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Stasi-Vorwürfe: DJV-Vorstand in Sachsen-Anhalt tritt geschlossen zurück

Die Bild-Zeitung hatte über den Verdacht gegen führende DJV-Mitglieder in Sachsen-Anhalt öffentlich gemacht
Die Bild-Zeitung hatte über den Verdacht gegen führende DJV-Mitglieder in Sachsen-Anhalt öffentlich gemacht

Nach dem Bericht der Bild-Zeitung über eine mögliche Stasi-Vergangenheit führender Mitglieder ist der gesamte Landesvorstand des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) in Sachsen-Anhalt zurückgetreten. Das gab der Vorstand nach einer Krisensitzung bekannt. Nächsten Monat sollen Neuwahlen stattfinden.

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„Gleich mehrere Funktionäre arbeiteten für den Staatssicherheitsdienst der ehemaligen DDR“, enthüllte die Bild am Freitag vergangener Woche. Allein beim DJV-Landesvorstand Sachsen-Anhalt hätten drei von sechs Vorstandsmitgliedern für die Stasi gespitzelt, heißt es in dem Bericht. Zuvor hatte die Zeitung bereits eine Funktionärin des Journalistenverbandes Berlin-Brandenburg als ehemaligen Stasi-Spitzel enthüllt, die daraufhin zurücktrat.

Am Dienstag gab auch auch der gesamte Vorstand des DJVs in Sachsen-Anhalt seinen Rücktritt bekannt. Das sei Ergebnis einer Sondersitzung des Gesamtvorstandes am Dienstagabend in Halle, sagte der bisherige Landesvorsitzende Uwe Gajowski. Für Oktober sei ein außerordentlicher Verbandstag einberufen worden.

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Im DJV-Landesverband Sachsen-Anhalt sind aktuell rund 530 Journalisten organisiert, die für Print- und elektronische Medien arbeiten, aber auch in der Wirtschaft, der Verwaltung und im Rundfunk. Der DJV ist für sie Gewerkschaft und Berufsverband.

(Mit Material von dpa)

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Alle Kommentare

  1. Gähn, mal wieder eine StaSi-Sau durch das Dorf getrieben ? Wovon will man jetzt wieder ablenken ? Nach über 25 Jahren sollte man doch endlich auf den Boden der Realität zurückkommen. Die StaSi war gewiss kein kirchlicher Knaben-Chor, aber im Vergleich zu anderen Geheimdiensten der sogenannten westlichen Demokratien, inkl. der USA, war die StaSi eher eine Art Geflügelhalterverein. Man paßte auf das eigene Geflügel (Einwohner) auf und das kein Fremder darauf Einfluß nahm. Das die Tätigkeit legal war, hat schon das Bundesverfassungsgericht entschieden. Post- und Telefonüberwachiung gab es auch im Westen. Ebenso gibt es Inoffizielle Mitarbeiter der Geheimdienste und der Polizei, die auch andere zu Straftaten motivieren. Von daher sollte man endlich aufhören, als wäre die Tätigkeit da etwas Unerhörtes gewesen, oder die inoffiziellen Mitarbeiter alle Verbrecher.

    Natürlich hätte sich die »rechtsstaatlicher« benehmen können. Sie hätte zum Beispiel versuchen können, andere westliche Regierungschefs zu ermorden, westliche Regierungen zu stürzen, oder Folterlager einrichten, oder Beweise für Angriffe auf andere Staaten fälschen können, oder ähnliches – so wie es heutzutage die Dienste der westlichen Staaten machen…

    Ansonsten könnte man doch mal zur Abwechslung alle westlichen IMs (oder wie man die heutzutage nennt) enttarnen…

  2. Geht man davon aus, daß die DDR Führung in der Tat davon überzeugt war für die Menschen etwas Gutes zu bewirken und die BRD Verbrecher keine Chance ungenutz ließen der DDR zu schaden und sie zu unterminieren, wie es ja die Farbenrevolutionen und Fuck the Eu Nuland zeigen, dann waren die Mitarbeiter Der Staatssicherheit im Vergleich zu den BRD Lumpen und Schmarotzern wie Gauck und Merkel, ehrenhafte Leute

  3. Fakt ist, daß unsere Medien und Parteien verseucht sind von ehemaligen Mitarbeitern der Staatssicherheit und aktuell eine Vielzahl von Linksradikalen an wichtigen Schaltstellen der Politik und den Medien sitzen. Das erklärt auch die verbissene Hatz auf alles, was zum „Pack“, Rassisten, Rechtsextreme, Rechtspopulisten, Ausländerhassern und ähnlichem Gesocks gezählt wird.

  4. Wer weiß, wie vielen Menschen diese verlogenen Stasi-Typen Böses – direkt und indirekt – angetan haben.
    Dass es dennoch ein Vierteljahrhundert und mehr bis zum längst fälligen Rücktritt dauern musste, bleibt unbefriedigend…

  5. Die haben wenigstens Anstand! Aber solange IM ERIKA und IM LARVE nicht zurücktreten ist dieser Schritt unnötig!!!

  6. Ginge es in Berlin um die Stasivergangenheit, dann müsste die komplette Regierung einschliesslich der Opposition zurücktreten, denn nach der Wende hat nicht die BRD die DDR übernommen sondern umgekehrt. Der Westen hat nur bezahlt, was heute noch der Fall ist. Siehe den Soli der nur zur Aufwendung der Stasipensionen dient.

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