Testgeräte als Druckmittel: Wie Apple Journalisten zu Komplizen macht

Avantgarde-Autor Richard Gutjahr: vom „Fanboy“ zum Apple-Kritiker
Avantgarde-Autor Richard Gutjahr: vom "Fanboy" zum Apple-Kritiker

Publishing Apple und die Medien: Das ist eine nicht stets unkomplizierte Beziehung. Apple weiß um seine Macht, die der Konzern geschickt in Form persönlicher Zuwendungen ausspielt. Eine Schlüsselrolle nehmen hierbei Testgeräte von neuen Produkten ein, mit denen Apple Journalisten schmeichelt – oder sie knechtet.

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Die Testberichte sind da: Wie immer hat Apple ausgewählten Journalisten einige Tage vor dem Verkaufsstart neue iPhones zur Verfügung gestellt. Obwohl das iPhone 6s kaum Neuerungen im Vergleich zum Vorgängermodell aufweist und an technischen Spezifikationen mitunter hinter der Konkurrenz zurückbleibt, berichten die Leitmedien fast uniform wohlwollend über die Vorzüge der s-Generation.

Für Apple sind es die wichtigsten Tage des Jahres, bei denen nichts dem Zufall überlassen wird. Im Hintergrund hat der iPhone-Hersteller mit viel Akribie und Detailarbeit über Jahre ein engmaschiges Beziehungsgeflecht zu Journalisten aufgebaut, die offensichtlich subtil durch gezielte Aufmerksamkeiten von Cupertino vereinnahmt werden sollen. Apple ist meisterhaft darin, Siege im Verborgenen zu erringen: Wohl kein Unternehmen der Welt beherrscht die Kunst der Public Relations so gut wie der iKonzern.

Journalisten als Fanboys: Eine Auszeichnung, über Apple zu schreiben

Die Ausgangslage könnte für Apple günstiger nicht sein: Anders als in der Pharma-, Energie- oder Finanzbranche müssen die Bericht erstattenden Journalisten erst gar nicht groß umgarnt werden. Ein Journalist, der über Apple schreibt, tut dies in der Regel nicht, weil es in der Redaktion niemand anderes tut – sondern, weil er es darf. Der Redakteur befindet sich in einer vermeintlich  privilegierten Position: Es ist eine Auszeichnung, ein Apple-Gerät testen zu können. Es gibt in der Redaktion wohl kein Unternehmen, dessen Produkte von den Journalisten mehr verehrt (und zumeist auch genutzt) werden als die iPhones, iPads und Macs von Apple.

Hier fängt das Problem an: Apple-Journalisten, zumal im Technik-Ressort, sind zum überwältigenden Teil Fans des Kultkonzerns aus Cupertino. Es ist ein bisschen so, als würden FC Bayern-Fans über den FC Bayern berichten – und zwar über Heimspiele, die der Bundesligaprimus ja fast immer gewinnt. Überzeugungsarbeit für die Produkte, ein menschelndes Werben für den Konzernchef – alles nicht nötig, Apple hat den Löwenanteil der Techjournalisten bereits in der Tasche, bevor der erste Satz geschrieben ist.

Dankbare Aufgabe für Apples PR-Leute – Journalisten sind die Bittsteller

Apple ist nicht nur der wertvollste Konzern unserer Tage – die Marke ist auch die begehrteste. Die Aufgabe von Apples Kommunikationsstrategen besteht nun darin, dafür zu sorgen, dass der Status quo erhalten bleibt. Diesen Job erledigt die Münchner PR Agentur PRfection, die bereits seit den 90er-Jahren für Apple die Verbindung zu Journalisten knüpft.

Man kann sich in der deutschen PR-Landschaft wohl kaum einen Job vorstellen, der dankbarer wäre: Nicht die PR-Beraterin muss zum x-ten Mal dem Redakteur nachtelefonieren, „Nachfass“  machen und hoffen, schmeicheln und manchmal beten, dass der Redakteur sich des Themas annimmt und im Idealfall eine Story mit Verweis bringt, die im Kunden-Clipping aufgeführt werden kann  – Journalisten sind gegenüber Apples PR-Leuten in Bittstellerposition nach exklusiven Infos, Event-Einladungen und, natürlich, Testgeräten.

Technikjournalisten sind von Apple abhängig

Gerade Technikjournalisten befinden sich in einem Verhältnis der totalen Abhängigkeit zu Apple: Sie sind darauf angewiesen, zum Zirkel zu gehören, der möglichst vor dem Verkaufsstart in den Genuss des neuen iGadgets kommt, damit der Bericht zum Verkaufsstart erscheinen kann. Die reichenweitenstarken Online-Angebote von Spiegel, Bild, Welt, Focus, der FAZ und Zeit gehören seit Jahren zur ersten Garde der Tester.

