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Medienmacher-Studie: Männer verdienen 30 Prozent mehr, arbeiten aber auch länger

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Wie gut verdienen Festangestellte und Freelancer in der deutschen Medienbranche? Wie sehr neigen sie dazu, den Arbeitgeber zu wechseln? Und wie groß sind die Unterschiede beim Verdienst von Männern und Frauen? Die neue Gehaltsvergleichsplattform Skjlls hat dazu die Angaben von rund 1.000 Medienschaffenden ausgewertet.

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Wer freiberuflich arbeitet, ist im Schnitt glücklicher als seine festangestellten Kollegen. Besonders unzufrieden sind weibliche Berufseinsteiger. 19 bis 23 Prozent haben demnach schon innerlich gekündigt. Das dürfte auch an den nach wie vor großen Gehaltsunterschieden liegen. „Das Bruttogehalt der weiblichen Studienteilnehmer liegt in den ersten beiden Berufsjahren mit 2.371 Euro knapp 200 Euro unter dem der männlichen Kollegen. Nach fünf Jahren beträgt die Lücke schon 400 Euro und vergrößert sich weiter“, erklärt Gründer Gunnar Stenzel gegenüber t3n.de. Zudem ist bei weiblichen Berufseinsteiger der Stresslevel besonders hoch.

Männer verdienen 30 Prozent mehr als Frauen, arbeiten aber auch mehr

Nach rund 14 Jahren verdienen Frauen laut Studie durchschnittlich 1.800 Euro weniger als Männer. Danach würden sich die Gehälter wieder aneinander anpassen. Allerdings arbeiten Frauen laut der Umfrage weniger als ihre männlichen Kollegen. Dieser Trend setzt sich sogar noch fort mit steigender Berufserfahrung. Ein möglicher Grund: Frauen sind weniger häufig in Managementpositionen anzutreffen. Allerdings hat die Studie auch herausgefunden, dass Frauen nicht unzufriedener mit ihrem Gehalt sind.

Skjlls

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Männer verdienen im Schnitt 30% mehr als Frauen. Abhängig vom Fachgebiet beträgt die Gehaltslücke unter den Studien-Teilnehmern sogar bis zu 45%. Nur unter Frontend-Developern scheint es fast eine geschlechtliche Gleichstellung zu geben.

6,5 Jahre an Überstunden

Problematischer ist da schon die Anzahl geleisteter Überstunden. 6,5 Jahre ihrer Lebenszeit verbringt der deutsche Festangestellte in der Medienbranche mit Überstunden. 75% der Befragten bekommen dafür keinen Ausgleich, von den restlichen 25% erhalten 7,1% einen vollständigen Überstunden-Ausgleich. Projekt- und Produktmanager arbeiten nach eigenen Angaben am meisten.

Und wie schaut es mit Loyalität zum Arbeitgeber aus? Laut Skjlls-Studie sind durchschnittlich 55 Prozent der Medienschaffenden bereit, für ein besseres Angebot den Job zu wechseln.

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