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Neuer Sat.1-Hoffnungsträger „Mila“: die Suche nach „Mr. Right“ als Daseins-Zweck

Sat.1-Serie „Mila“
Sat.1-Serie "Mila"

Am Montag startet bei Sat.1 eine neue Telenovela: In der Serie "Mila" macht sich eine 35-jährige Berlinerin auf die Suche nach der einen, ganz großen Liebe. "Mila" bietet gut gelaunte, rosa-pastellige Romantik-Unterhaltung – doch wirklich neu ist das alles nicht und die Figur der Mila verkörpert so ziemlich alle Klischees, die es über Großstädterinnen im Jahr 2015 gibt.

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Der Plot der neuen Sat.1.-Serie ist schnell erzählt: Die 35-jährige Mila (gespielt von Susan Sideropoulos) lebt in Berlin, ist Single – und auf der Suche nach der ganz großen Liebe. Als ihre gerade einmal 23-jährige Schwester ihre Verlobung bekannt gibt, fasst sie den Entschluss: Bis zur Hochzeit will sie Mister Right finden. Dafür hat sie 287 Tage Zeit.

Bei Sat.1 liefen schon zahlreiche romantische Serien, allen voran „Verliebt in Berlin“, die 2005 den Begriff „Telenovela“ in Deutschland prägte und damals einen regelrechten Hype auslöste. Genau 10 Jahre später will Sat.1 mit der neuen Serie „Mila“, die der Sender selber als „Daily Romantic Comedy“ bezeichnet, an die Erfolge anknüpfen.

„Schräg, liebenswürdig, lustig, tollpatschig, verträumt und ein bisschen wie alle Mädchen“, so beschreibt Sideropulos ihre Serienfigur und fügt hinzu: „Milas Leben ist sehr real.“ Dieses reale Leben sieht in der ersten Folge der neuen Serie dann so aus: Mila lebt mit ihrer besten Freundin in einer Berliner Hipster-WG, fährt mit ihrem Roller durch die Straßen, schreibt App-Kritiken für ein Online-Magazin, kommt zu spät zur Arbeit, tanzt sich in Schwulen-Bars den Frust von der Seele, kontert frech auf plumpe Anmachsprüche – und träumt von dem großen Durchbruch: im Job und in der Liebe. Ihre Mutter sieht das natürlich ganz anders und beschreibt Mila als „unglücklichen Single mit einem schlecht bezahlten Job“ kurz vor der „Resterampe“.

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Doch wirklich neu kommt das alles nicht daher: Frauen zwischen Mitte 20 und 40, die versuchen, ihr chaotisches Leben in der Großstadt zu ordnen – das war schon Thema der US-Serien „Sex and the City“ in den 90ern und „Girls“ ein Jahrzehnt später.

Die Schnitte sind modern und schnell, die Optik rosa-pastellig, der Soundtrack dudelt gut gelaunt vor sich hin, die Handlung trieft vor Romantik und auch das Cinderella-Motiv darf nicht fehlen. „Mila“ bietet nette, seichte Unterhaltung, präsentiert – zumindest in der ersten Folge – jedoch ein Frauenbild, das letztendlich alle Klischees über junge, hippe Großstädterinnen dieses Jahrzehnts bedient. Ganz so, als gehe es um nichts anders, als den „Richtigen“ zum Heiraten zu finden – aber wahrscheinlich ist genau dies das Erfolgsrezept eines solchen Romantik-Formats.

Produziert wird „Mila“ von UFA Serial Drama und läuft ab dem 07. September täglich um 19.00 Uhr bei Sat.1.

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