Anzeige

Ex-Cicero-Chef Wolfram Weimer kauft das Debatten-Magazin The European

Die Zukunft des European liegt nun in den Händen von Wolfram Weimer.
Die Zukunft des European liegt nun in den Händen von Wolfram Weimer.

The European hat doch noch einen neuen Eigentümer gefunden: Nachdem der Inhaber Bernd Förtsch den Mitarbeitern des Debatten-Magazins vor knapp vier Wochen gekündigt hat, wird es zumindest für die Marke weitergehen. Käufer ist Cicero-Gründer und Medienunternehmer Wolfram Weimer.

Anzeige
Anzeige

Wie The European auf seiner Website mitteilt, wird die Weimer Media Group The European übernehmen und das Magazin in das Verlagsportfolio integrieren. Dort erscheinen Wirtschaftstitel wie Börse am Sonntag, Wirtschaftskurier oder Fonds Kompakt.

Weiter heißt es, durch den Verkauf sei der „Weg für die Zukunft von The European“ geebnet. Nach MEEDIA-Infos wird Weimer zwar den European übernehmen, nicht aber die Mitarbeiter. Diese hatte Förtsch bereits vor vier Wochen entlassen.

Weimer und der bisherige The European-Chefredakteur und -Herausgeber Alexander Görlach kennen sich gut. Nach seiner Zeit als Welt-Chefredakteur bei Axel Springer gründete Weimer 2004 das Politmagazin Cicero. Dort stellte er 2007 Görlach als Redaktionsleiter für den Online-Auftritt ein, bevor dieser 2009 The European gründete.

Anzeige

Nun werden sie wieder zusammenarbeiten, Görlach bleibt The European als Chefredakteur und Herausgeber erhalten. Dass zumindest die Marke The European weiter existieren wird, dürfte auch seinem Engagement zuzuschreiben sein. Nachdem Bernd Förtsch klar gemacht hatte, dass er das Magazin nicht weiter betreiben will, wurde krampfhaft nach Investoren gesucht und wohl auch mit mehreren Kandidaten ernsthaft gesprochen.

Im Umfeld mehrerer Wirtschaftstitel dürften sich für The European als politisches Magazin bessere Vermarktungsmöglichkeiten bieten. Es bleibt abzuwarten, ob neben dem Print- auch das Online-Produkt in seiner jetzigen Form aufrechterhalten bleibt. Im Netz hat der 2009 gegründete European seinen Ursprung, das Printprodukt kam erst 2012 hinzu. In einem Spiegel-Online-Bericht von Anfang Juli heißt es, dass das Geschäft nie profitabel gewesen sei. Allerdings waren die Macher mit dem Anzeigengeschäft recht zufrieden, wie MEEDIA erfahren hat. 2015 erschien das Print-Magazin mit einer Auflage von rund 30.000 Exemplaren fünf Mal. Ursprünglich waren mehr Ausgaben geplant.

Update 12:26 Uhr: In einer Pressemitteilung der Weimer Media Group heißt es, dass sowohl Print– als auch Online-Version von The European weitergeführt werden.

Anzeige

Mehr zum Thema

Anzeige
Anzeige

Dein Kommentar

Deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht.

*