Viel Langeweile und „ein schöner Schniedelwutz“: So war der „Promi Big Brother“-Start

Désirée Nick und Wilfried Gliem sind zwei der 12 Kandidaten von „Promi Big Brother 2015“
Désirée Nick und Wilfried Gliem sind zwei der 12 Kandidaten von "Promi Big Brother 2015"

Fast vier Stunden ging sie, die erste Live-Show der dritten Staffel "Promi Big Brother" am Freitagabend bei Sat.1. Das Resultat der Sendung: überwiegend gähnende Langeweile, Titten-Witze und eine – mal wieder – kaum zu ertragende Cindy aus Marzahn. Hoffnung auf Verbesserung gibt es lediglich von Désirée Nick, Menowin Fröhlich und David Odonkor.

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Nach dem mehr als enttäuschenden Dschungelcamp-Ableger habe ich beim Einschalten die leise Hoffnung, dass vielleicht die dritte Staffel „Promi Big Brother“ den Trash-Fernsehsommer 2015 retten könnte. Zunächst bleibt diese Hoffnung auch bestehen: Jochen Schropps Witze sind zwar wieder aus der Retorte und genauso nett wie harmlos, aber immerhin moderiert er auch 2015 wieder solide, sympathisch und weitaus besser als Oliver Pocher und Cindy aus Marzahn in der ersten Ausgabe 2013.

Nach drei Minuten kommt dann auch schon die erste Bewohnerin: Désirée Nick, die gewohnt bissig ankündigt, es werde mit Sicherheit ordentlich Streit geben – wegen intellektueller Differenzen. Nach einem kurzen Plausch mit Jochen auf dem Sofa geht es für sie ins Haus.

Cindy aus Marzahn senkt das Niveau drastisch

Dann hat Cindy aus Marzahn ihren ersten Auftritt, die wie bereits 2014 zwar nicht mehr moderieren, aber zumindest das Geschehen im Haus kommentieren darf. Und das Niveau sinkt drastisch; ein herber Rückschlag nach den ersten fünf wirklich unterhaltsamen Minuten. Sie ist gewohnt hysterisch und gewohnt unlustig: „Es gibt Titten, Ärsche, es gibt sexy, hier ich, Mother of Big Brother.“ Joa.

Zum Glück muss sie dann auch schon wieder gehen und es ziehen die eine Hälfte der Wildecker Herzbuben und das erste Plastikmädchen ein. Ihr Name ist Nina Kristin, ich kannte sie bislang nicht, Désirée Nick kennt sie offenbar auch nicht und fragt: „Naaaa, wer bist du denn? Ja, dich kenn ich ja gar nicht.“ Nina: „Ich zwar zweimal im Playboy und einmal im Penthouse.“ Désirée: „Mmmh-mmh.“

Der nächste Kandidat ist der Hamburger „Party-König“ Michael Ammer und so langsam übernimmt die Langeweile. Da hilft auch der Mega-Wettstreit (die Zuschauer stimmen per Telefon-Voting ab, wer einziehen darf) zwischen den Trash-TV-Queens Gina-Lisa Lohfink und JJ Rühle nichts.

Huch, ich war kurz eingenickt. Saß da wirklich grad „Der Mann“ Aurelio („Bachelorette“ und „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“) im Publikum? Warum?

Erschüttert stelle ich fest: Noch zwei Stunden bis zum Ende der Sendung. Es bleibt langweilig. Die gefühlte Hälfte der Sendezeit ging bislang dafür drauf, zu zeigen, wie die Bewohner die Treppe zu ihrer neuen Herberge hochgehen und „Hallo, hallo!“ rufend durchs Haus laufen. Es folgen Gespräche wie „Das ist hier ein bißchen wie im Thailand-Urlaub.“ – „Ich war noch nie in Thailand.“

Cindy darf noch mal auftreten – mit mehr Titten-Witzen und einem wirren Monolog. JJ zieht ein, Gina-Lisa nicht und der Mann Aurelio freut sich. Warum denn nur?

