet, darf sich zu Recht als Extremist fühlen, dem Menschenrechte nichts mehr bedeuten. Die Polizei und Politik ist gefordert, wenn zentrale Werte wie die Pressefreiheit angegriffen werden. Wenn durch Bedrohung und Gewalt versucht wird, eine freie Berichterstattung zu unterdrücken, dann ist da eine rote Linie deutlich überschritten worden. Einer Demokratie ist sowas nicht würdig. Aber vielleicht wünschen sich die Täter auch genau das: Nämlich die Abschaffung der Demokratie, mit samt der Pressefreiheit und der Menschenrechte.

      1. Pressefreiheit? Wen wollen Sie denn für dumm verkaufen?
        Es sei denn, Sie meinen die Freiheit der Lügenpresse das Blaue vom Himel zu lügen um politisch zu manipulieren.

      2. @Elsterwerda:
        Nach dem Lesen ihrer Antwort drängt sich mir eine Frage auf: „leben sie und ich im selben Europa?“

        Schutz vor Bedrohung und Körperverletzung ?
        Wer beschützt dann eigentlich den Bürger vor der Presse?
        Nehme sie nur die Schlagzeilen des Mainstreams der letzten 2-3 Jahre; dabei konnte man sich des Gefühls nicht mehr erwehren Goebbels sei wieder auferstanden, denn da lief teilweise Kriegshetze, dass man fast täglich schon mit Angst auf die Worte wartete „ab 6 Uhr morgen früh wird zurück geschossen“

        Sie werfen H.W.Conan vor, er finde Gewalt okay aber dass unser Mainstream absolut kein Problem damit hatte, als z.b die Nazis in Odessa kurz mal über 100 Menschen abfackelten und erschlugen, dazu finde ich bis heute keinen Aufschrei in unserer Medienlandschaft.

        Die Presse glaubwürdig ?
        Dazu ein kurzes Beispiel und dabei die Daten und Fakten alle bezogen aus unserem eigenen Mainstream: Thema 23.02.2014 in Kiev !
        Da wird sogar noch das Ergebniss der Abstimmung angefügt 73% von notwendigen 75% ! (mal abgesehen davon, dass es den Punkt zur Abstimmung in deren Verfassung nicht gibt / was somit eine Abstimmung garnicht ermöglicht hätte / ja ich bin politisch aktiv und weis sehr genau wie unter demokratischen Spielregeln Abstimmungen zu funktionieren haben)
        WAS sagt die Presse : “ passt schon; ist legal weil 73 ja gleich gut wie 75 ist“ !?!?!?!?!

        Oder haben sie auch nur einen einzigen Artikel des Mainstreams in den letzten 15 Jahren gesehen oder gelesen, der die dauernden Völkerrechtsverletzungen Seitens USA angeprangert hätte !? In unsere Medienlandschaft wird selbst der PatriotAct (ein Verbrechen am Menschenrecht vom ersten bis zum letzten Buchstaben) als Notwendigkeit dargestellt, die Folter von tausenden Gefangenen völlig negiert, die gegen jegliche Charta verstossenden Drohnenangriffe und deren zig-tausende Tote als lapidarer Kollateralschaden tituliert usw usw und sie schreiben da was von „einer normalen Art des Miteinander“ und von „Menschenrechten“ ?

        Abschließend und weil ihr Versuch den ersten Kommentar in die rechte Ecke zu drängen, offensichtlich ist:
        Recherchieren sie einmal die Zusammensetzung des ukr.Parlaments und der ganzen ukr.Führungspositionen.
        Dazu nun gibt die EU aus unseren Geldern (ja; da ist mindestens ein Euro von ihnen, von mir und von allen anderen dabei) Milliarden an die Ukraine und deren Nazis weiter, was für mich soviel bedeutet „die EU macht mich Mitschuldig an der Finanzierung der tiefsten braunen Soße an Nazis, welche die Welt seit WK2 gesehen hat“
        Aber wie sagte einst Ignazio Silone so treffend:
        „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».“
        Fazit für mich und so auch gleich die Antwort auf die Eingangs gestellte Frage: Nein wir beide leben sicher nicht im selben Europa.

    2. Die APO von ganz rechts außen scheint im Moment extrem aktiv zu sein. Das merkt ja sogar ein Blinder mit Krückstock. Mit sowas kann man nicht diskutieren.

      1. Wieso können Sie mit denen nicht diskutieren?
        Etwa weil Sie keine Argumente haben?

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