buzzer-das-letzte-aus-dem-netz

„Habt ihr den Arsch offen?“ – Diese Schimpfkanonade auf eine Vice-Stellenanzeige ist der vielleicht lustigste Facebook-Post des Jahres

Mit ihrer Stellenausschreibung erntete Vice Deutschland viel Spott
Mit ihrer Stellenausschreibung erntete Vice Deutschland viel Spott

Vice steht wie kein anderes Medium für jungen und unangepassten Journalismus: Sie scheuen vor kaum einem Thema zurück und haben vor allem Sex und Drogen immer wieder im Programm. Eine Stellenausschreibung von Vice Deutschland will zu diesem wilden Image nicht so recht passen – worüber sich ein Leser bei Facebook deftig echauffiert.

Anzeige

„Irgendwie verwirrt ihr mich. Jeder zweite eurer Artikel hat irgendwelche Referenzen zu Drogenkonsum oder darüber wie man sich am effizientesten auf Underground-Hardcore-Raves an den Geschlechtsteilen von Emma pushenden Zwittern reibt, aber wenn es um einen verkackten Job geht soll man plötzlich drei bis fünf Jahre in einer ’namhaften‘ Agentur gearbeitet haben. Habt ihr den Arsch offen? Was ist das denn für eine ekelige Diskrepanz zu eurem Image“, schimpft der Facebook-User unter dem Stellengesuch.

Er habe erwartet, dass die Vice ihre Mitarbeiter „morgens vorm Berghain vom Bürgersteig kratzt“, doch jetzt sei ihm klar: „Bei euch in der Redaktion hat mindestens die Hälfte einen Bausparvertrag.“

Damit bezieht er sich konkret auf die Stellenanzeige „Copywriter/Concepter“:

copywriter_text

Über 3.500 mal wurde sein launiger Kommentar bereits geliked – und sogar zwei Jobangebote sind dabei, unter anderem von Torsten Beeck, Leiter Social Media von Spiegel Online.

christopher_robin_text2

Das digitale Stadtmagazin Mit Vergnügen Hamburg erklärte die Reaktion kurzerhand zum „lustigsten Internet-Kommentar in der Kategorie ‚Schimpfen‘ 2015“:

Was passiert, wenn die VICE Deutschland einen Job ausschreibt? Die Leser wundern sich. 😀 (Preis für den lustigsten Internet-Kommentar in der Kategorie „Schimpfen“ 2015)(PS: Hat aber nix mit Hamburg zu tun.)

Posted by Mit Vergnügen HH on Montag, 24. August 2015

Und er ist nicht der einzige, der sich über die Stellenausschreibung der Vice beschwert oder lustig macht: „Das Praktikum dauert mindestens 6 Monate und wird mit 400€ vergütet. Und das funktioniert WIE dem Mindestlohngesetz entsprechend?“ und „Was zahlt ihr denn damit ich anfange? Copy and Paste kann ich, alten scheiss Posten auch. Ich nehme regelmässig Drogen und im Gegensatz zu euren Angestellten war ich schonmal im Berghain. Also, wie siehts aus?!“ fragen zwei weitere Leser.

Update, 25.08.15, 13.00 Uhr:
Tatsächlich hat eine nicht respräsentative, interne Vice-Umfrage ergeben, dass kaum ein Mitarbeiter eine Bausparvertrag besitze, wie Vice Deutschland gegenüber MEEDIA erklärte

Und auch eine Mitarbeiterin der Vice verkündete bei Twitter:

Anzeige
Anzeige

Alle Kommentare

  1. Manchmal wünscht man sich, die Kommentarfunktion würde gesetzlich verboten. Überall nur noch Michel und Miesepeter …

    1. Die Kommentarfunktion gesetzlich verbieten, ruft nur noch mehr Gesocks auf den Plan.
      Besser wär´s bei extremen Entgleisungen, automatisch einen Virus an die Versender diverser Fäkalkommentare zu versenden, der direkt die Festplatte der ewig Jammernden und herumnörgelnden Pflaumenheinis zerstört.

    1. also wenn hier irgendwo übersättigte Berliner Hipster sind, dann in der Redaktion von Vice Deutschland.

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*

Anzeige