Die Hälfte der ersten „Promi Big Brother“-Show ist geschafft und Jochen Schropp kündigt ein „Highlight“ an – denn, wie er nun bekannt gibt, sind die restlichen fünf Kandidaten schon seit zwei Tagen im Haus. Jedoch „im schrecklichsten Keller Deutschlands“. Diese fünf, das sind das Playmate des Jahres 2015 (Sarah Nowak), ein Ex-DSDS-Sänger (Menowin Fröhlich), eine hyperaktive Schauspielerin (Judith Hildebrandt) und zwei ehemalige Profi-Sportler (David Odonkor und Daniel Köller).

Die fünf Kellerkinder versuchen, ihr karges Heim irgendwie heimelig einzurichten, reißen immer wieder platte Sex-Witzchen und Menowin verwechselt Initial mit Genital. Hihi. Und dann – tadaa – nach fast zwei Stunden Sendezeit gibt es ein echtes Genital zu sehen: Daniel duscht, die Kamera zoomt und Jochen Schropp freut sich: „Gleich in der ersten Sendung gibt es einen schönen Schniedelwutz.“

Rettung durch die Kellerkinder?

Tatsächlich ist die Kellertruppe unterhaltsamer als die Kandidaten, die „oben“ wohnen dürfen: Die Hormone kochen beinah über, erste Streitigkeiten bahnen sich an – und es gibt Menowin Fröhlich, der den Ex-Fußballnationalspieler David Odonkor fragt, woher man ihn denn so kennt, aus seinem kriminellen Nähkästchen plaudert und Gemüse echt richtig, richtig doof findet. Meine Hoffnung steigt wieder: Vielleicht rettet Team Keller die Sendung?

Doch dann kommt noch mal Cindy. Noch eine Runde Titten-Sprüche. Es ist 23.15 Uhr – sollte die Live-Show nicht eigentlich schon vorbei sein? Ist sie aber nicht. Menowin und Michael treten im ersten Duell gegeneinander an, irgendwas mit Mausefallen, es geht ums Essen, „oben“ gewinnt.

Nach einigen darauffolgenden, quälend langweiligen Live-Schalten ins Haus, verkündet Big Brother, wen die Zuschauer in den Keller gewählt haben: Désirée. Ich habe wieder Hoffnung, zumindest ein bisschen.

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Alle Kommentare

  1. man muss diesen Dreck ja nicht mögen oder anschauen!
    Aber daß dieser Sche… dann noch dermaßen zeitmässig überzogen wird ist für „normal“ denkende eine Zumutung

  2. Habe gestern kurz in Promi Big brother reingeschaut und die Kommentare von dieser Cindy gehört. Es ist eine Unverschämtheit wie die über die Bewohner spricht. Diese Frau ist nur noch peinlich. Zum Glück gibt es ja einen Knopf zum ausmachen, denn so etwas niveauloses Geschwätz ist unzumutbar.Ich kann auch SAT 1 nicht verstehen, daß sie soetwas zulassen.

  3. Die Bemerkung von Desire Nick Sarah gegenüber war eine unglaubliche Frechheit! Von wegen sie war nur ehrlich!? Das war unverschämt und beleidigend. Ich hätte auch geweint, aber nicht, wegen der Beleidung, sondern aus Wut, dass man sich mit so einer niveaulosen Zicke auseinandersetzen muss!!
    Sarah du bist unglaublich schön und außerdem auch sehr liebenswert. Halte durch!!

  4. Für mich in der Ü60-Liga ist Trash-TV und sogenannte „Comediens“ fragwürdig. Allerdings verwundert mich immer wieder, mit welchem Eifer immer wieder Cindy von Marzahn angegangen wir. Während ihr Gegenstück der „Fernsehproll“ Mario Barth in den höchsten Tönen gelobt wird. Da scheint der Beissreflex wohl durch „Körperdenken“ ausgelöst zu werden. Übergewicht als NoGo.
    Ach so, zu PromiBigBrother, Desiree Nick ist für mich ein Grund die Sendung zu schauen. Der Dame würde ich auch eine latenigth Sendung zutrauen.

    1. Desiree Nick ist das“ Zugpferd“ der Sendung. Die Frau ist einfach super.
      Gegen ihre spitze Zunge kommt keiner an. Nino de Angelo ist einfach nur peinlich.

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