Drohung wird wahr: Millionen Nutzerdaten von Seitensprung-Portal Ashley Madison im Netz

Ashley Madison: Hacker veröffentlichten große Mengen an User-Daten
Ashley Madison: Hacker veröffentlichten große Mengen an User-Daten

Vor einem Monat klauten Hacker große Mengen Nutzerdaten des Seitensprung-Portals Ashley Madison und drohten, Kundenprofile inklusive der echten Namen zu veröffentlichen, sollte der Internt-Konzern ALM die Seite nicht offline nehmen. Diese Woche haben sie Ernst gemacht – und die Daten von 32 Millionen Kunden ins Netz gestellt.

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Dies berichtete die amerikanische Wired am Dienstag. Demnach sei ein Datenpaket von 9,7 Gigabyte im Darknet hochgeladen worden, das mit einem anonymen Tor-Browser abrufbar ist. Dieses Paket würde sowohl Namen, Anschriften und E-Mail-Adressen beinhalten als auch Zahlungsdaten und verschlüsselte Passwörter.

Die Hacker-Gruppe mit dem Namen „The Impact Team“ behauptete vor einigen Wochen, die kompletten Datenbank-Bestände des Internet-Konzerns Avid Life Media (ALM), der diverse Sex-Portale und Dating-Websites betreibt, kopiert zu haben. Sie warfen dem Konzern vor, ihre Kunden betrogen zu haben. Das Versprechen, dass für 19 Dollar ein Mitglieder-Profil bei Ashley Madison komplett gelöscht werde, sei eine Lüge. Zahlungsdaten blieben nämlich weiterhin gespeichert. Dies belegten sie nun mit der Veröffentlichung der gestohlenen Daten.

„Hier geht es nicht um eine Hacker-Attacke, hier geht es um eine kriminelle Handlung“, erklärt ALM in einer Stellungnahme. „Die Kriminellen haben sich selbst zu moralischen Richtern, Geschworenen und Henker erklärt und wollen ihre persönlichen Moralvorstellungen der gesamten Gesellschaft aufzwingen.“

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