Bunt, viral und mobil: Bild kündigt „Millennials-Channel“ für die Generation 2000plus an

Manfred Hart wird Mentor der jungen Web-Wilden bei Bild.de
Manfred Hart wird Mentor der jungen Web-Wilden bei Bild.de

Nach der Zeit und noch vor Spiegel Online kündigt die Bild den Start eines eigenen jungen Angebotes an. Das Projekt hört auf den programmatischen Namen "Millennials" und soll im Gegensatz zu Ze.tt (von Zeit Online) keine eigene Plattform, sondern ein Teil von Bild.de, werden. Der Startschuss soll "in wenigen Wochen" fallen.

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Spätestens seit dem Erfolg des Schweizer Angebotes Watson.ch, ist es so etwas wie das Lieblingsthema der einheimischen Online-Chefredakteure: Ein journalistisches Portal, das sich an junge Zielgruppen richtet und thematisch irgendwie zwischen Vice und Buzzfeed bewegt.

Die Zeit versucht sich mit Ze.tt bereits daran. Bei Spiegel Online wird entwickelt und auch die Bild werkelt. Jetzt verkünden die Berliner schon einmal, dass sie konkrete Pläne haben.

Thematisch soll „Millennial“ sich aus allen Bereichen des Boulevard-Portals bedienen dürfen, diese aber entsprechend der jungen Zielgruppe aufbereiten. Im Fokus stehen dabei Videoformate, die Konzentration auf mobile Endgeräte und die Verbreitung der Inhalte in Sozialen Netzwerken.

Redaktionell betreut wird der Channel von den Journalistenschülern der Axel Springer Akademie. Ihnen steht der ehemalige Chefredakteur von Bild.de, Manfred Hart, als Mentor und Chef für digitale Entwicklungsprojekte, beratend zur Seite.

„Der Millennials-Channel ist ein spannendes und ganz experimentelles Projekt. Es ist eine von vielen Ideen und Projekten, mit denen wir mehr über das Mediennutzungsverhalten der jungen Zielgruppe lernen und sie an die Marke BILD heranführen wollen“, erklärt Bild.de-Chef Julian Reichelt. „Im neuen Ressort werden wir ganz viel ausprobieren, Themen anders aufbereiten und vor allem das journalistische Storytelling und Layout für die mobile Nutzung in den Vordergrund stellen. Das junge Team wird sehr eigenständig und unabhängig arbeiten.“

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Alle Kommentare

  1. Wäre ich die junge Generation, ich würde mir zunehmend verarscht vorkommen und einfach weiter die normale FAZ, Zeit usw. lesen, um mich zu informieren, gepflegt unterhalten zu lassen und weiterzubilden, damit ich auf informierter Grundlage Entscheidungen treffen, mitreden, mich an Wahlen beteiligen und einen guten Wortschatz entwickeln könnte. Aber vielleicht ist die junge Generation ja auch nur an hupenden, blinkenden Schlagworten aus der großen Welt des Entertainments interessiert und möchte gar nicht mehr in ganzen Sätzen schreiben können?

  2. Ich bin gespannt – und ehrlich überrascht. In jüngster Zeit hatte ich nämlich das Gefühl die Bild interessiere sich nicht mehr so fürs Digitale.

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