Die erste Blendle-Bilanz der Rhein-Zeitung: 100 Artikel in zwei Wochen verkauft

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Seit 14. September ist das Online-Kiosk Blendle auch in Deutschland am Start. Mit dabei: die Rhein-Zeitung aus Koblenz, die im Web auf eine geschlossene Paywall setzt. Nach zwei Wochen hat die Rhein-Zeitung jetzt erste Zahlen zur Blendle-Nutzung veröffentlich. 100 Artikel wurden zum Stückpreis von 49 Cent verkauft.

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Eigentlich wurden sogar 170 Artikel verkauft, 70 wurden allerdings zurückgegeben, bzw. innerhalb der ersten zehn Sekunden wieder geschlossen. Blendle erlaubt es Lesern, Artikel bei Nichtgefallen „zurückzugeben“. Der Kaufpreis wird dann erstattet. Klickt man versehentlich auf einen Artikel und schließt diesen wieder innerhalb von zehn Sekunden, so fällt gar kein Rechnungs-Betrag an.

100 Artikel zu 49 Cent, das macht 49 Euro Umsatz in zwei Wochen für die Rhein-Zeitung. Abzüglich einer Provision für Blendle. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, meint Online-Leiter Marcus Schwarze im Blog der Rhein-Zeitung. Schwarze weiter: „Die Summe zurückgegebener Artikel erscheint uns relativ hoch – vermutlich wird diese Zahl aber noch sinken, wenn die Leser die Bedienung von Blendle länger erprobt haben.“ Bei Twitter veröffentlichte er eine Aufstellung der Rückgabe-Gründe. Demnach wurden über die Hälfte der angeklickten, aber nicht berechneten Artikel innerhalb der ersten zehn Sekunden geschlossen. Als häufigster Grund für die aktive Rückgabe wurde angegeben, dass versehentlich auf den Artikel geklickt wurde.

Inklusive Blendle meldet die Rhein-Zeitung für den September bei einzelnen Artikelkäufen ein Plus von 15,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Tages- und Monatspässe gingen im Vergleich zum Vormonat leicht zurück (-7,5% und -8,1%). Die digitalen Jahresabos stiegen im Vergleich zum Vormonat um 4,4%. 549 Leser zahlen jetzt im Jahresabo monatlich 5,90 Euro für den Zugang zu Rhein-Zeitung.de.

(swi)

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