Dass nie wirklich böse Kritiken zu lesen waren, sagt vielleicht viel über die Qualität der Produkte, möglicherweise aber noch mehr über die Abhängigkeit der Medien von Apple. Auch gestern waren wieder jede Menge Ja-aber-Berichte zu lesen: Ja, das iPhone 6s sieht so aus wie der Vorgänger, ja, es bringt keine echte Innovationen außer 3D Touch, aber im Zusammenspiel mit iOS 9, dem einzigartigen Design und der verbesserten Kamera liegt Apple wieder vorne – so der überwältigende Tenor.

Testgeräte als Dauerleihgaben: „Nur eines der beiden Geräte wieder zurückschicken“

Das Testgerät ist die vielleicht mächtigste Waffe, die Cupertino im Spiel mit den Medien einsetzt. Die Wirkung ist so subtil wie anhaltend. Weil die testenden Journalisten größtenteils Fans sind, gibt es nichts Größeres, als ein iPhone noch vor dem Verkaufsstart in den Händen zu halten – zumal in Zeiten, in denen das iPhone in den Stores im Vorwege wochenlang vergriffen ist.

Ein neues iPhone von Tag eins an zu besitzen, ist eine große Sache für einen Apple-Journalisten. Es länger als über den eigentlichen Test, der in den meisten Fällen mit dem Launch zusammenfällt, behalten zu können, eine andere – „Dauerleihgabe“ lautete jahrelang der Apple-Code. Es gibt Journalisten, die auf diese Weise über Jahre zu immer neuen iPhones gekommen sind.

Der bekannte Fernsehjournalist Richard Gutjahr hat die Kunst der subtilen Abhängigkeiten, die Apple bei Medien erzeugt, im vergangenen Jahr bei den Krautreportern in seinem wegweisenden Artikel „Der Apfel fällt nicht weit vom Bann“ eindringlich beschrieben:

„Im Anschluss an das Gespräch wird jedem Journalisten eine weiße Tüte überreicht. Darin befindet sich neben einer iTunes-Guthabenkarte und einer iPhone-Schutzhülle auch ein Gerät in der „Wunschfarbe“ des Reporters. „Dauerleihgaben“, wie diese ganz unverfänglich genannt werden. In diesem Jahr gab es sogar zwei Modelle zum Testen mit nach Hause – das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus (Verkaufswert zwischen 699 und 999 Euro). Nur eines der beiden Geräte solle man möglichst bald wieder zurückschicken.“

Apple macht Journalisten zu seinen Komplizen

Vor allem der sanfte psychologische Druck, den Apple mit seinen Testgeräten ausüben kann, ist immens – er gibt dem testenden Redakteur das Gefühl, auserwählt zu sein. Dieses Gefühl kultiviert Apples PR-Team auch auf andere Weise – durch schmeichelhafte Emails bei positiver Berichterstattung, der Einladung zu Hintergrundgesprächen im Hotelzimmer mit Apple-Offiziellen aus Cupertino (die dann auch nichts von Belang sagen) oder kumpelhaften Zusammentreffen mit Apples notorisch gut gelaunten PR-Leuten.

Es ist der älteste Trick der PR-Branche: Wird ein freundschaftliches Vertrauen(s)-(Verhältnis) aufgebaut, ist die Hürde zu einem wirklich kritischen Artikel ungleich höher. Mit Freunden möchte man es sich schließlich nicht verscherzen, schon gar nicht mit Freunden, die zum wertvollsten Konzern der Welt gehören. Es ist die klassische Falle einer Bärenumarmung: Apples PR-Leute sind nicht die Freunde eines Journalisten – das wird im Anflug des Fanboytums gerne vergessen.

Journalisten als Fanboys auf Apple-Keynotes: „Seht her, ich war dabei“

Und dann ist da noch die Mutter aller Ritterschläge: die Einladung zu einer Keynote. Zählt man zum Kreis der Auserwählten, verschwimmen bei nicht wenigen Journalisten die Grenzen. Im Rausch der „insanely great“ Inszenierung wird jegliche Objektivität fallen gelassen, die neuen iProdukte gefeiert und beschwingt die Akkreditierungsmarke gepostet wie das Beweisbild von dem Konferenzsaal der Keynote: Seht her, ich war dabei.

Doch jedes Goodie hat bekanntlich seinen Preis. Apples oberste Kommunikatoren schauen natürlich sehr genau hin, was die von ihnen eingeladenen Journalisten schreiben – und wie sie schreiben. „Auch wenn es angeblich keine Vorgaben aus Cupertino gibt, darf man davon ausgehen, dass bei dieser Selektion sehr genau darauf geachtet wird, dass der Betroffene gegenüber Apple grundsätzlich positiv eingestellt ist und den Wert einer solchen Einladung auch zu schätzen weiß“, bringt Richard Gutjahr Apples Selektionsprozess von Journalisten auf den Punkt.

