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So veralbert die Titanic das Flüchtlings-Manifest von „Tageschau“-Chef Kai Gniffke

ARD-Aktuell-Chefredakteur Dr. Kai Gniffke bekommt von der Titanic saures
ARD-Aktuell-Chefredakteur Dr. Kai Gniffke bekommt von der Titanic saures

Offenbar haben Kai Gniffke und Claus Kleber mit ihren Erklärungen, wie "Tagesschau" und "heute journal" mit dem Thema Flüchtlinge umgehen, einen Ton getroffen. Die Debatte, ob es der richtige Ton war, ist eröffnet. Zumindest antwortet der Online-Chef der Titanic (Dr.) Torsten Gaitzsch jetzt mit einem eigenen "Manifest". Man müsse das Augenmerk auf all diejenigen legen, "die das Flüchtlingsdrama für gefällige Phrasendrescherei und billige Selbstinszenierung mißbrauchen“. Wen er wohl damit meint?

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Natürlich weiß die Titanic-Redaktion gar nicht, wie sich „Tagesschau“ überhaupt mit den Themenkomplex beschäftigt, denn die Frankfurter „schauen um 20 Uhr traditionell die RTL-2-News“, wie Gaitzsch behauptet. Trotzdem sei es auch deren Aufgabe, über die Nachrichten des Ersten Deutschen Fernsehens zu berichten: „voreingenommen, parteiisch, mit dubiosen Quellenangaben, Phantasie und einem gesunden Maß an Unverschämtheit“.

Was folgt, ist eine wunderbare Verballhornung des Gniffkte-Textes. So schreibt der „Tagesschau“-Boss: „Unsere Reporter sollen nicht skandalisieren oder dramatisieren, nicht schönreden oder gar ausblenden. Wir möchten unseren Nutzern zeigen, was gerade passiert.“

Die Titanic macht daraus: „Unsere größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter sollen nicht skandalisieren oder dramatisieren, nicht schönreden oder gar ausblenden. Sie sollen Witze machen.“ Allerdings: „Wenn nun aber schon Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke anfängt Witze zu machen“, dann möchten die Satiriker „am liebsten weinen“.

Weiter schreibt Gniffke:

Wir dürfen die Abschiebung eines abgelehnten Asylbewerbers nicht als menschenverachtende Maßnahme einer kaltherzigen Bürokratie darstellen.

Satirischer Konter:

Wir dürfen die Rundfunkgebühren nicht als menschenverachtende Maßnahme einer kaltherzigen Bürokratie darstellen.

 

Im Tagesschau-Blog heißt es dann noch:

Hier sind Journalisten in der Versuchung, für diese unglücklichen Menschen Partei zu ergreifen. Deshalb sollten wir in unserer Berichterstattung die Welt nicht in gut und böse einteilen – unsere Meinung darf keine Rolle spielen. Auf der Basis unseres Auftrags und unserer Haltung ist es aber legitim, dass wir ein besonderes Augenmerk auf all die Menschen und Institutionen legen, die sich um Lösungen für das Flüchtlingsthema bemühen.

Daraus wird bei Gaitzsch:

Wir sollten die Welt nicht in gut und böse einteilen. Höchstens in dumm und nicht ganz so dumm. Auf der Basis unseres satirischen Auftrags und unserer überheblichen Haltung ist es aber legitim, daß wir ein besonderes Augenmerk auf all die Menschen und Institutionen legen, die das Flüchtlingsdrama für gefällige Phrasendrescherei und billige Selbstinszenierung mißbrauchen.

In einem sind sich Gniffke, Gaitzsch und wohl auch Claus Kleber einig: Das Thema wird uns noch lange begleiten.

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