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Nach Anzeige wegen Volksverhetzung: Schweiger nennt Kläger „Schwachmaten“

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Til Schweiger und Facebook: Da haben sich anscheinend zwei gesucht und gefunden. Nach seinen Tiraden gegen fremdenfeindliche Kommentare auf seinem Profil, platze dem Schauspieler beim Social-Network mal wieder der virtuelle Kragen. Diesmal ärgerte sich der 51-Jährige über den Mann, der ihn wegen Volksverhetzung angezeigt hat und bezeichnete ihn unter anderem als "Schwachmaten".

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Zu der Anzeige kam es in Folge des Talkshow-Auftrittes von Schweiger bei „Menschen bei Maischberger“. Voller Emotion hatte der Schauspieler vorgeschlagen, Flüchtlingsgegner für eine Nacht wegzusperren, damit sie mal über Taten nachdenken könnten.

Wörtlich hatte er gesagt:

Ich glaub‘ noch nicht mal, dass ein Politiker nach Freital gehen muss, es würde einfach reichen, wenn die zwei Hundertschaften da hinschicken und die Leute einkassieren, und sagen ‚heute Nacht bleibt ihr im Knast, denkt mal darüber nach, was ihr hier macht, und morgen kommt ihr hier nicht mehr her‘.

Darüber ärgerte sich ein Jurist aus Münster, der Schweiger wegen Volksverhetzung anzeigte. Stern.de stellte den Mann vor und lieferte dem Schauspieler damit wiederum eine Vorlage für den nächsten FB-Wutanfall. Denn wie stern.de schreibt, ist der Mann wohl dem rechten Milieu zuzuordnen. Er selbst bezeichne sich als „Freiberuflicher Rechtswissenschaftler“ und als „Präsident der Völkerrechtlichen Vereinigung“. Einen Verein wiederum, den er offenbar selbst erfand.

Der stern beschreibt den Anzeigensteller, als jemanden, „der mit Dialekt spricht und zu den ganz großen Rechtsgelehrten gehören“ will.

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Oha! Das ist also der Mann, der mich wegen Volksverhetzung verklagt hat. Wenn es nicht so dreist wäre, wärs‘ ja fast…

Posted by Til Schweiger on Mittwoch, 9. September 2015

Alles in allem eine Steilvorlage für Schweiger, die der Hamburger dann auch nicht auslässt: „Oha! Das ist also der Mann, der mich wegen Volksverhetzung verklagt hat“, kommentiert er die Stern-Story beim US-Netzwerk. „Wenn es nicht so dreist wäre, wärs‘ ja fast schon wieder lustig.“

Sein Posting endet mit der Aufforderung: „Aber jetzt werden für diesen Schwachmaten (los Schneider, verklag mich wegen übler Verleumdung!-nach 44 Semestern-kein Scheiss-😂😂😂 Jura kriegst du das doch bestimmt hin) Steuergelder verschwendet. Da muss ich mir echt an den Kopf greifen!!!“

Sollte der Jurist Schweiger wirklich wieder verklagen, hätten die beiden eine Art juristisches Social-Media-Perpetuum-Mobile geschaffen. Es droht eine Never-Ending-Story.

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