Apple-PR: Gezielte Botschaften an Schlüsseljournalisten 

Zurück im grauen Alltag, flattern den Schlüsseljournalisten Emails mit Info-Häppchen, die man im Newsalltag schnell überlesen würde, in die Briefkästen – mal geht es darum, dass Apples App-Ökonomie unzählige Arbeitsplätze geschaffen hat, mal um die Einsatz-Möglichkeiten des Dauer-Sorgenkinds iPad im Business-Alltag, mal um Informationen zu Apples Umweltinitiativen.

Es sind die leisen Geschichten abseits der Mainstream-Schlagzeilen, die Apple gerne transportieren möchte und sich dafür bevorzugt an jene verdienten Journalisten wendet, die einen exklusiveren Zugang genießen. Plötzlich sind sie in Bringschuld, obwohl das beide Seiten natürlich bestreiten würden – doch so funktioniert der unausgesprochene Deal des Gebens und Nehmens zwischen Cupertino und den Medien.

Es gibt Fälle von Journalisten, die im Sog von Cupertinos Reality Distortion Field jegliche journalistische Tugenden vergessen und am Ende schon Redaktionen bekniet haben, vermeintlich zu kritische Headlines wieder zurückzunehmen – aus der Sorge, aus dem exklusiven Zirkel verstoßen und nicht mehr eingeladen zu werden. Ist es das, was wir Journalisten wirklich wollen?

Richard Gutjahr hat seinen bahnbrechenden Beitrag für die unabhängige Crowdfunding-Plattform Krautreporter bereits vor einem Jahr mit einem leidenschaftlichen Appell geschlossen:

Wie lange wollen wir uns noch von den Apfel-Strategen verbiegen lassen? Gängelungen, Bevormundungen, Drohungen – ein hoher Preis für die Aussicht auf ein Testgerät und hoffentlich die nächste Einladung aus Cupertino. Einst waren Apple-Produkte beliebt, nicht zuletzt wegen seiner PR-Arbeit (‚Think different‘). Heute muss man sagen: Apple-Produkte sind beliebt trotz seiner PR-Arbeit. Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir alle miteinander unsere Rolle in diesem Spiel überdenken. Ich für meinen Teil werde mir die Apple-Präsentationen künftig gerne auch wieder von zuhause aus anschauen. Dafür fällt der tägliche Blick in den Spiegel dann etwas leichter.

Dem ist auch heute nichts hinzuzufügen.

 

 

 

Welche Erfahrungen Journalisten mit Apple machen, die dennoch  einen kritischeren Ton gegenüber Cupertino anschlagen, lesen Sie morgen im letzten Teil.

Den ersten Teil unserer Serie „Apple und die Medien“ finden Sie hier.  Den zweiten hier

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Alle Kommentare

  1. Nach diesem Satz bin ich ausgestiegen: „Obwohl das iPhone 6s kaum Neuerungen im Vergleich zum Vorgängermodell aufweist (…)“

    Man kann von Apple halten, was man will, aber das ist einfach sachlich falsch. Es ist fast alles neu, außer dem Design. Wer das nicht versteht oder verstehen will, ist entweder inkompetent oder schreibt bewusst die Unwahrheit. Wie soll man da noch daran glauben, dass der Autor auch nur ansatzweise objektiv oder kompetent über das Thema schreibt?

    Schade, denn das Thema Apple und PR wäre es wirklich wert, näher betrachtet zu werden. Und danach dann bitte über Samsung und Journalisten und die offenherzigen Pressereisen nach Seoul schreiben…

    1. „Obwohl das iPhone 6s kaum Neuerungen im Vergleich zum Vorgängermodell aufweist (…)“
      Stimmt der Akku ist kleiner geworden und somit wurde die Laufzeit verkürzt. In der Tat war dieses Update eine Enttäuschung: Kamera nur geringfügig verbessert, 3D Touch und Prozessor etwas schneller. Das wäre durchaus noch ok, wenn man den Anschluss an die Konkurrenz nicht verpasst hätte: So liegt das 6S z.B. im Chip Ranking auf Platz 26. Da ich Sie nun aufgeklärt habe, können Sie den übrigens sehr lesenswerten Artikel ja zu Ende lesen!

      1. Nur weil es aus IHRER SICHT keinen (technischen) Grund für den Kauf gibt, ist der Inhalt des Artikels keinen Deut besser. Es ist nach wie vor das Geschreibsel von einem beleidigten Journalisten, der offensichtlich nicht zum Kreis derer gehört, die vor der Veröffentlichung eines neuen iPhones bereits eines zu Testzwecken zugeschickt bekommt. Macht nix! Kann ja ein cooles Windows-Phone kaufen.

