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Rechte Propaganda: Twitter lehnt Sperrung von Hetz-Account ab

Kai Diekmann beschwert sich bei Twitter über Twitter
Kai Diekmann beschwert sich bei Twitter über Twitter

Sind die Twitter-Regeln im Umgang mit rassistischen Äußerungen zu schwammig? Diesen Eindruck erweckt ein Fall, auf den Bild-Chefredakteur Kai Diekmann aufmerksam gemacht hat. Er zeigte bei Twitter einen Account namens Woyt'sa Vadshn (wohl angelehnt an "Willst du eine Watsche") an, der regelmäßig fremdenfeindliche Tweets absetzt. Twitter sah keinen Grund, dagegen einzuschreiten – weshalb Diekmann eine "Überprüfung" der Regeln anmahnt.

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Aufmerksam wurde der Bild-Macher offenbar durch einen Tweet des Accounts, der ihn persönlich beleidigte. So antwortete „Woyt’sa Vadshn“ auf einen Artikel der Bild-Kampagne „Wir helfen Flüchtlingen“ mit „Maul halten, verlogenes Schwein“.

Diekmann meldete den Account bei Twitter und bekam auch eine Antwort. Diese stellt ihn allerdings nicht zufrieden.

Twitter schrieb: „Hello, we reviewed the account and content reported and are unable to take action given that we could not determine a clear violation of the Twitter Rules“. Twitter also sieht keinen Verstoß gegen die Regeln und sich demnach nicht in der Pflicht zu handeln, obwohl die Botschaft der Tweets und auch die Beleidigung eindeutig sind. Diekmann fordert nun eine Überprüfung. Eine Antwort von Twitter Deutschland gibt es bisher nicht.

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Alle Kommentare

  1. Dass die nun einmal im freien Amerika beheimateten sozialen (?) Medien mit Befremden und Unverständnis auf die für Deutschland so typischen hysterischen Aufwallungen von politisch korrektem Gutmenschentum reagieren, ist eine Hoffnung. Die Meinungsfreiheit muss grenzenlos sein, sonst ist es halt keine. Vermutlich werden diejenigen, die selber denken und ihre politischen und weltanschaulichen Überzeugungen nicht zwangskollektivieren lassen, demnächst Dienste wie Twitter oder Facebook dringend brauchen, weil nur die noch Meinungs- und Gewissensfreiheit gewährleisten. Denn in Deutschland ist Opposition „Pack“ und Free Speech „Hetze“ – wie gehabt.

    Man erinnere sich an das Bonmot Churchills: „Die Deutsche drücken einem entweder die Gurgel zu oder die küssen einem die Stiefel.“ Das trifft den Kern: Normalität gibt es nicht in Deutschland. Erst marschierten sie für ihren Führer nach Stalingrad (und sogar ganz diszipliniert zurück), dann bejammern sie ihre Verelendung als Verlierer und ziehen (wie jüngst in Leipzig) mit dem Ruf „Nie wieder Deutschland“ marodierend herum und ikonisieren Dritte-Welt-Zuwanderer, die daheim weder Wohlstand noch Demokratie zustande gebracht haben. Man beachte: Die Ideologie wechselt je nach Erfolg, die Methoden, vor allem das Vernichtenwollen aller, die nicht jubeln, bleiben. Deutschland als hoffnungsloser Fall.

    Dass gerade der sonst nun wirklich nicht zimperliche Herr Diekmann den Gekränkten gibt, ist offenbar verlogen. Sobald plausible Umfragen auf dem Markt sind, die eine mehrheitliche Ablehnung des massiven Zustroms aus der Dritten Welt nach Deutschland erkennen lassen, dürften „Bild“ und Diekmann sich unverzüglich der Mehrheit als „Sprachrohr“ andienen. Schließlich sinkt die „Bild“-Auflage bedrohlich.

    Übrigens: Ein einziger misstrauischer Blick eines unserer Hunde würde mich weit mehr beunruhigen als das volatile Gezeter derer, die gerade gegenseitig „Pack“ nennen. Dass die zur Unparteilichkeit verpflichtete Regierung Teile des Staatsvolks als „Pack“ bezeichnet und mit viel Steuergeld ihr nicht genehme politische Gesinnungen von Amts wegen „bekämpft“, sollte auch Herrn Diekmann zu denken (und zu kommentieren?) geben. Oder hat er gar keine eigenen Überzeugungen, die im traditionsreichen Staat der „willigen Vollstrecker“ unterdrückt werden könnten, weil er halt immer meint, was Auflage macht (vielleicht)?

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