Koop mit The Weather Channel: Burda im Targeting-Schlaraffenland

Bringen den Weather Channel nach Deutschland: BurdaForward-CEO Oliver Eckert (li.) und Jürgen Schlott (GF ForwardNews)
Bringen den Weather Channel nach Deutschland: BurdaForward-CEO Oliver Eckert (li.) und Jürgen Schlott (GF ForwardNews)

Gute Aussichten für die Digitalwerbeerlöse: Burda und der US-Konzern The Weather Company (TWC) bringen mit dem Weather Channel die weltweit führende Wetter-Plattform nach Deutschland. Das vermarktungsoptimierte Angebot an Apps und Websites soll bis Ende des Jahres starten. Durch die Integration in Focus Online kann der deutsche Weather Channel vom Start weg monatlich 18 Millionen Menschen erreichen.

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TWC stellt dabei das Produkt, Focus Online verantwortet die Redaktion, die ForwardAdGroup vermarktet den deutschen Weather Channel, der bereits in einer Beta-Version im App-Store(playstore/itunes) erhältlich ist. Die Vorteile des neuen Service-Pakets für Nutzer und Anzeigenkunden beschreiben die Partner so: „Der deutsche Weather Channel soll Menschen hierzulande künftig die genauesten Vorhersagen, die spannendsten Wetter-Geschichten und die nutzerfreundlichste Bedienung bieten. Werbekunden profitieren von innovativen Branding-Formaten.“

The Weather Company untermauert ihren Anspruch, den besten Wetterbericht von allen zu bieten, mit einer eindrucksvollen Infrastruktur: So beschäftigte das Unternehmen mehr als 200 Meteorologen, besitzt über 70 Patente und nutzt laut Eigenangabe mehr als 75.000 Daten-Quellen. Zudem biete man als Alleinstellungsmerkmal auf dem Markt Prognosen in Echtzeit und zwar exakt für den Standort, von dem der Nutzer die Auskunft abrufe. Knapp 200 Millionen Menschen sollen das Wetter-Angebot von TWC, das in 40 Sprachen verfügbar ist, nutzen.

BurdaForward steuert bei der Kooperation die redaktionelle Services sowie das Vermarktungs-Know-how der ForwardAdGroup bei. Verantwortet wird der Weather Channel in Deutschland von Jürgen Schlott, Mitglied der Geschäftsleitung der ForwardNews+ GmbH unter der Führung von Oliver Eckert, CEO der BurdaForward. Jürgen Schlott soll auch sicherstellen, dass das Wetter-Angebot eng mit Focus Online verknüpft wird. So soll die große Reichweite bereits beim Launch des neuen Angebots sichergestellt sein.

Der aus Sicht des Medienhauses innovative Quantensprung sind aber nicht die Wetterprognosen, sondern die Chance auf eine Unmenge von Informationen über das Verhalten der Nutzer. Denn tatsächlich ist der Wetterdienst ein wahrer Datenkrake. Wenn Daten, wie der Coporate Publishing-Experte Lukas Kircher (C3, ehemals KircherBurkhardt) einmal sagte, „das neue Öl“ sind, dann hat sich Burda mit dem Weather Channel eine Riesen-Bohrinsel geangelt. So heißt es in der Verlagsmitteilung, der Weather Channel sei „eines der datenreichsten Digitalangebote weltweit“. Und weiter: „Diese Größe und Vielfalt nutzt das Sales-Team der ForwardAdGroup für seine Werbekunden. Durch die Kombination von Wetter- und Sales-Daten werden zum Beispiel die Konsumentenstimmung und das Kaufverhalten prognostiziert. Damit können Unternehmen die genau richtige Werbebotschaft zum genau richtigen Zeitpunkt an den genau richtigen Zielkunden senden.“

Zu diesem Zweck sind die Dienste des Weather Channel raffiniert konstruiert und bieten z.B. eine „Social Weather“ genannte Mitmach-Funktion – Nutzer sollen ihre Kommentare über das Wetter mit anderen Nutzern teilen und dadurch das Content-Angebot erhöhen. Bereits bei der Beta-Version des deutschen Angebots fällt auf, dass die App vom Nutzer immer wieder die Erlaubnis einzuholen versucht, auf eine Vielzahl seiner Daten zugreifen zu dürfen. Aus den gewonnenen Erkenntnis können dann exakt zugeschnittene Zielgruppen-Cluster für Werbe-Botschaften ermittelt werden. So sieht es auch Stefan Winners, Vorstand von Hubert Burda Media: „Die Angebote des  ‚Weather Channel‘ gehören zu den innovativsten Big Data-Plattformen weltweit. Sie ergänzen unsere erfolgreichen Medienangebote perfekt und bieten viele Synergien.“

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