      2. Die Laufzeit wurde nicht verkürzt – dadurch, dass der Prozessor effizienter arbeitet und iOS9 ebenfalls ressourcenschonender ist, wird der Akku kleiner gemacht, damit der weiterhin flache Formfaktor des iPhone-Gehäuses erhalten bleiben kann. (was sinnig ist, da das 6s durch 3D-Touch ohnehin minimal dicker geworden)

  2. „Wegweisend“. „Bahnbrechend“ .Vom „bekannten Fernsehjournalisten“ Richard Gutjahr. Leute, kommt mal runter. Es war ein Reportage darüber, wie Apple Journalisten korrumpiert. Schön, aber einen Pulitzer-Preis gibts dafür auch nicht – selbst, wenn ihr die Story nutzt, um euch ohne weiteren Rechercheaufwand über Apple auszukot+en zu können…

  3. Der Artikel ist nicht zu Ende gedacht. Denn um Journalisten beeinflussen zu können, muss man erst einmal etwas haben, mit dem man sie bestechen kann. Und da scheinen die Applegeräte wohl deutlich attraktiver zu sein als Testgeräte der Androidhersteller, die natürlich ihre Geräte auch nicht mehr zurückhaben wollen. Diese Art des Marketing ist keine Neuheit, sondern in der Computerbranche üblich seit ich sie kenne – und das ist schon ziemlich lang.

    Man müsste also ehrlicherweise sagen, dass Apple derzeit der einzige Hard- und Softwarehersteller ist, der bei Journalisten diese Begehrlichkeiten wecken und nutzen kann. Die anderen Smartphonehersteller versuchen Apple über den Preis zu schlagen. Das hat bei Computern ja auch Jahrzehnte funktioniert. Der Trend ist aber jetzt ein anderer und die Käufer wollen viel lieber ein Gerät, dass einen Hauch von Luxus versprüht.

    Das ist gar keine ungewöhnliche Entwicklung. Uhren waren zu Anfang sicher auch nur Geräte, auf denen man die Zeit ablas. Irgendwann wurde dann die Luxusuhr erschaffen, die ebenfalls begehrenswerter ist als eine Armbanduhr vom Discounter. Die Zeit korrekt anzeigen tun beide. Ich kenne aber keinen der eine Rolex journalistisch verreißen würde, nur weil sie keinen greifbaren Mehrwert bietet. Dazu darf man Uhren entweder gar nicht mögen, oder emotionslos wie ein Roboter sein. Dann nennt man vielleicht die Käufer teurer Uhren „Rolex-Fanboys“.

    1. Was Sie nicht verstanden haben: Rolex verschenkt oder verleiht Journalisten keine Uhren, und lädt auch nicht inkl Kostenübernahme zu Keynotes ein.

      1. Diese Aussage stimmt leider nicht. Ich bin lange Jahre in der Uhren Branche tätig gewesen und besitze so manche Dauerleihgabe

  4. Also wenn der Journalist kein Samsung Handy in die Hand gedruckt bekommen hat, dann weiß ich auch nicht. Hier geht es nur darum Apple schlecht darzustellen. Sicher ist das 6s keine Revolution, aber ein s Modell war es noch nie gewesen, es ist ein Facelift wie in der Automobil Branche. Es nun ein perfektes iPhone 6, was nun die besten Sachen hat, die Apple in großen Mengen bekommt. Allein 3D Touch ist der Konkurrenz Meilen weit voraus. Der das iOS wurde noch mal optimiert und die Kamera etwas verfeinert, dazu ist es überall Schneller. Ob Fingerabdruck, Lte, WLAN, Prozessor usw. Welcher Hersteller hat denn nun eine Revolution rausgebracht, wo das neue Modell um Welten besser ist als der Vorgänger?!

  5. ich arbeite beim Radio und bin auch selbständig im Social Media Bereich, hatte ein Samsung Handy und jetzt entschloss ich mich aufgrund vieler Meinungen für d iPhone…. nie und nimmer vergleichbar… iPhone ist sicher nur eine Modeerscheinung. SAMSUNG lässt sich leichter anwenden, hat weitaus mehr Möglichkeiten der Anwendung, ohne wie beim iPhone viel Druck-Knöpfe zu aktivieren…. ich steige wieder um, weil ich mein Handy professionell im Einsatz habe.

    1. Häh??? Samsung einfacher, professionell arbeiten? Ich habe seit Jahren beide Systeme und käme nie auf die Idee die wichtigen Sachen die auch noch schnell gehen sollen, mit Android-Handy statt iPhone zu machen. Genauso wie ich Windows nur noch als Lehrstück für täglichen Ärger nutze. Arbeiten geht besser mit Mac, von Apple, jaja.

