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Deutscher Business Insider: Erste Testartikel bei Finanzen.net aufgetaucht

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Es beginnt: Drei Wochen nach dem ersten Lebenszeichen bei Facebook hat die Entwicklungsredaktion des deutschen Business Insiders erste Artikel veröffentlicht – auf dem Springer-Portal Finanzen.net, das das deutschsprachige Angebot verantwortet. Zu lesen waren gestern zwei Übersetzungen von Listicles und ein kurzer Artikel über einen vermeintlichen Super-Akku fürs iPhone. Interessant: Die Testartikel kommen betont kumpelhaft daher: der Leser wird geduzt.

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Die Beta-Betaphase geht in die zweite Runde: Nach den ersten Social Media-Postings, die vor drei Wochen auf der Facebook-Seite des deutschen Business Insiders auftauchten, sind nun auch erste Artikel zu lesen. Allerdings noch nicht unter businessinsider.de, wo bereits auf einer Vorschaltseite auf den bevorstehenden Launch verwiesen wird („It’s deutsch, Baby!“), sondern ziemlich versteckt im redaktionellen Angebot von Finanzen.net.

Die letzten drei Postings bei auf der Facebook-Seite des deutschen Business Insiders verwiesen allesamt auf Artikel von Finanzen.net, die thematisch nicht direkt etwas mit der Welt der Börse und Kapitalmärkte zu tun hatten: „Mit diesem Super-Akku hält das iPhone eine Woche“, „9 anstrengende Gewohnheiten, die sich ein Leben lang auszahlen“ und „Bald ist Semesterstart: Dies sind die 10 besten Apps für Studenten“. Gelauncht: Jeweils gestern unter der Rubrik „Private Finanzen“.

Der deutsche Business Insider duzt offenbar seine Leser

Am Ende des Artikels dann die Auflösung in Form eines dicken Umfragekastens. Unter dem großen Business Insider-Logo wird zum Feedback aufgerufen: „Gehen Sie nicht weg! Helfen Sie uns!“ Dann die Aufklärung: „Dieser Text kommt von unserer neuen (geplanten) Wirtschaftsseite Business Insider. Gefällt er Ihnen?“

Gleich auf drei Ebenen interessiert sich die Entwicklungsredaktion für Artikel-Feedback: „Ist er informativ?“ „Finden Sie ihn unterhaltsam?“ „Gefallen Ihnen Stil und Tonfall?“ Vor allem beim letzten Punkt scheint die Experimentierphase noch nicht abgeschlossen: Obwohl der Leser in der Umfrage gesiezt wird, scheint der deutsche Business Insider im Text doch auf das kumpelhafte „Du“ zu setzen.

„Ihr ahnt es“, werden Leser beim iPhone-Artikel eben wie Studenten bei den App-Empfehlungen (… „die vielen Dinge, die ihr längst hättet tun sollen“) angesprochen, während bei den Gewohnheiten für ein besseres Leben gleich direkt geduzt wird: „Halt dein Geld zusammen“, „Behalt den Überblick über das, was du isst“, „Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor“.

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Übersetzung von Original-Listicles

Regelmäßigen Lesern der US-Ausgabe dürften unterdessen zwei der drei Artikel bekannt vorgekommen sein. Richtig: Es handelte sich um leicht modifizierte Übersetzungen von Listicles, die vor Tagen bereits im englischsprachigen Original zu lesen waren: Die Semesterstart-Story, erschienen am 20. August, trägt die Überschrift „13 Apps every student should be using„, die Aufzählung der neun Gewohnheiten für ein besseres Leben  lautet im Original „Doing these 9 uncomfortable things will pay off forever„, als Evergreen-Artikel bereits am 29. Juli erschienen.

Die Übersetzung orientiert sich stark am Originaltext, übernimmt allerdings nicht sklavisch jeden Satz. Zudem stellt die deutsche Entwicklungsredaktion dem Artikel eine kurze Einleitung voran, auf die die US-Ausgabe verzichtet. Bei den neun Gewohnheiten für ein besseres Leben ist etwa zu lesen: „Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir essen gerne die Dinge, die wir kennen, gehen in Kneipen, in denen uns der Barkeeper mit Namen begrüßt und fahren an denselben Strand wie all die Jahre zuvor.“

Deutschlandstart „kann lange nicht mehr dauern“

Der Artikel über den Smartphone-Super-Akku trägt unterdessen eine eigene Handschrift und war in der Form nicht in der US-Ausgabe zu lesen, sondern in Rohform im Techblog Digital Trends zu lesen (der Link wurde auf deutschen Facebook-Seite gepostet).

Der erste originäre Artikel speziell für den deutschen Markt (Rocket Internet? Zalando? Xing?) steht unterdessen noch aus. Der Launch des deutschen Ausgabe, die für das vierte Quartal angekündigt wurde, scheint nach den Testartikeln damit in unmittelbarer Sichtweite: „Gerade basteln wir noch ein wenig, aber lange kann es nicht mehr dauern“, schreibt Business Insider selbst auf der deutsche Homepage.

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