Bundesliga-Start drückt „Promi Big Brother“-Auftakt meilenweit unter Vorjahr

„Promi Big Brother“-Bewohnerin Desiree Nick
"Promi Big Brother"-Bewohnerin Desiree Nick

Die neue "Promi Big Brother"-Staffel ausgerechnet gegen das Eröffnungsspiel der Bundesliga-Saison zu starten, war die erwartungsgemäß miserable Idee. Mit 1,20 Mio. 14- bis 49-Jährigen und 14,7% landete "Promi BB" deutlich unter den Vorjahren. 7,45 Mio. Fans sahen insgesamt den 5:0-Sieg der Bayern gegen den HSV im Ersten.

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Das sind die fünf Dinge, die Sie über die Quoten vom Freitag wissen müssen:

1. „Promi Big Brother“ verliert 1 Mio. seiner Vorjahres-Zuschauer

Nur 2,22 Mio. Leute entschieden sich am Freitagabend für den Start der dritten „Promi Big Brother“-Staffel – ein ordentlicher, aber unspektakulärer Marktanteil von 9,6%. Vor einem Jahr sahen noch 3,23 Mio., also 1 Mio., mehr zu, der Marktanteil lag bei 12,4%. 2013 erreichte die Premiere ähnliche 3,27 Mio. und 12,8%. Bei den 14- bis 49-Jährigen ging es noch weiter nach unten: von 2,14 Mio. und 22,6% im Jahr 2013 auf 1,84 Mio. und 19,2% im Jahr 2014 und nun auf 1,20 Mio. und 14,7%. Die Staffel-Premiere ausgerechnet gegen den Bundesliga-Start zu programmieren erwies sich also als bescheidene Idee von den Sat.1-Verantwortlichen. Sie werden nun hoffen, dass viele von den Vorjahres-Zuschauern der Show an den kommenden Tagen eine Chance geben, sodass sie dann nicht mehr ganz so deutlich unter den Vorjahren liegt. Die „Promi Big Brother“-„Late Night Show“ kam auf sixx im Übrigen ab 23.55 Uhr auf 120.000 14- bis 49-Jährige und 3,0%.

2. Bundesliga-Start noch erfolgreicher als in den Vorjahren

Die Lust der Fußball-Fans auf die neue Bundesliga-Saison war offenbar riesig. 7,45 Mio. sahen trotz schönem Wetter zu – ein Marktanteil von 27,8%. Damit toppte das Spiel zwischen dem FC Bayern und dem Hamburger SV alle Eröffnungspartien der jüngsten fünf Jahre. Einzig das Spiel zwischen Bayern und Mönchengladbach 2013 kam mit 7,40 Mio. an die nun erzielten Werte heran. Auch im jungen Publikum gewann der Fußball den Freitag klar: 2,30 Mio. 14- bis 49-Jährige reichten für 25,1%.

3. ZDF hält sich gut gegen den Fußball, RTL und ProSieben nicht

Der stärkste Konkurrent des Fußballs war am Freitagabend das ZDF: 3,64 Mio. bis 3,86 Mio. Krimifans entschieden sich ab 20.15 Uhr für „Die Chefin“ und zweimal „SOKO Leipzig“, die Marktanteile von 13,4% bis 14,8% sind angesichts des Gegenprogramms ein schöner Erfolg. Stärkstes Prime-Time-Programm der Privaten war „Promi Big Brother“ mit seinen 2,22 Mio. Sehern, RTLs „Die 100 abgefahrensten Momente on the Road“ blieben mit 2,11 Mio. Sehern bei 8,0% stecken. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen blieben RTL und ProSieben klar unter Soll: „Die 100…“ sammelten 1,06 Mio. junge Menschen und 11,9% ein, ProSiebens „Ich bin Nummer Vier“ nur 640.000 und 7,2%.

4. Zweite Privat-TV-Liga geschlossen unter Soll

Vox, RTL II und kabel eins blieben am Freitagabend gegen den Fußball und „Promi BB“ klar unter ihren Möglichkeiten. Bei Vox startete „Law & Order: Special Victims Unit“ um 20.15 Uhr mit miesen 3,7% in den Abend, um 21.15 Uhr gab es 4,0%, um 22.10 Uhr 5,8% und selbst um 23.05 Uhr nur solide 6,6%. RTL II blieb mit den „Shanghai Knights“ und 390.000 14- bis 49-Jährigen bei ähnlich schwachen 4,3% hängen und kabel eins kam mit „Castle“ und „The Mentalist“ nicht über 4,1% und 3,5% hinaus.

5. Sky mit der Bundesliga auf Vorjahres-Niveau, mdr punktet mit „Hit auf Hit“

Nicht mehr Zuschauer als beim Saisonauftakt vor einem Jahr lockte Sky mit seiner Bundesliga-Übertragung. 680.000 Fans sahen FCB-HSV – ein starker Marktanteil von 2,6%. 2014 kam das Spiel Bayern-Wolfsburg auf 690.000 Seher und 2,4%. Mit den 680.000 Zuschauern war Sky Bundesliga in der Freitags-Prime-Time beinahe auch der erfolgreichste Sender abseits der großen Acht, einzig das mdr Fernsehen erreichte mit „Hit auf Hit“ noch bessere Werte: 850.000 Zuschauer und 3,2%.

Hier finden Sie bei MEEDIA täglich die Top 20 des Gesamtpublikums und der 14- bis 49-Jährigen. Eine Liste aller Quoten-Analysen der Vergangenheit lesen Sie immer an dieser Stelle.

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