  6. Sollte das Android-Lager in irgendeiner Form hinter diesem Artikel stehen, wonach er leider allzu stark riecht, täte es sich damit keinen Gefallen. Zumindest dann nicht, wenn das Stück sich an ein Fachpublikum richtet, das bereits seit langem weiß, dass Apple mit dieser Praxis keineswegs allein steht.

  7. Alter Artikel von Richard Gutjahr („Avantgarde-Autor“ ??) wiedergekäut. Der war übrigens nur „9to5mac“ wiedergekäut: http://9to5mac.com/2014/08/29/seeing-through-the-illusion-understanding-apples-mastery-of-the-media/

    Ansonsten stimmt sicher einiges, was die beschriebenen Mechanismen betrifft. Ärgerlich sind die allerdings primär dann, wenn Journalisten sie nicht transparent machen. Was zu häufig vorkommt, klar. Das sollte man ändern, ist aber nun wirklich nicht Apple-spezifisch.

  8. Ich wusste gar nicht, dass professionelle (!) Journalisten so leicht zu manipulieren sind. Was der werte Autor hier vollkommen ausser Acht lässt ist die Fähigkeit (nicht nur eines Journalisten) eines jeden Menschen sich als denkenden Wesens dem zu entziehen, oder diese allseits bekannten Versuche, als solche einzuordnen und entsprechend zu werten.
    Die Autoindustrie, die Uhrenindustrie, die restliche Branche der Informationstechnologie und v.a.m., machen es seit Erfindung des Wortes „PR-Arbeit“ nicht anders.
    Ich erwarte von „Journalisten“, also Profis in diesem Biotop, Unabhängigkeit trotz aller Korruptionsversuche.

  9. „Avantgarde-Autor Richard Gutjahr“ Wow! Ich wusste gar nicht, dass es auch eine Avangarde bei den Autoren gibt. Danke, für diese tiefgreifende Erkenntnis! (IRONIE aus)
    Was für ein jämmerlicher „Bericht“ Herr Jacobsen. Gehören Sie nicht zum „erlauchten Kreis“ der von Apple bevorzugt behandelten Journalisten? Dann gibt es dafür bestimmt einen Grund; denken Sie einmal nach. Vielleicht kommen Sie ja selbst darauf.
    Apple macht nichts anderes, als die Autobranche seit Jahren: Journalisten, die einem Produkt positiv gegenüberstehen, frühzeitig mit Infos und Materialien zu versorgen. Sei wurden auch noch nie zu einem Testfahrt nach Monaco eingeladen? Woran das jetzt wieder liegt weiß ich natürlich nicht. Apple macht nichts anderes als gute PR. Das kann einem gefallen oder auch nicht. Doch so zu tun, als würde Apple die regeln der Kommunikation neu definieren und dadurch eine in der PR-Branche ungewöhnliche Macht bekommen bzw. ausüben, ist wirklich Unsinn. Wenn Sie keine gute PR-Arbeit respektieren wollen: Was sagt das über Sie aus?

    PS: Ich bekomme auch kein Gratis iPhone oder eine Einladung zu einer Keynote, sondern kaufe mir mein Handy selbst. Dabei mag ich Apple und bin auch noch Journalist. Was mache ich nur falsch (oder aus Ihrer Sicht vielleicht richtig)?

  10. Hier geht es doch gar nicht um die Frage, ob oder ob nicht Apple-Geräte die Besten und der Konkurrenz stets wie weit auch immer voraus sind.

    Und es geht auch nicht um Pressereisen, die nicht nur in dieser Branche zu den Usancen gehören.

    Es geht schlicht um die Frage der Käuflichkeit – und zu welchem Preis. Und es geht um die Frage der – meist uneingestandenen, wenn nicht zumindest mäßig reflektierten – eigenen Eitelkeiten.

    Apple wie auch andere Geräte, erscheinen im Zweijahresturnus – und sind, mit Verlaub, schweineteuer. Ein Tausender für ein Mobiltelefon ist ne Ansage. Und natürlich ist es fein, eins, zwei, acht „für umme abzustauben“…

    Wenn es vor diesem Hintergrund nur Jubelarien gibt, entsteht „Gschmäckle“ – und zwar ein ganz übler. Da steht im Grunde die komplette Glaubwürdigkeit nicht nur einzelner Journalisten, sondern ganzer Titel dahin.

