Von Umsatzstatistiken bis „Brenna tuats guat“ – Wenn Ernst & Young die Wiesn analysiert

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Am Dienstag endet in München die hippe Gründer-Konferenz Bits & Pretzels stilecht auf dem Oktoberfest. Passend dazu hat Ernst & Young eine über 50 PDF-Seiten starke "Wiesn-Study" vorgelegt. Interessant und unterhaltsam werden Bits & Pretzels-Besucher über alles informiert, was man zur Wiesn wissen muss.

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Zum Start der Studie präsentieren die Autoren um den Ernst&Young-Partner „Huaba Flori“ (Florian Huber) erst einmal das Wichtigste: „Bavarian dialect in short“ und einen Wiesn-Übersichtsplan mit der Lage aller Zelte. Da lernt der Bits&Pretzels-Besucher dann, dass er ein Zugroaster ist und nach seinem Fetznrausch erstmal Bieseln gehen muss.

Doch Ernst & Young wäre nicht Ernst & Young, wenn die „Wiesn Study“ nicht auch voll mit Infografiken wäre. Spannend zum Beispiel, dass die Zahl der Oktoberfest-Besucher offenbar nur wenig mit dem Bierkonsum zu tun hat. Der steigt nämlich ziemlich unaufhörlich, während die Zahl der Besucher unter denen der Achtizger und Neunziger Jahre liegt. Und der Bierpreis…. der hat sich in 30 Jahren mehr als verdreifacht.

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Sehr spannend sind auch die „Tentonomics“ genannten Hochrechnungen über den Profit eines Zeltes nach 17 Tagen Oktoberfest. Demnach verdient es bei 7.500 Sitzplätzen sage und schreibe 1,2 Mio. Euro. So stehen Kosten von fast 5 Mio. Euro Einnahmen von über 6 Mio. gegenüber. 4,3 Mio. Euro würde ein solches Zelt allein mit Bier umsetzen, 621.000 Euro mit Hendl und 511.000 mit Brezeln.

Die Wiesn-Besucher kommen übrigens laut Studie zu 72% aus Bayern, zu 9% aus dem Rest von Deutschland. Erst dahinter folgt das Ausland: Italien mit 3,2%, die USA mit 2,7% und Großbritannien mit 2,3%.

In vielen, vielen weiteren Daten, Fakten und Grafiken verrät Ernst & Young weitere Nützlich- und Nutzlosigkeiten zur Wiesn: Dass sogar die Geburtenrate in München neun Monate nach dem Oktoberfest ansteigt, dass Hotelzimmer während der Wiesn 285% mehr kosten als sonst, dass eine Maß Bier, ein halbes Hendl und eine Brezel 1.635 Kalorien zusammen enthalten, dass man beim auf dem Tisch tanzen aber wieder Hunderte Kalorien abbauen kann. Am Ende der Studie lernt der Bits&Pretzels-Besucher dann sogar noch Liedtexte von „Atemlos“ bis „Skandal im Sperrbezirk“ und „Brenna tauts guat“. Die Ernst&Young-Autoren – sie hatten wahrscheinlich so viel Spaß wie selten beim Schreiben einer Studie.

Die komplette Studie gibt’s als 54-seitiges PDF hier zum Download.

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