Das nächste Internet-Einhorn: Scout24-Gruppe geht am 1. Oktober an die Börse

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Es wird konkret: Bereits in zehn Tagen will Scout24 an der Börse debütieren. Der Betreiber der digitalen Marktplätze Autoscout24 und Immobilienscout24 startet ab heute seine Zeichnungsfrist und strebt zum 1. Oktober an die Kapitalmärkte. Und das mit ambitionierter Bewertung: Bis zu 3,5 Milliarden Euro wäre die Scout24-Gruppe zum Börsenstart am oberen Ende der Zeichnungsspanne bereits wert.

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Nach Zalando und Rocket Internet bekommt Deutschland sein nächstes Einhorn aus dem Internet-Sektor: Zum 1. Oktober strebt Scout24 an die Börse. Und das mit garantierter Milliarden-Bewertung: Zwischen 26,50 und 33 Euro sollen die Anteilsscheine – je nach Nachfrage – kosten, was einer Marktkapitalisierung zwischen 2,9 und 3,5 Milliarden Euro entspricht. Ab heute können die Aktien bereits gezeichnet werden; die Zeichnungsfrist läuft bis zum 30. September.

Fast die Hälfte der Unternehmensanteile könnten im Rahmen des IPOs an der Börse platziert werden. Während sich die Marktplatz-Gruppe beim Börsengang mit Erlösen in Höhe von 225 Millionen Euro begnügen will, wollen die Mehrheitseigentümer, die Finanzinvestoren Hellman & Friedman und Blackstone sowie die Deutsche Telekom, wenigstens 21 Millionen Aktien platzieren.

Hellman & Friedman und Blackstone weiter größte Anteilseigner

Bei entsprechender Nachfrage könnten weitere 15 Millionen Anteilscheine sowie ein Greenshoe über nochmals 6,7 Millionen Aktien platziert werden – macht zusammengenommen ein Emissionsvolumen von 1,4 Milliarden Euro. Während die Deutsche Telekom im Rahmen des IPOs ihren Anteil auf maximal 14 Prozent verringert, könnten Hellman & Friedman und Blackstone weiterhin 49 Prozent an der Scout24-Gruppe halten.

Angesichts der Geschäftsentwicklung erscheint die angestrebte Bewertung durchaus ambitioniert.  Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Scout24 einen Umsatz von 342 Millionen Euro und verdiente operativ (Ebitda aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit) 149 Millionen Euro; in den ersten sechs Monaten 2015 lagen die Erlöse bei 188 Millionen Euro (plus 13 Prozent) und das Ebitda bei 85 Millionen Euro (plus 36 Prozent).

Für Scout24 ist es der zweite Versuch, an die Börse zu gehen. Im Herbst 2014 hatte das Unternehmen seine Pläne wegen der damals schlechten Stimmung an den Märkten auf Eis gelegt. Versuche, die Scout24-Gruppe zu verkaufen, scheiterten bislang an den hohen Preisvorstellungen der Gesellschafter.

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