    Und das alles für nun wiederum „so wenig“ – Waren im Gegenwert von ein paar Tausend Euro über Jahre? Womit wir wieder bei den Eitelkeiten wären.
    Hat auch was mit der Diskussion um Honorare im Journalismus etc. zu tun…

  11. Bei Apple ist dies in der Tat besonders gut zu beobachten. Ich war selber lange Zeit journalistisch im Technik-Bereich tätig. Zu Apple bekommt man entweder nur einen sehr kühlen, oder aber einen sehr warmen Kontakt.
    Als Fan-Boys würde ich dennoch die wenigsten Kollegen bezeichnen. Ja, Apple-Produkte werden gemocht und sind begehrt – auch von Journalisten. Aber der Hauptgrund, warum alle Redaktionen schon 3 Monate vor der offiziellen Vorstellung anfangen nervös gen Apple zu schauen: Kaum ein IT-/TK-Thema zieht noch so gut und bringt die erforderlichen PageImpressions!
    Und dabei ist es egal ob B2C oder B2B. Die Leute interessieren sich durch die Bank für neue iPhones.
    Ja, es ist ein von den Medien seit Jahren selbst inszenierter Hype.
    Ja, dafür werden oftmals unglaublichste Gerüchte zusammengemischt, nur um eine Meldung online stellen zu können.
    Ja, jeder Journalist freut sich über Dauerteststellungen (und weiß eigentlich auch ob der Problematik).

    Und wie sieht es bei den anderen Herstellern aus? Nun, Smartphones dürften die meisten Redaktionen und auch Journalisten in bunter Vielfalt in den Schränken haben. Sehr viele Hersteller und Provider verfahren nach dem Muster, dass die Geräte dauerhaft beim Tester verbleiben. Da sind sie fast alle dabei: Samsung, Blackberry, QTEK, htc, Telekom oder Vodafone – und irgendwo müsste ich sogar noch einen Nokia-Karton aus den 1990ern haben… Somit gleicht sich das ein bisschen aus.

    Und ganz ehrlich: Es ist immer interessant mit einem neuen technischen Gerät vor Verkaufsstart schon „herumspielen“ zu können. Die meisten Kollegen sind halt Technik-begeistert. Zu meiner Zeit wurden alle Geräte mit entsprechender Aufmerksamkeit bedacht und auch gerne mal dem Freundeskreis in die Hand gedrückt. Deren Reaktionen waren immer interessant. Es ist ja schließlich nicht jeder so Technik-affin. Und auch das möchte man über ein Testgerät mitbekommen und diese Erfahrungen mit in die Artikel einfließen lassen.

    LG
    Stefan

  12. Und ich habe den Verdacht, das manche, die hier Kommentieren Nachts nicht schlafen können oder einer anderen Zeitzone angehören…
    Kleiner Tipp, wenn Sie demnächst ihr nagelneues iPhone in Händen halten, versuchen Sie doch mal eine VPN Verbindung aufzubauen die nicht ständig abbricht, IOS 9 sei Dank…
    IOS bedient eine Hardwareplattform und selbst das bekommt man in Cupertino nicht gebacken.

  13. Ohne konkrete Fakten bleibt ein Artikel wie dieser nur allgemeines Bla Bla. Nennen Sie doch bitte Ross und Reiter, sprich: die Namen der von ihnen so nebulös als „Leitmedien“ bezeichneten Zeitungen sowie die Namen der zu Werbetextern verkommenen Redakteure. Die verstoßen nach Ihrer Darstellung ja so massiv gegen den Kodex des Deutschen Presserates, dass diese „Leitmedien“ von Ihnen eigentlich angezeigt und vom Presserat gerügt werden müssten. Was Sie aber hier in zeilenschinderischer Form an Inhaltslosigkeit abliefern, hat nichts mit einer wirklichen Recherche zu tun.

  14. Die Leute, die glauben, andere würden es genauso tun wie Apple, irren. Okay, es ist allgemein üblich, bei Testgeräten, an denen es einen Mangel gibt, die wichtigsten Medien in der ersten und einen erweiterten Kreis in einer späteren Runde zu bedenken. Das ist auch nachvollziehbar, sonst müsste ein Autohersteller mehrere tausend Autos auf einen Schlag zur Verfügung stellen. Es ist aber bei Herstellern wie Samsung, HTC und Sony allgemein üblich, die gesamte relevante Branche zu bedienen, und zwar ziemlich gleichmäßig. Das macht Apple nicht. Wir hatten bei uns im Haus einmal die Fachzeitschrift MacUp, die haben nur deshalb ein iPhone als Testgerät bekommen, weil ein Mitarbeiter in Amerika eins gekauft und ihnen geschickt hat. Andere Medien in Deutschland bekamen selbstverständlich kostenlose Testgeräte.

    Man muss kritisch für die Journalisten-Branche sagen, dass die, die über Gadgets berichten, meist auch Gadget-vernarrt sind (müssen sie auch, sonst würden sie ja blöde im Kopf), und dass für diese Kollegen natürlich das Wissen um und der Umgang mit den neuesten Gadgets auch Teil ihrer Selbstinszenierung ist. Und da darf man sich im Kollegenkreis schon eines größeren Zuspruchs erfreuen, wenn man das neueste iPhone in der Tasche hat, als wenn es nur ein neues Android ist. Dazu kommt noch ein weiteres Kriterium: Apple-Content klickt wie Sau. Wir schreiben eigentlich über Onlinemarketing und E-Commerce, aber wenn wir über iPhones schreiben, gehen bei uns die Klicks durch die Decke, obwohl wir nichts anderes schreiben als die anderen auch (wie auch, ist ja das gleiche Produkt).

