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Krimi-Kultautor Henning Mankell mit 67 Jahren an Krebs gestorben

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Vor einem Jahr hatte Henning Mankell seine schwere Krebserkrankung öffentlich gemacht, jetzt ist der schwedische Autor mit Wohnsitz in Afrika gestorben, wie sein Verlag am Montag bestätigte. Der Verfasser zahlreicher Kult-Krimis um den eigenbrötlerischen Kommissar Kurt Wallander wurde 67 Jahre alt.

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Der Hanser Verlag trauert um den schwedischen Schriftsteller Henning Mankell. Nicht nur sein Werk, auch sein persönliches Engagement seien im Zeichen der Solidarität gestanden, erklärte der Verlag in München. Nach Verlagsangaben wurden seine Bücher in mehr als 40 Sprachen übersetzt und erreichten eine Gesamtauflage von mehr als 40 Millionen Exemplaren. Mankell wurde in Deutschland vor allem mit seinen Kriminalromanen berühmt, darunter seine Reihe rund um den Kriminalkommissar Kurt Wallander.

Über die Bedeutung Mankells als Autor heißt es bei Wikipedia: „Bis heute nehmen politische und gesellschaftliche Themen in seinen Büchern viel Raum ein. Viele dieser persönlichen Motive und Erfahrungen wurden etwa in seinem 2008 erschienenen Kriminalroman Der Chinese verarbeitet. In seinem Roman Mörder ohne Gesicht schuf er die Figur des Kriminalkommissars Kurt Wallander. Seitdem hat er über den knorrigen, etwas griesgrämigen, aber aufrechten und authentischen Polizisten eine äußerst erfolgreiche Serie von Kriminalromanenveröffentlicht.“

Und weiter zu seiner Erkrankung: „Am 28. Januar 2014 gab Mankell in einer Tageszeitung seiner schwedischen Heimat bekannt, dass er an Krebs erkrankt war. Anfang des Jahres 2014 wurden bei ihm Tumore in Hals und Lunge entdeckt, die möglicherweise bereits ausgestrahlt hatten. Obwohl er unter diesem Schicksal sehr gelitten hatte, entschloss sich Mankell, seine Krankheit öffentlich zu machen und über seinen Kampf dagegen in einer Kolumne zu berichten.“

Erst kürzlich hatte er über seine Krankheit ein Buch veröffentlicht. In „Treibsand – Was es heißt, ein Mensch zu sein“ schrieb er sehr persönlich über sein Leben nach der erschütternden Diagnose, die er erhalten hatte. Mankell lebte in Schweden und in Mosambik. Er starb in Göteborg.

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Seine Romanvorlagen sind in Deutschland immer wieder verfilmt und dabei zu Publikumsmagneten geworden.

 

Mit Material von dpa

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