Nach #Bringbackbäuchlein-Protest im Web: Pumuckl bekommt seine Kilos zurück

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Fettsturm statt Shitstorm: Selten haben ein paar Kilos die Netz- und Fan-Gemeinde so seher geärgert, wie bei der Neuauflage des Kinderbuch-Klassikers Pumuckl. Auf einmal hatte der reimende Kobold ganz schön abgespeckt. Nach massiven Protesten, die sich vor allem unter dem Hashtag "Bringbackbäuchlein" gesammelt hatten, versprach die Zeichnerin nun, dass der Pumuckl wieder zunehmen wird.

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„Es wird nur dieses eine Buch mit der dünnen Figur geben“, sagte die Tochter der Erfinderin, Uschi Bagnall  dem Münchner Merkur. Die Entwürfe für den künftigen Kobold seien bereits fertig.

Die ganze Debatte hatte sich an der Ankündigung des Kosmos-Verlages für ein neues Buch entzündet, das zum 95. Geburtstags der Pumuckl-Erfinderin Ellis Kaut, am 17. November erscheinen soll. Darin soll der kleine Frechdachs sportlicher und  dynamischer erscheinen, weshalb im seine Wampe weggezeichnet wurde.

Die Folge waren unzählige empörte Medienberichte und eine kräftige Protestwelle in den sozialen Netzwerken. Niemand will offenbar den Kobold als Hungermodell sehen.

Die Zeichner und Rechteinhaber hatten offenbar mit einer solchen Protestwelle nicht gerechnet. „Wir haben dem Verlag unser Einverständnis gegeben, den Pumuckl zu modernisieren“, sagt Bagnall. „Wir sind alle um die 70, wir wollten nicht altmodisch wirken. Und wir wollten wissen, welchen Pumuckl die Kinder lieber mögen.“ Doch als sie von dem Protest gegen den dünnen Kobold hörte, habe sie sich gefreut: „Wir haben uns bestätigt gefühlt.“

Dann dürfte sie sich jetzt auch sehr freuen, dass aus dem Shit- nun ein Candy-Storm wurde. Das Netz scheint begeistert von ihrem Diät-Rückzieher zu sein.

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