    Bin ja mal gespannt, wenn sich alle Journalisten mal so verhalten, wie ein Großteil der Pegida-Bande ohnehin annimmt: Anzeigengesteuert. Also: iPhone-Berichterstattung nur noch gegen Anzeigen. Mal sehen, was dann passieren würde.

    Übrigens: An alle, die noch nie in einer Produkttest-Redaktion gearbeitet haben: Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schnell sich der Reiz des Neuen, Schönen, Teuren abgreift, wenn man zweimal pro Woche ein neues Smartphone auf dem Tisch hat.

  15. Diese »Eine-Hand-wäscht-die-andere«-Deals sind ja wohl in einigen Branchen üblich. Eine Reise-Journalist etwa, der nach einer teuren »gesponserten« Luxus-Reise nicht oder negativ berichtet, wird in Zukunft wohl auch von zu Hause schreiben dürfen. Ebenso ein Auto-Journalist, der nach einer Einladung zur Testfahrt oder Neuvorstellung an exotischen Orten, mit Flug und Unterbringung im Luxus-Hotel (ein)geladen wurde, und dann nicht positiv genug schreibt. Gegen den Wert solcher Einladungen sind 2 iphones ja schon fast »Peanuts« …

  16. Das klingt fast so, als sei Apple die einzige Firma, die PR-Journalismus fördert.

    Dem ist nicht so.

    Der Schlussverkauf von Journalisten funktioniert vor allem deshalb, weil auch die Verlage allesamt profitorientierte Wirtschaftsunternehmen sind: Sie müssen Informationen erringen, für die ihre Kunden – in der Branche oft als Leser bezeichnet – bezahlen wollen. Im Fall eines Zeitungs- oder Zeitschriftenverlages muss dieses Erringen halb- oder vierteljährlich, monatlich, vierzehntäglich, wöchentlich oder täglich, bei Web und Rundfunk ohnehin pausenlos geschehen. Presse ist wie ein Kraftwerk im Strom der profitablen Neuigkeiten. Und genau hier kommen sich Pressegesetz und betriebliche Interessen ins Gehege.

    Denn vom übergeordneten Problem, den Inserenten als den eigentlichen Geldgebern jeder Publikation, ist fast nie die Rede. Wenn ein Mode-Produkt wie das iPhone die ganze Aufmerksamkeit des Lesers hat, dann kommt der unfreie Verlag in Zugzwang. Er muss darüber berichten, will er nicht Auflage und damit Inserenten verlieren. Sobald also irgendein neues iDingsbums erscheint, werden die Journalisten als Verlags-Zuarbeiter erpressbar. Dies gilt für Presse allenthalben und für Redakteure, die mit Edelbranchen wie etwa Reisen, Automobile und elektronische Geräte verbandelt sind, im Besonderen. Freiberufliche Journalisten, die nach eigenen Angaben vom Beruf leben müssen, multiplizieren das Problem. Das Heer der Web-Amateure, die mangels Masse eigentlich nicht mehr schreiben sollten als den eigenen Namen und die deshalb auch gerne für „Likes“ oder sonstige Aufmerksamkeiten huren, potenziert es.

    Verlage sind indessen billig und freuen sich über den kostenlosen Content. In Summa werden Angestellten und Freiberuflern in der Medienbranche die Preise kaputtgemacht, wodurch sich die Neigung zur Korruption weiter erhöht.

    Doch Ähnliches findet man überall, selbst in B2B-relevanten Themenkreisen, die eigentlich nur eine kleine Leserschaft haben: Wenn es gedruckt ist, ist es wahr. Wenn es wahr ist, wird es gekauft. Und das Verrückte daran: Das funktioniert selbst für negative Rezensionen!

    Herr Jacobsen hat schon Recht, wenn er diesen Mißstand anprangert, das war überfällig – nur: Den PR-Journalismus nur einer einzigen Firma auszuleuchten ist ebenso einseitig wie ihn allein den Firmen in die Schuhe zu schieben. Denn zum Koppelgeschäft (Wortlaut Pressegesetz) gehören, wie bei jedem Betrug, immer und mindestens zwei.

    Und ein externer Journalist, Blogger, Internet-Verleger oder sonstiger Amateur hat nicht nur keinen Rückhalt durch „seinen“ Verlag (im Gegenteil!), er hat als einer, der geldwerte Arbeitszeit für „Likes“ verschenkt, weder die Integrität noch das Berufsethos, um diesen Job gewissenhaft zu erledigen – und das heißt im Klartext: um den Leser zu warnen, wenn es nötig ist.

