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Reinhold G. Hubert tritt ab – Labinsky und Ohlhorst führen Burda Offenburg

Burda: Kay Labinsky und Frank-J. Ohlhorst ersetzen Reinhold G. Hubert (v.l.)
Burda: Kay Labinsky und Frank-J. Ohlhorst ersetzen Reinhold G. Hubert (v.l.)

Ende einer Ära: Nach fast 20 Jahren an der Spitze von Burda Offenburg zieht sich Reinhold G. Hubert zum Jahresende aus dem operativen Geschäft zurück. Die Titel von BurdaLife und BurdaHome werden künftig von einer Doppelspitze geführt. Die neuen Geschäftsführer sind in Offenburg alte Bekannte.

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Wie es in einer Verlagsmitteilung heißt, habe Hubert sich dazu entschieden „mehr Zeit für die Verwirklichung seiner persönlichen Lebensziele zu gewinnen“. Der 62-Jährige, der in Anspielung auf den Verleger „der arme Hubert“ genannt wurde, soll Vorstand Philipp Welte in einzelnen Projekten weiterhin beraten.

Die Geschäftsführung von BurdaHome übernimmt ab dem 1. Dezember Frank-J. Ohlhorst, 55. Kay Labinsky, 54, wechselt zum selben Datum von Klambt zurück zu Burda und übernimmt die Geschäftsführung von BurdaLife. Außerdem koordiniert er im Auftrag von Philipp Welte die übergreifende Vertriebsstrategie im Bereich der nationalen Medienmarken des Konzerns. Ohlhorst kam 1995 als Verlagsleiter zu Burda, seit 2002 ist er Geschäftsführer an der Seite von Reinhold G. Hubert. Kay Labinsky arbeitete von 1999 bis 2007 bereits mit Hubert und Ohlhorst zusammen, als Verlagsleiter und später als Geschäftsführer. 2007 wechselte Labinsky als Konzerngeschäftsführer zu Klambt, wo er eine Reihe neuer Frauenzeitschriften startete.

Reinhold G. Hubert hat von Offenburg aus eine beeindruckende publizistische Offensive gestartet und das Titelportfolio von sieben periodisch erscheinenden Zeitschriften auf 57 – alle unter dem Dach von BurdaLife – ausgebaut. 1994 war er vom Bauer Verlag zu Burda gewechselt und hatte als Geschäftsführer noch im gleichen Jahr die Medienmarke Lisa gegründet. Ab 1996 führte er zudem den Aenne Burda Verlag und restrukturierte ihn. 1998 übernahm er zusätzlich die Leitung des Senator Burda Verlag und führte diesen 1999 mit dem MFI Verlag zusammen.

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Im Zuge des Ausscheidens von Hubert wird das Zeitschriftengeschäft neu strukturiert und in zwei Einheiten organisiert:  Es entstehen BurdaHome mit den Themenfeldern Food (z. B. Meine Familie & ich) und Living (z. B. Mein schöner Garten) sowie andererseits BurdaLife mit den Bereichen Entertainment (Freizeit Revue u. a.) und Women (z. B. Lisa). Wie im Burda-Umfeld zu hören ist, soll der von Philipp Welte angestoßene Transformationsprozess in nächster Zeit auch in weiteren Verlagsbereichen Umstrukturierungen mit sich bringen wird.

Im Fall der zum Jahreswechsel erfolgenden Neustrukturierung in Offenburg haben Vorstand Philipp Welte und der scheidende Geschäftsführer nur Lob füreinander übrig. Welte nannte Reinhold G. Hubert einen der „besten Blattmacher und Produktentwickler unserer Industrie“. Er habe bei Burda „eine goldene Ära des Magazinverlegens geprägt“. Und weiter: „Was ihn auszeichnet ist die große Empathie, mit der er Menschen innerhalb des Unternehmens führt und sein feines Gespür für die sich immer schneller ändernden Wünsche der Konsumenten.“

Reinhold G. Hubert kommentiert seinen bevorstehenden Abschied so: „Burda ist Teil meines Lebens und wird es immer bleiben. Nirgends habe ich eine so fruchtbare Mixtur aus Bodenständigkeit und Fortschrittlichkeit kennengelernt. Ich durfte mit der Digitalisierung die spannendste Phase der Mediengeschichte bei einem der Taktgeber in Deutschland mitgestalten und die Transformation von einem Verlagshaus zu einem multimedialen und weltweit operierenden Konzern begleiten.“

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