Anzeige

Mit Jennifer Aniston, den Rolling Stones und tanzenden Managern: Heute vor 20 Jahren startete Microsoft Windows 95

Damals, als Microsoft cool war: Jennifer Aniston und Matthew Perry lassen sich Windows 95 erklären
Damals, als Microsoft cool war: Jennifer Aniston und Matthew Perry lassen sich Windows 95 erklären

Die Älteren unter uns werden sich erinnern: Vor 20 Jahren elektrisierte Microsoft mit Windows 95 die Weltöffentlichkeit. Vermutlich war die Bill-Gates-Company nie wieder so cool wie mit den Rolling Stones im Werbeclip, Jennifer Aniston im Erklärvideo und einem zappelnden Microsoft-Management auf der Bühne.

Anzeige
Anzeige

Microsoft Mit-Gründer Steve Ballmer war schon immer für seinen exaltierten Bewegungsstil auf der Bühne bekannt. Besonders schön zu sehen ist dies in einem Ausschnitt aus der Produktpräsentation von Windwos 95, bei der Ballmer abgeht wie ein Zäpfchen, während Bill Gates verhalten klatscht und nur ab und zu einen zaghaften Hüpfer wagt: der Supernerd und der Vertriebsochse.

Mit „Start me up“ von den Rolling Stones hat es Microsoft geschafft, erstmals einen Song der Band für eine Werbekampagne zu nutzen. Der Song war so passend, weil Microsoft bei Windows 95 den berühmten „Start“-Button einführte (über den man das System ironischerweise auch ausschalten musste). Die Stones ließen sich lange bitte, aber als Microsoft bereit war, drei Millionen Dollar für die Verwendung des Songs zu zahlen, wurden die künstlerischen Bedenken dann doch zerstreut. Hier der damalige Werbeclip:

Heute kaum vorstellbar: 1995 war Microsoft tatsächlich cool. Zahlreiche Läden veranstalteten Mitternachtsverkäufe. Die ersten Windows-95-Käufer reckten die Pappschachteln mit dem Windows95-Logo vor blauem Himmel wie Trophäen in die Kameras. Bilder, wie man sie später nur noch von iPhone-Verkaufsstarts kennt. Windows 95 wurde für Microsoft zu einem gigantischen Verkaufserfolg. Kritiker waren natürlich auch schnell bei der Hand und wiesen darauf hin, dass IBM mit OS/2 und natürlich Apple mit MacOS bereits ähnliche, bzw. bessere Betriebssysteme früher auf den Markt gebracht hatten.

Anzeige

Aber IBMs OS/2 verschwand ob seines Exoten-Status schnell wieder in der Versenkung und Apple war zu jener Zeit in desolatem Zustand, wurde von dem früheren Pepsi-Manager John Sculley fast in die Bedeutungslosigkeit geführt und produzierte teure Flops wie den iPad-Opa Newton. Nicht vergessen: Es gab noch keinen iMac, keinen iPod und erst recht kein iPhone!

Microsoft dagegen heuerte die damals extrem angesagten Schauspieler Jennifer Aniston und Matthew Perry aus der Sitcom „Friends“ für eine „Cyber Sitcom“ an. In dem Filmchen besuchen Aniston und Perry das Büro von Bill Gates und lassen sich – gespickt mit Gags und 90er-Jahre Mucke – die Funktionen von Windows 95 erklären. Heute wirkt der Film eher unfreiwillig komisch:

(swi)

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Bezeichnenderweise nutzt der Microsoft-Werbespot nur die Strophen des Stones-Hits „Start Me Up!“. Dabei hätte der Refrain den treffenderen Text enthalten: „You make a grown man cry“. Eine Beobachtung, die bei Anwendern von Windows 95 durchaus häufiger zu machen war.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*