    Selbst wenn er dafür eine Ausladung kassiert.

  17. Samsung hat in unserer Firma (einer der größten Mobilfunkprovider in Deutschland) Galaxy S6 an jedem festen Mitarbeiter zum testen verteilt und – ohne es zugegebenermaßen genauer zu wissen – bin ich sicher das das keine Seltenheit war. Warum wird so etwas nicht erwähnt, immerhin ist das kein Geheimnis… Klar weiß Apple geschickt seine Karten auszuspielen, nur sind die ganz gewiss nicht die Einzigen.

  18. Ich muss doch sehr wundern über diesen Artikel. Hier wird es ja so dargestellt, als ob diese „Praktik“ von von Apple in dieser Form gehandhabt wird. Das ist mitunter, Entschuldigung, Schwachsinn hoch 5!
    „Dauerleihgaben“ zum Beispiel sind üblich und nicht nur in der Smartphone, sondern in fast allen FMCG Branchen, unter anderen auch sehr verbreitet im Bereich der hochwertigen Uhren.
    Im Übrigen machen auch Samsung, Huawei und so weiter nichts anderes bei ihren Produktpräsentationen.
    Also was soll dieser Artikel. Hier scheint doch wohl ein Journalist, das Produkt / die Marke Apple kurz vor dem Verkaufsstart für seine Eigenwerbung nutzen zu wollen.

  19. Also, ich bin über 40J. dabei, angfangs mit nem nachgebautem Apple Ii im IBM Gehäuse, den habe ich dann, als mir eine Maus-Karte auf den Tisch flog, aufgerüstet auf einen IIe, ich hab also das Eprom umgebrannt.
    Allerdings bin ich, ich weiß das ist schandvol, mehrmals untreu geworden, what shall’s.
    Ich bedauere oftmals wenn Kommentare oder Artikel die notwendige Distanz nicht haben, oder gar beleidigend sind, von den albernen Shitstorms in Facebook halte ich etwa soviel, wie von Mitessern auf meiner Haut.
    So weit so gut, ich möchte nicht herumschwurbeln, aber einige Aussagen loswerden, die da wären:
    1. Die meiste Zeit, die ich den Apfelkomzern kenne hatten die eher eine schlechte Presse, auch heute findet man ihre Geräte selten vorne auf den Hitlisten, wie z.B. Platz 26 bei Chip. Apple war im Grunde gezwungen, auch mangels Geld, denn die Kassen waren ja nicht immer so voll wie jetzt, Beziehungsgeflechte aufzubauen und zu erhalten, das macht man heute immer noch so und gibt davon weitaus weniger aus als Sam Sung & Konsorten.
    Für Medien ist es, trotz voller Hosentaschen bei Äbbel, immer noch weitaus wichtiger sich mitden Anderen, den Nichupertinern gut zu stellen, doch klar, das Überleben in den Medien ist einfacher geworden und man sollte sich von keinem Konzern so sehr abhängig machen, dass man das Gefühl hat, man hängt an den Fäden, wie eine Marionette, doch sagen wir es offen, jeder Journalist hat seine Abhängigkeit, es kann kaum einer schreiben, was er will, die Welt ist eben nur relativ frei, nicht absolut.
    2. Auch Journalisten sollten sich kritisieren lassen, doch es gehört alles in den Rundordner, was nicht höflich und sachlich fundiert ist.
    Leider ist so Geschriebenes eher selten.
    Bei Journalisten fehlt oft Hinwendung, oder sagen wir Herzblut zu den Themen, woraus leider auch der ftmals festzustellende Mangel an Fachwissen resultiert.
    Warum z.B. macht eine 20 MB-Kamera möglicherweise schlechtere Fotos, als eine mit 8 oder 12 Mb?
    Warum ist IOS oder Mac-OSX mit 2 Rechenknechten (Kernel) so schnell wie Andere mit 8 Kerneln? Welcher Massenhersteller hat, wie Apple einen
    (Mach-) Mikrokernel woran Luns Thorwald mit Linux gescheitert ist, deshalb steckt Linux in einer Sackgasse, warum ist Windows wirklich(!!!) so virenanfällig und und und….
    Das zu sagen liegt mir schon lange auf der Seele, irgendwie hat mich diese Artikelfolge inspiriert, das Eine oder Ander zum Besten zu geben.

    Jetzt lasse ich aber grad mal mein Ipad-Air2 schweigen, denn ich muß mein HTC Desiree-Phone quälen um nachzuhören, wo ich meine Freundin abholen kann, woran der aufmerksame Leser sehen kann, bei mir muß es nicht immer Apfelkompott sein 😉

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