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Jetzt offiziell: Deutschland-Start von Blendle am 14. September

Blendle-CEO Marten Blankensteijn ist mit der Beta-Phase des deutschen Angebots zufrieden
Blendle-CEO Marten Blankensteijn ist mit der Beta-Phase des deutschen Angebots zufrieden

Es ist die große digitale Hoffnung der Print-Verleger: Der Online-Kiosk Blendle soll dem Qualitätsjournalismus im Internet eine Plattform bieten. Nutzer zahlen dabei nur für Artikel, die sie auch wirklich lesen. Nach einer umfangreichen Beta-Phase steht mit dem 14. September nun der Starttermin.

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Blendle-Co-Gründer Marten Blankensteijn hat dies in einem Blogeintrag bekannt gegeben: „Wir haben unsere Plattform in den vergangenen Wochen getestet und uns, nach tollem Feedback, für dieses Datum entschieden.“ Über den Vorteil des in den Niederlanden bereits erfolgreichen Angebots gegenüber herkömmlichen Abos schreibt Blankensteijn: „Zum ersten Mal können auch Leser in Deutschland nur für das zahlen, was sie auch wirklich lesen. Zum ersten Mal können sie ihr Geld zurück verlangen, wenn die Artikel ihr Geld nicht wert waren.“ Ziel sei es, „den weltbesten Journalismus für alle zugänglich zu machen“.

Auch bei Profi-Tests schnitt das Portal gut ab: „sehr nutzerfreundlich“, urteilte Spiegel Online, „vielversprechend“ die Süddeutsche Zeitung, und die Schweizer Medienwoche sieht in Blendle sogar die „Lösung aller Probleme der Printmedien im Internet“. In den Niederlanden gibt es bereits mehr als 400.000 registrierte Nutzer, zwei Drittel davon Leser unter 35 Jahren, von denen angeblich etliche bei Blendle zum ersten Mal in ihrem Leben für Journalismus gezahlt haben.

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Blankensteijn sieht in dem Ehrgeiz, ein funktionierendes Online-Bezahlmodell für Journalismus zu etablieren, dennoch eine große Herausforderung: „Wir sind immer noch ein winziges Start-up, das versucht, etwas zu schaffen, was auch gigantische Verleger nicht geschafft haben: junge Menschen davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, für Qualitätsjournalismus Geld auszugeben.“

Zum Start werde Blendle das breiteste Angebot aller digitalen Zeitungskiosks haben, versichert der Co-Gründer. Alle „großen Verleger“ seien an Bord: „Wir haben alle Artikel aus Der Spiegel, Süddeutsche Zeitung, Die Welt, Die Zeit, Bild am Sonntag, Frankfurter Allgemeine Zeitung und viele, viele mehr.“ Nischen-Inhalte seien aber genau so wichtig. Blendle beschäftigt bereits 60 Mitarbeiter, darunter 15 Journalisten. Zu den Investoren gehören die New York Times Company und Axel Springer.

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