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Selbstmorde, Erpressung, Betrug, Schadensersatz – Chaos und Verbrechen nach dem Ashley-Madison-Hack

Ashley Madison: Hacker veröffentlichten große Mengen an User-Daten
Ashley Madison: Hacker veröffentlichten große Mengen an User-Daten

Der Hack der Seitensprung-Website Ashley Madison und die damit zusammenhängende Veröffentlichung von über 30 Mio. E-Mail-Adressen von Kunden der Website hat schwerwiegende Folgen. Die Polizei in Kanada (dort ist der Hauptsitz von Ashley Madison) sieht eine Verbindung zu zwei Selbstmorden. Außerdem gab und gibt es Fälle von Erpressung, Betrug und Schadensersatzklagen in Millionenhöhe.

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Wie die Polizei in Toronto auf einer Pressekonferenz erläuterte, gibt es zwei bislang unbestätigte Selbstmorde, bei denen eine Verbindung zu dem Hack der Seitensprung-Website Ashley Madison gesehen wird. Zahlreiche der veröffentlichten E-Mail-Adressen würden zudem Mails erhalten, die gegen eine Gebühr versprechen, sie von der Kundenliste von Ashley Madison zu entfernen. Die Polizei erklärte, dass es sich hierbei um Betrug handelt. Es sei nicht möglich, die Infos nachträglich aus dem Web zu entfernen. Wer auf die Links in solchen Mails klickt, lädt möglicherweise Schadsoftware oder einen Virus auf seinen PC.

Auch Erpressungsversuche wurden gemeldet, bei denen betroffenen Ashley-Madison-Kunden damit gedroht wurde, ihre Namen und Mailadressen nochmals zu veröffentlichen bzw. an die Familie weiterzureichen. Zwei kanadische Anwaltskanzleien verklagen Ashley Madison laut einem Bericht der Bild-Zeitung im Auftrag mehrerer Geschädigter auf Schadensersatz in Höhe von 507 Mio. Euro. Die Seitensprung-Agentur hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Hacker führen, eine Belohnung von 500.000 Kanadischen Dollar ausgeschrieben.

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Die Hackergruppe, die sich selbst „Impact Team“ nennt, hat den Mitarbeitern von Ashley Madison am 12. Juli über ihre Computer bekanntgegeben, dass die Seite gehackt wurde. Die Hacker forderten, dass Ashley Madison und ihre Unter-Site „Established Men“ (vermittelt ältere, zahlungskräftige Männer an junge Frauen) den Betrieb einstellen. Die Firma gab der Drohung nicht nach und am 18. August wurde die Kundenliste mit den E-Mails und auch Kreditkartendaten von den Hackern veröffentlicht.

Die Polizei in Toronto stellte klar, dass sie den Fall sehr ernst nimmt. Mittlerweile laufen die Ermittlungen gegen die Ashley-Madison-Hacker international.

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Alle Kommentare

  1. Das Bild ist ja großartig!
    Der klassische Hacker trägt natürlich eine Ski-Maske, damit er anonym bleibt ;-D
    Außerdem möchte ich gar nicht wissen wo er seine recht Hand gerade hat 😮

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