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re/code: Springer will Business Insider für 500 Millionen Euro übernehmen

Mathias Döpfner kaufte den Business Insider für knapp 400 Mio. Euro – doch das Zukunftsprojekt ist noch nicht profitabel
Mathias Döpfner kaufte den Business Insider für knapp 400 Mio. Euro – doch das Zukunftsprojekt ist noch nicht profitabel

Es wird konkreter: Wenige Tage, nachdem das Manager Magazin vom Springer-Interesse an einer Mehrheitsbeteiligung am Business Insider berichtete, scheint es, als wollten die Berliner "all in" gehen. Das gewöhnlich gutinformierte Techportal re/code berichtet, Springer stehe vor dem Abschluss einer Übernahme für kolportierte 500 Millionen Euro. Der Deal soll in den kommenden Wochen über die Bühne gehen.

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Dem Manager Magazin ist offenbar ein echter Scoop gelungen: In der vergangenen Woche noch berichteten die Hamburger vom Interesse Axel Springers an einer Mehrheitsbeteiligung am boomenden Blogkonglomerat Business Insider – nun werden jenseits des Atlantiks Fakten geschaffen.

Wie das inzwischen zu Vox Media gehörende Techportal re/code berichtet, sind sich Springer und Business Insider offenbar handelseinig geworden – im Sinne einer totalen Übernahme. 500 Millionen Euro bzw. 560 Millionen Dollar soll Mathias Döpfner der Business Insider wert sein, berichtet Peter Kafka für re/code.  Ein Deal werde in den kommenden Wochen erwartet, heißt es weiter.

Einstieg zu Jahresbeginn

Springer ist seit Jahresbeginn am Business Insider beteiligt: Seinerzeit hatten die Berliner eine Finanzierungsrunde über 25 Millionen Dollar angeführt und eine Minderheitsbeteiligung erworben. Wie das Hamburger Wirtschaftsmagazin berichtete, lag die Springer-Beteiligung bei sieben Prozent.

Die Verflechtungen zwischen Berlin und New York waren bereits in den Folgemonaten zu beobachten: Im Mai trat Business Insider-Gründer Henry Blodget als Headliner auf der von Axel Springer veranstalteten Noah-Konfernez in Berlin auf.

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Mitten im Sommerloch überraschten die neuen Partner dann mit der Nachricht eines baldigen Deutschlandstarts des Business Insiders unter der Regie der Springer-Tochter Finanzen.net. Wenig später waren bereits die Facebook-Präsenz als auch erste Testartikel auf Finanzen.net zu besichtigen. Das deutsche Angebot soll im vierten Quartal starten.

180 Prozent Bewertungsaufschlag binnen eines halben Jahres

Henry Blodget hat mit seinem Tech-, Finanz- und Politikportal, das 2007 als „Silicon Alley Insider“ startete, einen enormen Bewertungssprung gemacht: Anfang 2014 wurden die New Yorker noch mit 100 Millionen Dollar bewertet, zum Springer-Einstieg Anfang des Jahres mit 200 Millionen Dollar, wie re/code erfahren hat.

Die Verteuerung um 180 Prozent binnen rund eines halben Jahres dürfte nicht zuletzt mit dem Bewertungsanstieg von Vice und Vox Media sowie BuzzFeed im Zusammenhang stehen, die in den vergangenen Monaten die Milliarden-Grenze bereits deutlich hinter sich gelassen hatten.

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