Kooperation: RTL hat exklusiven Zugriff auf eine Vorabmeldung des Spiegels

RTLs Nachrichtenstar Peter Klöppel und Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer
RTLs Nachrichtenstar Peter Klöppel und Spiegel-Chef Klaus Brinkbäumer

RTL setzt verstärkt auf den Input von Print-Profis: So kooperiert "RTL aktuell" mit dem Spiegel und das "Nachtjournal" mit den Investigativ-Experten von Correctiv. Über die Marke des neuen stern-Ablegers Crime wollen die Kölner sogar ein komplettes TV-Format entwickeln.

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„Medienübergreifende Kooperationen“ haben für RTL künftig eine „stärkere Bedeutung“, man wolle so „starke und besonders intensiv recherchierte Geschichten“ realisieren, „journalistische Synergien“ schaffen und „besonders viele Menschen auf verschiedenen Plattformen“ erreichen, wie der Sender gestern mitteilte. Bereits seit dem Sommer laufen deswegen Kooperationen mit dem Spiegel und Correctiv.

Vom Hamburger Nachrichten-Magazin bekomme „RTL aktuell“ freitags immer die Möglichkeit, vorab über eine Geschichte exklusiv zu berichten. Auf Nachfrage wollte man sich nicht äußern, wie viele Spiegel-Geschichten so schon zustande gekommen seien. Allerdings hänge eine Zusammenarbeit natürlich auch davon ab, „ob sich die Geschichten im Fernsehen umsetzen ließen“, wie RTL-Chefredakteur Michael Wulf gestern bei einem Hintergrund-Gespräch sagte.

Genauere Informationen gibt es dagegen zur Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Berliner Journalisten-Büro Correctiv, mit dem das RTL Nachtjournal seit Juli kooperiert. So wurde bisher eine gemeinsame Reportage über „Putins schwarze Kassen“ realisiert, zudem arbeite Nachtjournal-Moderator Maik Meuser aktuell an einer Schleuser-Geschichte, die demnächst veröffentlicht werden soll.

Schon vor einigen Tagen war die weitere Zusammenarbeit mit dem stern bekannt geworden. Am 1. Oktober läuft die Pilotfolge vom neuen TV-Magazin zum Stern-Ableger „stern crime“.

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